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Weihnachtsbäume umweltfreundlich

In Deutschland werden jedes Jahr zu Weihnachten etwa 30 Millionen Weihnachtsbäume gekauft. Der Großteil dieser Bäume wächst in dafür eigens angelegten Christbaumkulturen. Leider verwenden diese für die Züchtung oftmals Insektizide, Düngemittel und andere Chemikalien, die der Umwelt schaden.

Wer also die Weihnachtszeit möglichst nachhaltig verbringen möchte, entscheidet sich beim Kauf für Ökobäume. Das sind Bäume, die auf Ökoplantagen gewachsen sind, auf denen keine giftigen Chemikalien zum Einsatz kommen. Ökobäume sind leicht an ihren Siegeln zu erkennen. Zu den vertrauenswürdigen Siegeln zählen Bio-, Bioland-, Naturland-, Demeter- oder FSC-Siegel.

Am umweltfreundlichsten sind Bäume, die natürlich gewaschen sind, also direkt aus dem Wald und aus der Region stammen. Viele Waldbesitzer, Förster oder auch verschiedene BUND-Gruppen bieten die Möglichkeit, gemeinsam im Wald unter den eigenen Baum zu schlagen.

Wer seinen Baum aber lieber kaufen als schlagen will, findet hier eine Liste über Verkaufsstellen.

Quelle: Umweltbundesamt

Lichterkettenglanz

Die weihnachtliche Lichterdekoration gehört zum Advent genauso wie Lebkuchen und Glühwein. Doch seit die gute alte Glühbirne aufgrund von EU-Verordnungen das Feld räumen musste, sind auch die klassischen Lichterketten mit Glühlämpchen nicht mehr so einfach zu bekommen. Zu Recht, LED-Lichter sind viel besser. Nicht nur sind diese viel energieeffizienter, sie haben auch eine weitaus höhere Lebenserwartung als die alten Glühbirnen. Und da so mancher Weihnachtsfan die gesamte Adventszeit (bis weit ins neue Jahr hinein) dazu nutzt, Lichterketten in allen möglichen Farben und Formen an Fenstern, Balkonen, Gärten, Bäumen und Tieren brennen und blinken zu lassen, kann es nicht schaden, denn Stromverbrauch im Auge zu behalten. Der kann durch den Einsatz von LED-Leuchten um bis zu 95 Prozent gesenkt werden. Zum Vergleich: Eine klassische Lichterkette mit Glühlämpchen kommt im Dezember bei acht Stunden Brenndauer pro Tag auf ungefähr 19 Euro Stromkosten. Knipst man eine vergleichbare LED-Lichterkette an, macht das nur noch etwa 1,20 Euro aus. Zugegeben, die Anschaffung ist erstmal etwas teurer, aber echte Liebhaber des weihnachtlichen Lichterzauber-Marathons haben das schnell wieder drin.

Nebenbei bemerkt: Um ihre volle Wirkung zu entfalten, sollten Lichterketten erst mit Einbruch der Dunkelheit zum Einsatz kommen und, aus Rücksicht auf die Nachbarn, auffällige Beleuchtung nicht die ganze Nacht durchblinken. Zeitschaltuhren helfen beim Timing und beim Stromsparen.

Egal welche Beleuchtung man nun wählt, um sich in Festtagsstimmung zu versetzen, bevor man die Lichterdeko der vergangenen Jahre hervorkramt und anwirft, sollte man sie auf Beschädigungen an Stecker, Kabel und Lämpchen prüfen. Defekte Teile müssen ausgetauscht werden, da man sonst Stromschläge oder Brände riskiert. Bei Neuanschaffungen bitte die Finger von Billig-Ware aus Ländern lassen, die unsere Weihnachtsbräuche nicht so ernst nehmen wie wir selbst. Sichere Produkte erkennt man an dem GS-Zeichen für geprüfte Ware. Außerdem sollte man unterscheiden zwischen Außen- und Innenbeleuchtung. Denn im Garten oder auf dem Balkon herrschen natürlich andere Witterungsverhältnisse als im heimischen Wohnzimmer. Für die Außenbeleuchtung ist das Kürzel IP 44 wichtig. Es zeigt, dass die Beleuchtung wetterfest ist. Übrigens schneiden LED-Lichter auch bei der Sicherheit besser ab als die Glühbirne. Sie entwickeln weniger Wärme und sind daher weniger brandgefährlich.

Weihnachtskalender selbst gemacht

Schon lange sind die Kalender mit den 24 Überraschungen nicht mehr nur etwas für kleine Kinder. Inzwischen sind Adventskalender in den verschiedenen Varianten und mit unterschiedlichsten Inhalten auch sehr beliebt bei Erwachsenen. Leider verursachen gekaufte Kalender meist einen Haufen Verpackungsmüll und kosten sehr viel Geld. Dabei lassen sich schöne Adventskalender ohne großen Aufwand selbst basteln. Nachhaltig befüllt  sind die individuell gestalteten Kalender nicht nur viel schöner als die gekaufte Variante, sie schonen auch unsere Umwelt und den Geldbeutel. Außerdem ist das Basteln in der Vorweihnachtszeit eine schöne Beschäftigung für die gesamte Familie. Hier ein paar Ideen:

Aus Altglas: Ausgewaschene Babybrei-, Marmeladegläsern oder Konservendosen lassen sich wunderbar zu Adventskalendern umfunktionieren. Dazu je ein Stück Basteldraht fest um die Glasöffnung legen und kleine Henkel formen. Nun die Gläschen nach belieben mit Stoffresten, Schleifen, Farbspray oder Weihnachtspapier dekorieren und anschließend mit Zahlenaufklebern versehen. Die Gläser können an einer langen Schnur aufgehängt werden oder auf einer Fläche einfach zusammenstehen.

Aus Streichholzschachteln: Die Streichholzschachteln eigenen sich für kleine Botschaften, Gedichte oder kleinere Präsente und Süßigkeiten. Die Schachteln könnt ihr mit Geschenkpapier, Fotos, alten Zeitschriften bekleben oder mit Farbe bepinseln, dann noch mit Zahlen versehen. Anschließend die 24 Schachteln beispielsweise zu einer kleinen Pyramide zusammenbauen. Dafür einfach 8 Streichholzschachteln für die unterste Etage zusammenkleben, darüber kommen dann 6 Schachteln, darüber dann 4 usw., bis nur noch eine Schachtel übrig bleibt.

Aus Klorollen: Toilettenpapierrollen werden im Handumdrehen kleinen Geschenkboxen. Die Rollen einfach bunt bemalen oder mit weihnachtlichen Motiven aus Zeitschriften bekleben, anschließend mit Zahlen versehen. Auf einer Seite einknicken und verschließen. Auf der anderen Seite das Geschenk einfüllen und das Ende ebenfalls zuklappen. Die fertigen Päckchen mit Faden umwickeln und an einem Kleiderbügel oder einem Ast aufhängen.

Viele weitere Ideen zu den Adventskalendern gibt es im Internet, z.B. bei Happy Dings.

Zu Weihnachten eine Bio-Gans

Weihnachten ohne die traditionelle Weihnachtsgans ist für viele von uns undenkbar. Immerhin 90 Prozent aller Gänse werden in der Adventszeit gekauft.

Wer mit gutem Gewissen einen Gänsebraten zum Weihnachtsfest zubereiten möchte, sollte ein Tier aus regionaler und artgerechter Freilandhaltung kaufen. Ein Biolabel gibt eine gewisse Sicherheit, dass die Tiere gesund gefüttert werden, genügend Platz haben und nicht unnötig mit Medikamenten behandelt werden. Dagegen stammt das billige Fleisch aus Polen oder Ungarn leider häufig von Gänsen, die auf engstem Raum leben und qualvoll gemästet werden. Zudem schneidet die die CO2-Bilanz solcher Tiere aufgrund des Transports schlechter ab.

Folgende drei Anbieter sind von Öko-Test mit einem „Sehr gut“ bewertet worden:

  • Landwirtschaftsbetrieb Heiko Müller, die Bio-Gans ist erhältlich bei Denn‘s Biomarkt, zertifiziert von Bioland.
  • Hof Kunath, die Bio-Gans ist erhältlich bei Denn‘s Biomarkt, zertifiziert von Demeter.
  • Bühler Bio-Gans, erhältlich bei Basic, zertifiziert von Bioland.

Nachhaltiger Schenken

Auch wenn wir das ganze Jahr versuchen umweltbewusst zu leben, spätestens zu Weihnachten mutieren die meisten von uns zu kleinen Umweltsündern. Damit wir mit gutem Gewissen durch die Feiertage kommen, können wir auch bei den Geschenken auf ein paar Dinge achten:

  • Wer ungern durch überfüllte Kaufhäuser hetzt, bestellt die Geschenke stressfrei übers Internet. Leider wird oft vergessen, dass das Hin- und Herverschicken mit sehr viel Verpackungsmüll verbunden ist. Daher am besten Online-Sammelbestellungen aufgeben und sich nicht jedes Päckchen einzeln schicken lassen.
  • Eine gute Möglichkeit ist zudem, den klimaneutralen Versand von DHL „GOGreen“ zu nutzen, mit dem man einen Beitrag zum Klimaschutz leistet.
  • Insbesondere zu Weihnachten werden gerne Elektrogeräte und Unterhaltungselektronik verschenkt. Beim Gerätekauf sollten wir nicht nur auf die technische Ausstattung, sondern auch auf den Stromverbrauch achten. Das EU-Energieeffizienzlabel gibt Auskunft über den Energieverbrauch der Geräte.
  • So schön hübsch verpackte Geschenke auch sind, nach dem Aufmachen sorgen sie allerdings für einen Müllberg aus Geschenkpapier, Folie und Schleifen. Umweltfreundlicher sind Packpapier, Stoffe und Jutebeutel, die mit Tannenzweigen oder kleinen Zapfen verziert werden.

Effizientes Plätzchenbacken

Damit das vorweihnachtliche Plätzchenbacken nicht zur Belastung für die Stromrechnung und Umwelt wird, hier ein paar Tipps:

  • Das Vorheizen des Ofens kann man sich meistens sparen, nur sehr empfindliche Teige benötigen die Vorhitze. Backen ohne Vorheizen spart bis zu 20 Prozent Energie.
  • Restwärme nutzen: Bei einer Backzeit von über 40 Minuten kann der Ofen locker 10 Minuten vor Ende der angegebenen Backzeit ausgeschaltet werden.
  • Tür zu: Bei offener Backofentür entweicht jedesmal Wärme, die durch Nachheizen erneut erzeugt werden muss. Die Tür sollte deshalb nur geöffnet werden, um zu überprüfen, ob die Kekse fertig sind. Jedes Öffnen kostet 20 Prozent der Energie.
  • Wer verschiedene Plätzchensorten backt, kann vorher eine sinnvolle Reihenfolge festlegen. Am besten mit den Keksen starten, für die der Ofen die niedrigste Temperatur braucht.
  • Wer viele Plätzchen backt, sollte besser an wenigen Tagen größere Mengen als an vielen Tagen kleine Mengen backen. Ist der Backofen erst mal heiß gelaufen,  verbraucht er weniger Strom, als wenn er immer wieder aufgeheizt werden muss.
  • Ungenutzte Bleche und Roste sollten vor dem Backen aus dem Ofen genommen werden. Sonst müssen sie mit aufgeheizt werden, obwohl sie keinen Nutzen haben.

Strom sparen bei der Weihnachtsbeleuchtung

Schätzungsweise 9 Milliarden zusätzliche Lämpchen und Lichter sollen auch in diesem Jahr deutschlandweit für eine festliche Adventszeit sorgen. Insgesamt verbraucht die Leuchtdekoration rund 760 Millionen Kilowattstunden Strom. Das entspricht in etwa dem Jahresstromverbrauch einer Stadt mit 250.000 Einwohnern.

Wer möglichst energieeffizient durch die Weihnachtszeit kommen möchte, sollte bei der Lichterdeko auf LED-Lampen setzten und den alten Lichterschmuck mit herkömmlichen Glühlampen im Keller lassen. Dadurch sparen wir bis zu 90 Prozent Strom bei der Beleuchtung ein. Zudem ist Preis für die Leuchtdioden in den vergangenen Jahren gesunken und mit einer  Lebensdauer von 50.000 Stunden hat man die Anschaffungskosten schnell wieder drin.

Wichtig: Um Stromschläge und Brandrisiken zu vermeiden, beim Kauf von Lichterketten immer auf das Prüfsiegel achten.

Was passiert mit alten Weihnachtsbäumen?

Spätestens am Dreikönigstag, dem 6. Januar, landet unsere liebste Weihnachtsdeko, der Tannenbaum, auf der Straße. Glücklicherweise werden die meisten Bäume recycelt. Öfen- und Gartenbesitzer wissen meist selbst am besten, wie sich die Bäume weiterverwenden lassen. Allen anderen helfen die städtischen Abfallbetriebe. Entsorgungsfahrzeuge sammeln die Tannen ein und bringen sie zu Anlagen, in denen sie geschreddert werden und auf dem Kompost landen. Auf diese Weise werden die Bäume zur kostbaren Blumenerde weiterverarbeitet. In einigen Städten werden die Bäume in Müllverbrennungsanlagen gebracht, um aus der Hitze elektrischen Strom zu gewinnen.

Und was passiert mit den Bäumen, die an Heiligabend keinen Abnehmer gefunden haben? Da unverkaufte Tannenbäume weder geschmückt worden sind noch in beheizten Räumen Nadeln verlieren mussten, landen sie meistens im Zoo. Den Elefanten gelten sie wegen des „süßen“ Harzes als Delikatesse. Aber auch andere Zoo-Bewohner wie Nashörner, Ziegen oder Kängurus freuen sich über die Abwechslung auf dem Speiseplan.

Auch Weihnachten nicht mit der Hand spülen!

Nach einem guten Weihnachtsessen muss natürlich auch abgespült werden. Hier gilt, wie übrigens im gesamten Jahr: Die Spülmaschine ist deutlich sparsamer als das Spülen von Hand! Besonders effizient arbeitet die Maschine, wenn sie voll beladen ist und das Geschirr nicht unter fließendem warmem Wasser vorgespült wurde. Dadurch wird unnötig Wasser und Energie verschwendet. Es reicht vor dem Einräumen grobe Speisereste im Mülleimer zu entsorgen.

Bildquelle: Bauknecht

 

Viele Lichter im Advent

Zu keiner Jahreszeit werden in Deutschland mehr Lichter angeknipst als im Advent: Rund 500 Millionen Kilowattstunden Strom verbrauchen wir aktuell für die Festtagsbeleuchtung unserer Häuser und Straßen. Der Großteil davon geht dabei nicht etwa für die öffentliche Festbeleuchtung drauf, sondern für die Lichterketten, Weihnachtssterne und Lämpchen in privaten Haushalten.
Zum Vergleich: In den fünf Wochen zwischen dem ersten Advent und den Heiligen Drei Königen verbraucht ein Durchschnittshaushalt um die 190 kWh für seinen weihnachtlichen Lichterschmuck. Das entspricht etwa der Hälfte des Stroms, den wir sonst im ganzen Jahr für die Beleuchtung verbrauchen.
Tipp: Fans opulenter Adventsbeleuchtung können bis zu 80 Prozent sparen, wenn sie zu LED-Lämpchen statt auf herkömmliche Lichter zurückgreifen.

Quelle: ifed