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Zu Weihnachten eine Bio-Gans

Weihnachten ohne die traditionelle Weihnachtsgans ist für viele von uns undenkbar. Immerhin 90 Prozent aller Gänse werden in der Adventszeit gekauft.

Wer mit gutem Gewissen einen Gänsebraten zum Weihnachtsfest zubereiten möchte, sollte ein Tier aus regionaler und artgerechter Freilandhaltung kaufen. Ein Biolabel gibt eine gewisse Sicherheit, dass die Tiere gesund gefüttert werden, genügend Platz haben und nicht unnötig mit Medikamenten behandelt werden. Dagegen stammt das billige Fleisch aus Polen oder Ungarn leider häufig von Gänsen, die auf engstem Raum leben und qualvoll gemästet werden. Zudem schneidet die die CO2-Bilanz solcher Tiere aufgrund des Transports schlechter ab.

Folgende drei Anbieter sind von Öko-Test mit einem „Sehr gut“ bewertet worden:

  • Landwirtschaftsbetrieb Heiko Müller, die Bio-Gans ist erhältlich bei Denn‘s Biomarkt, zertifiziert von Bioland.
  • Hof Kunath, die Bio-Gans ist erhältlich bei Denn‘s Biomarkt, zertifiziert von Demeter.
  • Bühler Bio-Gans, erhältlich bei Basic, zertifiziert von Bioland.

Nachhaltiger Schenken

Auch wenn wir das ganze Jahr versuchen umweltbewusst zu leben, spätestens zu Weihnachten mutieren die meisten von uns zu kleinen Umweltsündern. Damit wir mit gutem Gewissen durch die Feiertage kommen, können wir auch bei den Geschenken auf ein paar Dinge achten:

  • Wer ungern durch überfüllte Kaufhäuser hetzt, bestellt die Geschenke stressfrei übers Internet. Leider wird oft vergessen, dass das Hin- und Herverschicken mit sehr viel Verpackungsmüll verbunden ist. Daher am besten Online-Sammelbestellungen aufgeben und sich nicht jedes Päckchen einzeln schicken lassen.
  • Eine gute Möglichkeit ist zudem, den klimaneutralen Versand von DHL „GOGreen“ zu nutzen, mit dem man einen Beitrag zum Klimaschutz leistet.
  • Insbesondere zu Weihnachten werden gerne Elektrogeräte und Unterhaltungselektronik verschenkt. Beim Gerätekauf sollten wir nicht nur auf die technische Ausstattung, sondern auch auf den Stromverbrauch achten. Das EU-Energieeffizienzlabel gibt Auskunft über den Energieverbrauch der Geräte.
  • So schön hübsch verpackte Geschenke auch sind, nach dem Aufmachen sorgen sie allerdings für einen Müllberg aus Geschenkpapier, Folie und Schleifen. Umweltfreundlicher sind Packpapier, Stoffe und Jutebeutel, die mit Tannenzweigen oder kleinen Zapfen verziert werden.

Effizientes Plätzchenbacken

Damit das vorweihnachtliche Plätzchenbacken nicht zur Belastung für die Stromrechnung und Umwelt wird, hier ein paar Tipps:

  • Das Vorheizen des Ofens kann man sich meistens sparen, nur sehr empfindliche Teige benötigen die Vorhitze. Backen ohne Vorheizen spart bis zu 20 Prozent Energie.
  • Restwärme nutzen: Bei einer Backzeit von über 40 Minuten kann der Ofen locker 10 Minuten vor Ende der angegebenen Backzeit ausgeschaltet werden.
  • Tür zu: Bei offener Backofentür entweicht jedesmal Wärme, die durch Nachheizen erneut erzeugt werden muss. Die Tür sollte deshalb nur geöffnet werden, um zu überprüfen, ob die Kekse fertig sind. Jedes Öffnen kostet 20 Prozent der Energie.
  • Wer verschiedene Plätzchensorten backt, kann vorher eine sinnvolle Reihenfolge festlegen. Am besten mit den Keksen starten, für die der Ofen die niedrigste Temperatur braucht.
  • Wer viele Plätzchen backt, sollte besser an wenigen Tagen größere Mengen als an vielen Tagen kleine Mengen backen. Ist der Backofen erst mal heiß gelaufen,  verbraucht er weniger Strom, als wenn er immer wieder aufgeheizt werden muss.
  • Ungenutzte Bleche und Roste sollten vor dem Backen aus dem Ofen genommen werden. Sonst müssen sie mit aufgeheizt werden, obwohl sie keinen Nutzen haben.

Strom sparen bei der Weihnachtsbeleuchtung

Schätzungsweise 9 Milliarden zusätzliche Lämpchen und Lichter sollen auch in diesem Jahr deutschlandweit für eine festliche Adventszeit sorgen. Insgesamt verbraucht die Leuchtdekoration rund 760 Millionen Kilowattstunden Strom. Das entspricht in etwa dem Jahresstromverbrauch einer Stadt mit 250.000 Einwohnern.

Wer möglichst energieeffizient durch die Weihnachtszeit kommen möchte, sollte bei der Lichterdeko auf LED-Lampen setzten und den alten Lichterschmuck mit herkömmlichen Glühlampen im Keller lassen. Dadurch sparen wir bis zu 90 Prozent Strom bei der Beleuchtung ein. Zudem ist Preis für die Leuchtdioden in den vergangenen Jahren gesunken und mit einer  Lebensdauer von 50.000 Stunden hat man die Anschaffungskosten schnell wieder drin.

Wichtig: Um Stromschläge und Brandrisiken zu vermeiden, beim Kauf von Lichterketten immer auf das Prüfsiegel achten.

Was passiert mit alten Weihnachtsbäumen?

Spätestens am Dreikönigstag, dem 6. Januar, landet unsere liebste Weihnachtsdeko, der Tannenbaum, auf der Straße. Glücklicherweise werden die meisten Bäume recycelt. Öfen- und Gartenbesitzer wissen meist selbst am besten, wie sich die Bäume weiterverwenden lassen. Allen anderen helfen die städtischen Abfallbetriebe. Entsorgungsfahrzeuge sammeln die Tannen ein und bringen sie zu Anlagen, in denen sie geschreddert werden und auf dem Kompost landen. Auf diese Weise werden die Bäume zur kostbaren Blumenerde weiterverarbeitet. In einigen Städten werden die Bäume in Müllverbrennungsanlagen gebracht, um aus der Hitze elektrischen Strom zu gewinnen.

Und was passiert mit den Bäumen, die an Heiligabend keinen Abnehmer gefunden haben? Da unverkaufte Tannenbäume weder geschmückt worden sind noch in beheizten Räumen Nadeln verlieren mussten, landen sie meistens im Zoo. Den Elefanten gelten sie wegen des „süßen“ Harzes als Delikatesse. Aber auch andere Zoo-Bewohner wie Nashörner, Ziegen oder Kängurus freuen sich über die Abwechslung auf dem Speiseplan.

Auch Weihnachten nicht mit der Hand spülen!

Nach einem guten Weihnachtsessen muss natürlich auch abgespült werden. Hier gilt, wie übrigens im gesamten Jahr: Die Spülmaschine ist deutlich sparsamer als das Spülen von Hand! Besonders effizient arbeitet die Maschine, wenn sie voll beladen ist und das Geschirr nicht unter fließendem warmem Wasser vorgespült wurde. Dadurch wird unnötig Wasser und Energie verschwendet. Es reicht vor dem Einräumen grobe Speisereste im Mülleimer zu entsorgen.

Bildquelle: Bauknecht

 

Viele Lichter im Advent

Zu keiner Jahreszeit werden in Deutschland mehr Lichter angeknipst als im Advent: Rund 500 Millionen Kilowattstunden Strom verbrauchen wir aktuell für die Festtagsbeleuchtung unserer Häuser und Straßen. Der Großteil davon geht dabei nicht etwa für die öffentliche Festbeleuchtung drauf, sondern für die Lichterketten, Weihnachtssterne und Lämpchen in privaten Haushalten.
Zum Vergleich: In den fünf Wochen zwischen dem ersten Advent und den Heiligen Drei Königen verbraucht ein Durchschnittshaushalt um die 190 kWh für seinen weihnachtlichen Lichterschmuck. Das entspricht etwa der Hälfte des Stroms, den wir sonst im ganzen Jahr für die Beleuchtung verbrauchen.
Tipp: Fans opulenter Adventsbeleuchtung können bis zu 80 Prozent sparen, wenn sie zu LED-Lämpchen statt auf herkömmliche Lichter zurückgreifen.

Quelle: ifed

Mythos Schoko-Weihnachtsmann

Wer das Jahr über brav war, findet zum Nikolaus sicher auch einen Schoko-Weihnachtsmann in seinem frisch geputzten Stiefel.
Rund 150 Millionen Schokoladen-Weihnachtsmänner werden jedes Jahr in Deutschland hergestellt. Zwei Drittel davon bleiben bei uns, der Rest wird in die ganze Welt verschickt.
Im Gegensatz zur herkömmlichen Schokoladentafel ist die Herstellung der Schokoladen-Weihnachtsmänner ein ziemlich umfangreiches und zeitaufwendiges Unterfangen:
Zunächst wird die flüssige Schokolade in einen Hohlkörper gegossen. In einer Rotationsanlage wird die Figur gedreht und geschleudert, bis sich die Schokolade gleichmäßig in der Form verteilt hat. Zwischendurch muss die Schokomasse immer wieder abgekühlt werden. Rund 24 Stunden dauert es, bis schließlich der fertige Weihnachtsmann in seiner Verpackung glänzt.
Um den Zeitplan für das Weihnachtsgeschäft einzuhalten, beginnt die Herstellung der Schokomänner daher bei vielen Produzenten bereits im Mai. Also kurz nachdem der Osterhase vom Band gehoppelt ist.
Übrigens ist an dem Mythos, dass übriggebliebene Weihnachtsmänner wieder eingeschmolzen und zu Osterhasen recycelt werden, nichts dran. Rücktransport, Entpacken und Weiterverarbeitung wären mit zu hohen Kosten für die Hersteller verbunden und die Qualität der Schokolade würde leiden. Überzählige Schokomänner werden billiger verkauft und an soziale Einrichtungen verteilt.

Quelle: Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie e.V.

Bildquelle: Mondelez

Zu Weihnachten steigt der Strombedarf in der Regel.

Die „Weihnachtsgans-Spitze“

Vor allem an Weihnachten lässt sich ein überdurchschnittlicher Stromverbrauch in Deutschland nachweisen. Laut BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft hängt dies u.a. mit der „Weihnachtsgans-Spitze“ zusammen.
So steigt am ersten Weihnachtstag der durchschnittliche Stromverbrauch pro Haushalt um rund ein Drittel, von neun auf 12 Kilowattstunden (kWh). Wenn man dies auf 40 Millionen deutsche Haushalte hochrechnet, entspricht das einem Verbrauchszuwachs von 120 Mio. kWh. Mit dieser Energie könnten ein Jahr lang 34.000 Haushalte (mit jeweils drei Personen) versorgt werden. Zum Beispiel trägt die dauerhafte Weihnachtsbeleuchtung  ihren Teil zu einem höheren Strombedarf bei.

Durch kleine Maßnahmen lässt sich der Mehrbedarf zumindest teilweise kompensieren, ohne das die Weihnachtsstimmung leidet. So sollte bei der Weihnachtsbeleuchtung der Stand-By Betrieb vermieden werden. Günstig sind hier außerdem Zeitschaltuhren, und wer statt des normalen Lichtschlauchs mit einer LED-Lichterkette dekoriert, verbraucht bis zu 80 Prozent weniger Strom. Außerdem sollte man beim Backen und Kochen auf den Verbrauch achten. So empfiehlt es sich beim Kochen immer einen Deckel zu verwenden.

Weitere Spartipps gibt es hier!