Schlagwort-Archiv: Wärmedämmung

Eisbärenfelle effizienter sind als Sonnenkollektoren?

Während die Kollektoren bei einer Temperatur um den Gefrierpunkt nur etwa 40 Prozent des Tageslichts umwandeln, nutzen Eisbären sogar 95 Prozent des Lichts, um es in Wärmeenergie  umzuwandeln. Das Pelzhaar funktioniert dabei wie ein Lichtleiter.

Was kaum jemand weiß: Das Eisbärenhaar erscheint uns nur weiß, ist aber in Wirklichkeit durchsichtig und hohl. Ähnlich wie beim Glasfaserkabel leiten diese hohlen Fasern die Lichtstrahlung an die schwarze Haut unter dem Fell. Diese saugt die Wärmestrahlung auf und heizt damit den gesamten Organismus der Bären auf.

Schon seit langem nutzt die Wissenschaft dieses Prinzip der Lichtleitung und Wärmeisolation, beispielsweise im Bereich der Wärmedämmung, für Sonnenkollektoren oder auch in der Textilindustrie.

 

Bodentreppe: alles dicht?

Der Dachboden ist gedämmt, soweit so gut! Leider wird eine Schwachstelle von Hausbesitzern gerne mal übersehen: die einklappbare Bodentreppe! Doch ungedämmte oder schlecht sitzende Lukendeckel führen zum Verlust von Heizwärme. Ein großer Teil der Dämmwirkung geht verloren und die Energiekosten steigen.

Wichtig ist daher, dass die Bodentreppe passgenau eingebaut wird und die umlaufende Einbaufuge absolut luftdicht ist. Bei dem Kauf einer neuen Treppe sollte man außerdem auf den U-Wert achten. Dieser sollte bauteilgeprüft sein und für die gesamte Treppe gelten, also nicht nur für einen gedämmten Teilbereich des Deckels. Der U-Wert gibt den Wärmedurchgangskoeffizienten an: je niedriger er ist, desto besser die Wärmedämmeigenschaft.

Übrigens: Nach der novellierten Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) müssen oberste Geschossdecken, die an ein unbeheiztes Dachgeschoss angrenzen und nicht den Mindestwärmeschutz erfüllen, bis Ende 2015 gedämmt sein. Der U-Wert muss dann bei mindestens 0,24 W/m²K liegen. (Hausbesitzer, die bereits vor dem 1. Februar 2002 in ihrem Haus wohnten, sind von der Regel ausgenommen.)

Beschichtung und Edelgase sorgen für gute Abdichtung.

Weniger Energieverlust durch Wärmeschutzglas

Alte und undichte Fenster sorgen im Winter für ungemütliche Kälte und steigende Heizkosten. So geben ältere Fenster durchschnittlich 3 bis 5 Mal mehr Wärme ab als moderne Wärmeschutzverglasungen. Bei letzteren sorgen hauchdünne Edelmetallschichten im Inneren der Scheiben und Edelgase (meist Argon) in den Zwischenräumen für eine gute Dämmwirkung.

Wer sich für neue Fenster interessiert, sollte auf den Wärmeschutzkoeffizienten (U-Wert) achten. Der gibt den Energieverlust für das gesamte Fenster an also nicht nur für das Glas, sondern auch für den Rahmen und Randverbund! Je niedriger der U-Wert, desto besser. Für Neubauten und Sanierungen schreibt die Energieeinsparverordnung EnEV einen U-Wert von mindestens 1,3 W/m2K vor. Dieser Wert ist mit einer Zweifachverglasung zu erreichen.
Dreifachverglaste Fenster sind zwar etwas teurer, aber noch wärmeeffizienter. Hier können U-Werte von 0,5 W/m2K erzielt werden.
Ein Fensteraustausch aus energetischen Gründen ist leider mit relativ hohen Kosten und langen Amortisationszeiten verbunden. Deshalb sollte die Entscheidung wohl überlegt sein!

Die KfW Bank fördert solche Sanierungsarbeiten.

Mit isolierten Briefkästen hat Zugluft keine Chance!

Isolierte Briefkästen sparen Energie

Ein gut gedämmtes Haus spart Heizenergie. Beim Abdichten von Fenstern, Türen, Wänden oder dem Dach, vergessen wir gerne, dass auch durch einen undichten Briefkasten Wärme im Eingangsbereich verloren gehen kann.

Abhilfe schafft ein isolierter Briefkasten im Türseitenteil. Der verhindert unangenehme Zugluft und spart Energiekosten. Zudem kann man seine Post bequem von Innen holen, und muss nicht mehr die Wohnung verlassen. Die Kästen gibt es in unterschiedlichen Größen. Sie eignen sich nicht nur für Einfamilienhäuser, auch in Gebäuden mit mehreren Wohneinheiten können sie die Nebenkosten der Mieter senken.

Mit der Daemmung der Kellerdecke kann man bis zu 10 Prozent Heizkosten einsparen.

Kellerdämmung: Schluss mit kalten Füßen

Eine Dämmung der Kellerdecke kann jährlich 5 bis 10 Prozent der Heizkosten einsparen und erhöht zudem den Wohnkomfort: Keine kalten Füße mehr im Erdgeschoss. Die Dämmplatten, meist werden Materialien wie Mineralwolle, Steinwolle oder Zellulose verwendet, kann man entweder selbst an die Decke kleben oder dübeln, schneller macht es in der Regel der Fachhandwerker. Platten aus Polystyrol oder Polyurethan eignen sich weniger. Da sie günstig und leicht zu verarbeiten sind, kommen sie zwar  mittlerweile bei über 80 Prozent aller Wärmedämm-Einbauten in Häusern zum Einsatz. Doch diese Materialien sind relativ leicht entflammbar und können sogar als Brandbeschleuniger wirken.
Die Kosten der Dämmung mit Platten (Dämmmaterial inklusive Verlegung) liegen – unverbindliche Angabe – bei etwa 30 bis 50 Euro pro Quadratmeter.