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EU geht gegen Plastikmüll vor 

Die EU-Kommission hat dem wachsenden Berg an Plastikmüll den Kampf angesagt. Bis zum Jahr 2030 sollen sämtliche Plastikverpackungen wiederverwertbar werden. Plastik ist mittlerweile zu einer enormen Belastung für die Umwelt, die Weltmeere und den Menschen geworden. Allein die EU produziert jedes Jahr rund 26 Millionen Tonnen Plastikmüll. Davon werden etwa 30 Prozent recycelt. Die restlichen 70 Prozent landen auf dem Müll oder in der Umwelt. Vor allem die Weltmeere sind von der Verschmutzung durch Plastik betroffen. Etwa 142 Millionen Tonnen Plastik sollen darin treiben.

Die EU-Kommission hat nun eine Strategie zur Reduzierung von Plastikmüll und zur Förderung von Recycling vorgestellt. Ziel ist es, sämtliche Plastikverpackungen in Europa bis 2030 komplett recycelbar zu machen. Die entsprechende Forschung wurde bereits mit 250 Millionen Euro unterstützt. Um die Meere besser zu schützen, soll es zudem an Häfen künftig Abfallannahmestellen geben, an denen Schiffe kostenfrei ihren Plastikmüll entsorgen können. Außerdem soll die Verwendung von Mikroplastik-Partikeln in Kosmetika und Waschmitteln verboten werden. Auch über eine Plastiksteuer denkt man in Brüssel nach. Für den Verbraucher bedeuten diese Neuerungen vermutlich höhere Müllentsorgungskosten, denn für das komplette Recycling von Plastik müssten neue Anlagen gebaut werden. Wie hoch die Kosten in Deutschland ausfallen werden, ist noch nicht abzuschätzen.

pro Stunde 320 000 Coffee-to-go-Becher in Deutschland verbraucht werden?

Das macht aufs Jahr gerechnet 2,8 Milliarden Einwegbecher, die nach 15 Minuten Lebenszeit im Müll landen und deren Herstellung auf etwa 83 000 Tonnen CO2-Emissionen kommt. Würde man die Einwegbecher aufeinanderstapeln, würde dieser Stapel bis zum Mond reichen.

Dem sorglosen Umgang mit Coffee-to-go-Bechern haben nun immer mehr Städte den Kampf angesagt und ein neues Pfandsystem eingeführt. Etwa 200 Cafés in Deutschland machen bereits bei der Kampagne zur Müllvermeidung mit, und es werden immer mehr. Und so funktioniert es: Für einen 1€ Pfand bekommt man seinen Kaffe nun in einem Mehrweg-Becher. Ist der Kaffee ausgetrunken, kann man den leeren Becher später in einem anderen teilnehmenden Café abgeben, sogar in einer anderen Stadt.

Quelle: tz

…wir rund 18 Millionen Tonnen Verpackungsmüll im Jahr verursachen?

Den Abfallberg aus Glas, Kunststoff, Papier, Aluminium und sonstigen Packstoffen erreichten wir in Deutschland laut einer Studie des statistischen Bundesumweltamtes im Jahr 2014. Verantwortlich für den Negativ-Rekord sind unter anderem die steigende Zahl an Single-Haushalten und der Trend zu schnellem und verzehrfertigen Essen aus der Verpackung. Außerdem fördern Trends wie Kaffee-to-go diese Entwicklung!