Schlagwort-Archiv: Umwelt

…wir rund 18 Millionen Tonnen Verpackungsmüll im Jahr verursachen?

Den Abfallberg aus Glas, Kunststoff, Papier, Aluminium und sonstigen Packstoffen erreichten wir in Deutschland laut einer Studie des statistischen Bundesumweltamtes im Jahr 2014. Verantwortlich für den Negativ-Rekord sind unter anderem die steigende Zahl an Single-Haushalten und der Trend zu schnellem und verzehrfertigen Essen aus der Verpackung. Außerdem fördern Trends wie Kaffee-to-go diese Entwicklung!

Helm auf

Bei schönem Wetter steigen wir wieder vermehrt auf Fahrrad. Das ist gut für Umwelt und unsere Gesundheit. Letzteres vor allem dann, wenn wir verantwortungsvoll fahren. Ein Fahrradhelm kann Kopfverletzungen verhindern und sogar Leben retten. Eine Studie des Verkehrsministeriums in Baden-Württemberg von 2015 hat gezeigt, dass vier von fünf schweren Kopfverletzungen beim Radfahren durch das Tragen eines Helmes verhindert hätten werden können.

Doch wie findet man den richtigen Fahrradhelm? Der Helm muss gut sitzen, er sollte also der Kopfgröße entsprechen und von den Schläfen bis in den Bereich von Ohren und Wangen reichen. Beim Kauf sollte man zudem darauf achten, dass die Prüfnorm DIN EN 1078 (bzw. 1080 für Kinderhelme) erfüllt ist. Die Norm bestätigt den Schutz des Helmes bei einer Aufprallgeschwindigkeit von bis zu 19,5 km/h auf ebenen Flächen. Bei spitzen Flächen reicht der Schutz bis zu einer Aufprallgeschwindigkeit von 16,5 km/h. Darüber hinaus verbessern Reflektoren auf dem Helm die Sichtbarkeit im Dunkeln.

Na dann, gute Fahrt!

…die weltweit höchste Mülldichte auf einer unbewohnten Insel herrscht?

38 Millionen Plastikteile liegen auf dem zehn Kilometer langen Strand von Henderson Island. Dabei ist die Insel im Südpazifik gerade mal 37 Quadratmeter groß. Forscher der Universität von Tasmanien haben den Müll kürzlich entdeckt und gezählt.

Henderson Island ist Unesco-Weltnaturerbe und liegt zwischen Neuseeland und Chile. Das Kuriose:  Die Koralleninsel ist unbewohnt. Zumindest wohnen hier keine Menschen, aber viele Pflanzen und Tierarten. Auch in einem Umkreis von 5000 Kilometern gibt es keine größeren Wohngebiete. Woher kommt also der ganze Abfall? Die Forscher nennen verschiedene Gründe für die Müllmassen: Verantwortlich seien unter anderem die Meeresströmungen sowie die Wetterbedingungen und – nicht zuletzt – die Tatsache, dass  jedes Jahr etwa 8 Millionen Tonnen Plastik im Meer landen.

1. Fahrradgesetz für Berlin

Der Radverkehr in Berlin wird ausgebaut, darauf haben sich Rad-Volksentscheid und der Senat kürzlich geeinigt. Für mehr Schutz von Radlern und Umwelt soll der Anteil des Radverkehrs von derzeit 15 Prozent auf landesweit 20 bis 30 Prozent ansteigen. Im Herbst wird ein entsprechendes Fahrradgesetz verabschiedet.

Die Eckpunkte des neuen Gesetzes sehen breitere Radwege an den Hauptverkehrsstraßen, die bauliche Trennung von Autofahrspuren sowie den Ausbau von Radschnellwegen vor. Außerdem sollen gefährliche Kreuzungen entschärft und mehr Abstellplätze für die Räder geschaffen werden. Dafür will der Senat ab 2019 jährlich 51 Millionen Euro in den Ausbau der Berliner Radinfrastruktur stecken.

Die Eckpunkte für das erste Radgesetz Deutschlands sollen noch in diesem Sommer in einen Gesetzentwurf einfließen und im Herbst vom Parlament beschlossen werden.

Welcher Tannenbaum?

Rund 29 Millionen Weihnachtsbäume werden in diesem Jahr in deutschen Haushalten aufgestellt. So schön diese Tradition an Weihnachten auch ist, leider vergessen wir häufig die Konsequenzen für die Umwelt: Die Aufzucht von Christbäumen erfordert einen hohen Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden. Zudem wachsen die Tannen über mehrere Jahre heran und werden abgeholzt, um dann etwa zwei Wochen unsere Wohnzimmer zu schmücken. Wer an Weihnachten nicht auf einen Tannenbaum verzichten möchte, sollte ein paar Fakten beachten:

  • Die Nordmanntanne ist der Lieblingsbaum der Deutschen, denn sie verliert auch in beheizten Räumen nicht so schnell Nadeln. Leider ist die Tanne keine heimische Baumart, die in unserer Wäldern wächst, sondern muss durch Sonderkulturen angebaut werden. Heimische Fichten oder Kiefern sind da viel umweltschonender.
  • Bevorzugen Sie Bäume aus Durchforstung. In durchforsteten Waldgebieten werden einzelne Bäume gezielt gefällt, um den Baumbestand aufzulichten und zu verjüngen.
  • Beim Bio-Anbau werden keine chemischen Pflanzenmittel verwendet und das Düngen geschieht auf natürliche Weise. Achten Sie auf das Bio-Logo. Leider ist der ökologische Anbau von Bio-Tannen mit viel Aufwand verbunden, entsprechend sind die Bäume auch teurer.
  • Wem Kunsttannen lieber sind, weil sie sich über mehrere Jahre aufstellen lassen, sollte beim Kauf auf umweltfreundliches Material achten, das zu 100 Prozent recycelbar ist. Plastiktannen lassen sich zwar öfter nutzen, doch irgendwann landen sie auf dem Müll und belasten die Umwelt. Zudem erfordert die Herstellung von Plastikbäumen viele wertvolle Ressourcen und Energie. Insbesondere billige Plastikware ist in der Regel unter sehr umweltschädlichen Bedingungen hergestellt worden.
  • Welcher Baum – ob Kunst oder Natur – letztendlich die bessere Ökobilanz hat, ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Nutzt man beispielsweise eine kleine Kunsttanne mehrere Jahre, ist das besser als ein alljährlich abgeholzter Nadelbaum aus herkömmlicher Zucht.

Noch ein Tipp: Verzichten Sie beim Schmücken auf Schnee- und Glitzerspray sowie auf Lametta. Zum umweltverträglichen Christbaumschmuck passen Nüsse, Stoffbänder und Figuren aus Papier, Holz oder Stroh.