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Was passiert mit alten Weihnachtsbäumen?

Spätestens am Dreikönigstag, dem 6. Januar, landet unsere liebste Weihnachtsdeko, der Tannenbaum, auf der Straße. Glücklicherweise werden die meisten Bäume recycelt. Öfen- und Gartenbesitzer wissen meist selbst am besten, wie sich die Bäume weiterverwenden lassen. Allen anderen helfen die städtischen Abfallbetriebe. Entsorgungsfahrzeuge sammeln die Tannen ein und bringen sie zu Anlagen, in denen sie geschreddert werden und auf dem Kompost landen. Auf diese Weise werden die Bäume zur kostbaren Blumenerde weiterverarbeitet. In einigen Städten werden die Bäume in Müllverbrennungsanlagen gebracht, um aus der Hitze elektrischen Strom zu gewinnen.

Und was passiert mit den Bäumen, die an Heiligabend keinen Abnehmer gefunden haben? Da unverkaufte Tannenbäume weder geschmückt worden sind noch in beheizten Räumen Nadeln verlieren mussten, landen sie meistens im Zoo. Den Elefanten gelten sie wegen des „süßen“ Harzes als Delikatesse. Aber auch andere Zoo-Bewohner wie Nashörner, Ziegen oder Kängurus freuen sich über die Abwechslung auf dem Speiseplan.

Welcher Tannenbaum?

Rund 29 Millionen Weihnachtsbäume werden in diesem Jahr in deutschen Haushalten aufgestellt. So schön diese Tradition an Weihnachten auch ist, leider vergessen wir häufig die Konsequenzen für die Umwelt: Die Aufzucht von Christbäumen erfordert einen hohen Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden. Zudem wachsen die Tannen über mehrere Jahre heran und werden abgeholzt, um dann etwa zwei Wochen unsere Wohnzimmer zu schmücken. Wer an Weihnachten nicht auf einen Tannenbaum verzichten möchte, sollte ein paar Fakten beachten:

  • Die Nordmanntanne ist der Lieblingsbaum der Deutschen, denn sie verliert auch in beheizten Räumen nicht so schnell Nadeln. Leider ist die Tanne keine heimische Baumart, die in unserer Wäldern wächst, sondern muss durch Sonderkulturen angebaut werden. Heimische Fichten oder Kiefern sind da viel umweltschonender.
  • Bevorzugen Sie Bäume aus Durchforstung. In durchforsteten Waldgebieten werden einzelne Bäume gezielt gefällt, um den Baumbestand aufzulichten und zu verjüngen.
  • Beim Bio-Anbau werden keine chemischen Pflanzenmittel verwendet und das Düngen geschieht auf natürliche Weise. Achten Sie auf das Bio-Logo. Leider ist der ökologische Anbau von Bio-Tannen mit viel Aufwand verbunden, entsprechend sind die Bäume auch teurer.
  • Wem Kunsttannen lieber sind, weil sie sich über mehrere Jahre aufstellen lassen, sollte beim Kauf auf umweltfreundliches Material achten, das zu 100 Prozent recycelbar ist. Plastiktannen lassen sich zwar öfter nutzen, doch irgendwann landen sie auf dem Müll und belasten die Umwelt. Zudem erfordert die Herstellung von Plastikbäumen viele wertvolle Ressourcen und Energie. Insbesondere billige Plastikware ist in der Regel unter sehr umweltschädlichen Bedingungen hergestellt worden.
  • Welcher Baum – ob Kunst oder Natur – letztendlich die bessere Ökobilanz hat, ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Nutzt man beispielsweise eine kleine Kunsttanne mehrere Jahre, ist das besser als ein alljährlich abgeholzter Nadelbaum aus herkömmlicher Zucht.

Noch ein Tipp: Verzichten Sie beim Schmücken auf Schnee- und Glitzerspray sowie auf Lametta. Zum umweltverträglichen Christbaumschmuck passen Nüsse, Stoffbänder und Figuren aus Papier, Holz oder Stroh.