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Stromspar-Tipps für Singles

Rund 41 Prozent der Bevölkerung in Deutschland lebt allein. In Großstädten sind es sogar noch mehr. Da die meisten Singlehaushalte mit allen elektrischen Geräten ausgestattet sind, haben sie einen höheren durchschnittlichen pro-Kopf-Stromverbrauch als Familienhaushalte. Dieser liegt im Durchschnitt bei 1.400 Kilowattstunden (kWh) jährlich. Mit elektrischer Warmwasserbereitung kommt ein Singlehaushalt  auf 1.900 kWh pro Jahr. Zum Vergleich: In einem Haushalt mit 3 Personen liegt der durchschnittliche Stromverbrauch bei 2.600 kWh bzw. 4.000 kWh.* Wer alleine wohnt, hat also entsprechend Potenzial, um Strom zu sparen:

  • Steige auf energiesparende Geräte um, alte Geräte haben in der Regel einen zu hohen Stromverbrauch. Werfe bei Neuanschaffungen immer einen genauen Blick auf das Energieeffizienzlabel.
  • Achte bei einer Neuanschaffung nicht nur auf die Stromkosten, sondern behalte auch dein persönliches Nutzverhalten im Auge. Größere Geräte sind zwar meist energieeffizienter, kleinere Geräte sind aber im absoluten Verbrauch sparsamer. Soll heißen, einen energieeffiziente Kühlschrank mit A+++ in der XXL-Version benötigt nur eine Großfamilie.
  • Gleiches gilt für die Waschmaschine. Da diese nur angestellt werden sollte, wenn sie auch voll ist, empfiehlt sich für Alleinlebende eine Waschmaschine mit kleinerem Fassungsvermögen. Wer zusätzlich ein gutes Farbwaschmittel nutzt, muss die Wäsche nicht mehr farblich sortieren und kann mehr Wäsche gleichzeitig waschen. Das reduziert nicht nur den Strom- und Wasserverbrauch, sondern spart auch Zeit.
  • Da eine Spülmaschine deutlich weniger Wasser benötigt als das Spülen von Hand, lohnt es sich, sich als Single eine kleine Spülmaschine zuzulegen, die nicht so viel Geschirr fast. Denn auch hier gilt: Bitte nur anschmeißen, wenn voll.
  • Wer selten Zuhause ist, sollte besonders darauf achten, dass die Elektrogeräte nicht permanent im Stand-by-Modus laufen. Schaltbare Steckdosenleiste helfen dabei, Strom und Geld zu sparen.

*Quelle: Stromspiegel

Stromsparen beim Fernsehen

Im Durchschnitt läuft der Fernseher in deutschen Haushalten täglich vier Stunden. Kein Wunder also, dass die Unterhaltungselektronik zusammen mit der Kommunikationstechnik mittlerweile mit über 25% den größten Anteil am Stromverbrauch hat. Wer Strom sparen will, sollte aber nicht nur seinen Fernsehkonsum überdenken. Hier ein paar Tipps:

  • Große Geräte mit umfangreicher Ausstattung verbrauchen leider auch viel Strom. Wer darüber nachdenkt, sich ein neues Gerät anzuschaffen, sollte nicht nur auf die Energieeffizienzklasse achten, sondern auch überlegen, ob es unbedingt das größte Modell sein muss.
  • Geräte mit OLED-Bildschirm kommen ohne Hintergrundbeleuchtung aus und verbrauchen daher deutlich weniger Energie als LCD-Modelle.
  • Je heller der Bildschirm eingestellt ist, desto mehr Energie verbraucht der Fernseher.
  • Zusatzgeräte wie Spielkonsolen, DVD-Player oder Receiver sollten nur dann laufen, wenn sie wirklich benutzt werden. Eine Steckerleiste, auf der alle Geräte aktiv sind, verbraucht unnötig Strom.
  • Geräte im Standby-Modus treiben die Stromrechnung in die Höhe. Eine abschaltbare Steckdosenleiste sorgt dafür, dass alle Geräte bei Nichtnutzung tatsächlich vom Netz getrennt sind.
  • Oft läuft das TV-Gerät im Hintergrund ohne wirkliche Zuschauer. Das kostet Geld und belastet die Umwelt.
  • Wer von sich weiß, dass er gerne vor dem Fernseher einschläft kann einen Sleep Timer einstellen, der dafür sorgt, dass sich das Gerät zu einer bestimmten Uhrzeit ausschaltet.

Clever beim PC sparen

PCs können sehr viel Strom verbrauchen. Daher sollte man sich bereits vor der Anschaffung eines neuen Computers überlegen, wofür man den PC hauptsächlich nutzen wird. Denn je höher die Leistung eines Computers, desto mehr Strom verbraucht er.

So ist eine leistungsstarke Grafikkarte oder ein Prozessor mit hoher Taktfrequenz für Menschen, die ihren Rechner vor allem für Schreibarbeiten nutzen, unnötig. Hier reicht die Standardausstattung eines energiesparenden Computers völlig aus.

Zuhause oder im Büro lässt sich Strom sparen, wenn man den Rechner bei längeren Pausen in den Ruhezustand bzw. Sleep-Modus versetzt. Nicht benötigte Systemkomponenten, wie Bildschirm oder Festplatte, werden dann abgeschaltet. Den Computer aus dem Schlaf- oder Ruhemodus zu wecken, verbraucht außerdem weniger Strom, als ihn komplett hochzufahren. Über Nacht oder bei längeren Pausen sollte der PC allerdings heruntergefahren werden.

Auch das WLAN-Gerät sollte man überprüfen. Ältere Modelle funken sogar nachts, wenn der Computer ausgeschaltet ist. Neuere Router besitzen dagenen eine Nachschaltung. Damit lassen sich Zeiträume festlegen, in denen der Router das WLAN abschaltet. Tipp: Die Nachtschaltung kann man auch tagsüber aktivieren, wenn man nicht zuhause ist und kein WLAN benötigt.

Sparen bei Telefon, Fax und Co

Auch beim Schnurlostelefon lässt sich leicht Strom sparen: Beim Kauf sollte man immer auf den Energieverbrauch achten, denn da gibt es häufig noch große Unterschiede. Stiftung Warentest (2015) empfiehlt gute und energieeffiziente Geräte.

Eine Telefon-Anrufbeantworter-Kombination zieht immer weniger Strom als zwei getrennte Geräte. Am meisten kann man sparen, wenn man seinen Telefonanbieter mit einem Anrufbeantworter-Service im Netz beauftragt: Der Service ist günstiger als ein Gerät und kennt keine Standby-Verluste.

Unvermeidlich sind diese bei Faxgeräten, die immer betriebsbereit sein müssen, um Dokumente zu empfangen. Zwar sind Faxgeräte mittlerweile eher die Ausnahme, doch wer noch ein Faxgerät am Arbeitsplatz stehen hat, sollte auf einen niedrigen Stromverbrauch im Standby achten. Effiziente Faxgeräte benötigen nicht mehr als zwei Watt, Spitzenreiter sogar unter einem Watt. Besonders sparsam sind Geräte mit „Sleep-Modus“.

Tipp: Wer mit seinem Computer Faxe empfängt und versendet – das können PCs mittlerweile – spart sich die Betriebskosten für ein Faxgerät komplett.

Gepflegte Maschine, gepflegter Kaffee

Ältere Kaffeemaschine benötigen drei Viertel ihres Stroms für die Warmhaltefunktion und den Standby-Betrieb. Diesen überflüssigen Energieverbrauch können wir vermeiden, wenn wir das Gerät nach Gebrauch abschalten oder bei programmierbaren Maschinen eine möglichst kurze Ausschaltzeit wählen. Moderne energieeffiziente Modelle verfügen über eine Auto-off-Funktion und haben einen niedrigen Stand-by-Verbauch.

Damit die Kaffeemaschine lange lebt, sollte sie regelmäßig entkalkt werden. Dabei gilt, je härter der Wassergrad, desto häufiger ist eine Entkalkung erforderlich. Ein gutes Anzeichen dafür, dass es mal wieder soweit ist, ist wenn das Wasser eine sehr lange Durchlaufzeit benötigt und der unüberhörbare Geräuschpegel bei der Zubereitung.
Tipp: Bio-Kaffee wird auf besonders umweltverträgliche Weise hergestellt, denn der ökologische Landbau kommt ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel aus.

Mehrfachsteckdose: Mit einem Klick lassen sich alle Geräte vom Netz trennen

Geringinvestive Maßnahmen rechnen sich

Energiesparen beginnt in den eigenen vier Wänden. Mit geringen Maßnahmen können Eigenheimbesitzer ihr Zuhause auf mehr Energieeffizienz trimmen und auch noch den Wohnkomfort erhöhen. Hier drei Tipps:

1.    Mehrfachsteckdosen sind eine tolle Erfindung: Mit einem Klick lässt sich eine Menge Energie einsparen. Denn PC- und Unterhaltungselektronikgeräte verursachen im Standby-Modus bis zu 10 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs. Es lohnt sich also in jedem Fall, die Steckdose bei längerer Nichtnutzung, z.B. nachts, abzuschalten und alle Geräte vom Netz zu trennen.

2.    Eine weitere Möglichkeit den Energieverbrauch im Standby-Modus zu verhindern ist der Einsatz von Zeitschaltuhren. Die damit verbundenen Haushaltsgeräte schalten sich zu den programmierten Zeiten automatisch an und aus. Zeitschaltuhren eignen sich vor allem zur Steuerung von Geräten, die täglich zur gleichen Zeit genutzt werden, wie zum Beispiel die Kaffeemaschine. Kleiner Sicherheitstipp: Einbrecher lassen sich mit den Geräten gut an der Nase herumführen. So können Sie im Urlaub durch gezieltes An- und Ausschalten von Lampen, Fernseher oder Rollläden ein bewohntes Haus vortäuschen.

3.    Sind Sie vergesslich oder ein bisschen zu faul, das Licht hinter sich auszuknipsen? Hier helfen Präsenzschalter oder Infrarot-Bewegungsmelder. Die Geräte sorgen dafür, dass das Licht nur dann angeht, wenn es tatsächlich benötigt wird. Sie eignen sich besonders für den Keller, die Garage oder den Hausflur. Präsenzschalter reagieren mit Infrarotsensoren auf Körperwärme, Bewegungsmelder – wie der Name schon sagt –  auf Bewegung. Mit den Helfern lassen sich immerhin bis zu 25 Prozent Energie einsparen. Doch Vorsicht: Damit sich die Anschaffung eines solchen Gerätes wirklich lohnt, sollten Sie vorher den Eigenverbrauch checken. Der sollte nicht über einem Watt liegen.