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Apps zum Energiesparen

Apps können dabei helfen, unseren Alltag energieeffizienter zu gestalten. Wir stellen zwei Apps vor, die es bei den letzten Energy App Awords ins Finale geschafft haben:

1. „WATT für Dich“: Bewegung gegen Prämien

Ab sofort lassen wir das Auto stehen und gehen zu Fuß, denn jeder Schritt zählt. Energis, ein Verbund aus mehreren saarländischen Energieversorgern, bringt mit seiner kostenlosen Smartphone-App mehr Bewegung in unseren Alltag. Die App „Watt für Dich“ erfasst die körperliche Aktivität des Nutzers und rechnet sie in Energie um. Wer täglich mindestens 5000 Schritte schafft, erhält Bonuspunkte, die er gegen Prämien wie Kopfhörer, Kamera oder Kugelgrill eintauschen kann. Neben mehr Bewegung soll die App natürlich vor allem für Kundentreue sorgen.

1. eeMobility: Ganz leicht laden

Die wichtigsten Fragen für Fahrer von E-Autos: Wo befindet sich die nächste freie Zapfsäule? Wann ist die Elektrizität besonders günstig? Das Münchner Start-up eeMobility informiert rund ums Thema Elektromobilität und versorgt seine Kunden mit einfachen Ladelösungen. eeMobility wendet sich zunächst an Dienstwagenflotten von Unternehmen und stellt ihnen die passende Ladeinfrastruktur zur Verfügung: Es kümmert sich um Projektmanagement, Installation, Instandhaltung und Abrechnungen. Mit der eeMobility-App auf dem Handy lassen sich problemlos alle öffentlichen Ladestationen in Europa finden und freischalten und alle Verbrauchsdaten werden übersichtlich aufgelistet.

Jedes Jahr ein neues Handy?

Seit der Einführung des ersten iPhones vor ungefähr zehn Jahren, wurden über sieben Milliarden Smartphones produziert. Laut Greenpeace hat allein die Produktion in diesem Zeitraum weltweit rund 968 Terawattstunden Strom verschlungen. Das ist ungefähr so viel wie die komplette jährliche Energieversorgung Indiens.

Neben diesem großen Energieaufwand ist die Herstellung von Handys auch deshalb problematisch, weil die Geräte Edelmetalle und Metalle der seltenen Erden benötigen. Die Förderung und Verarbeitung der Rohstoffe geht häufig mit massiven Schäden für Mensch und Natur einher, und auch das spätere Recycling gestaltet sich schwierig.

In Anbetracht dieser Tatsache, sollten wir uns überlegen, ob wir zum Beispiel Verträge, die jedes Jahr ein neues Handy versprechen, wirklich benötigen, mahnt Greenpeace! Laut Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) haben nur zwölf Prozent der Deutschen ein Smartphone, das älter ist als zwei Jahre. 63 Prozent besitzen ein Handy, das nicht älter als ein Jahr ist.

Alte Handys gehören nicht auf den Müll.

Smartphones – Schwer entsorgbar 

Leider können bislang nur sehr wenige Stoffe aus einem Smartphone recycelt werden. So berichtet das Technik-Magazin Motherboard, dass von etwa 50 verbauten Elementen nur rund ein Dutzend wiederverwertet werden. Das ist bedauerlich, bedenkt man, dass ein Teil der Rohstoffe, aus zentralafrikanischen Krisenregionen stammen, und der Abbau oftmals unter furchtbaren Bedingungen für Mensch und Umwelt geschieht. Die sogenannten „Krisenmetalle“ und Seltenen Erden sind allerdings in so geringen Mengen in den Handys enthalten, dass die Rückgewinnung enorm aufwändig ist und sich daher nicht lohnt. Zudem enthalten die Smartphones viele giftigen Substanzen wie Arsen, Blei oder Quecksilber.

Da ein umfassendes Recycling nicht möglich ist, werden Smartphones üblicherweise repariert, aufbereitet und weiter verwendet.  Besonders langlebig sind die modernen Handys aber nicht: Laut Öko-Institut hat ein Smartphone eine durchschnittliche Lebensdauer von gerade einmal 2,5 Jahren.

Übrigens:  Rund 90 Millionen Handys schlummern ausrangiert in Deutschlands Schubladen. Diese enthalten rund 2 Tonnen Gold!

Sonnenbad fürs Handy

Smartphones haben sich in den vergangenen Jahren in ihrer Leistungsfähigkeit, Displaygröße und Auflösung stark entwickelt. Leider können die Fortschritte in der Akkutechnologie da kaum mithalten. Wer sein Handy oft und viel nutzt, dem geht der Saft schnell aus. Größere Akkus wären denkbar, lassen sich aber schwer in die immer flacher und leichter werdenden Handys integrieren.
Hersteller haben das Problem schon lange erkannt und tüfteln an verschiedenen umweltverträglichen Lösungen. Seit den 2010er Jahren gibt es beispielsweise Solar-Handys, also Handys, bei denen auf der Rückseite Solarzellen montiert sind. Die sollen den Energieverbrauch begrenzen und dafür sorgen, dass die Akkus auch unterwegs immer aufgeladen sind.
Produzenten wie Samsung und LG setzten damals große Hoffnungen auf Märkte in sonnenreichen Regionen. Der Trend hielt sich aber nicht lange, denn auch Solar-Handys kommen nicht ohne Steckdose und Ladegerät aus. Ein Dauerbetrieb nur mithilfe der Solarzellen ist insbesondere bei den stromhungrigen Smartphones bisher unmöglich. Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass der Energieaufwand zur Herstellung der Handys den Nutzen bei Weitem übertrifft. Ja, sogar der Umwelt eher schadet.
Es ist also unwahrscheinlich, dass sich der Trend so bald wiederbelebt.

Smart Strom sparen

Smartphones müssen – je nach Nutzverhalten – meist täglich aufgeladen werden. Braucht man sein Handy allerdings vor allem fürs Telefonieren und das Senden von SMS, können einige Funktionen justiert oder sogar ganz ausgeschaltet werden. Das spart Strom.

So verbrauchen Bildschirme, die auf der maximalen Helligkeitsstufe laufen, mit am meisten Strom. Schraubt man die Leuchtkraft des Displays etwas herunter, hält auch der Akku länger.

Oft nehmen wir das Smartphone nur in die Hand, um zu sehen, ob neue Nachrichten oder Anrufe eingegangen sind. In dem Fall lohnt es sich, die Abschaltdauer der Displaybeleuchtung (Dispaly-Timeout) möglichst kurz zu halten.

Ein großer Stromverbraucher ist der WLAN-Empfänger. Damit die Suche nach Funknetzwerken nicht unbemerkt den Akku leer saugt, sollte die Funktion außerhalb der Reichweite eines WLAN-Netzwerkes deaktiviert werden. Das gleiche gilt für Bluetooth und die GPS-Ortung, auch diese Funktionen sollte nur bei Bedarf angeschaltet werden.

Ebenfalls verkürzt häufiges An- und Ausschalten des Handys die Akkulaufzeit, den bei jedem Einschalten braucht das Gerät Strom, um sich in das jeweilige Mobilfunknetz einzubuchen.
Strom sparen lässt sich zudem, wenn man Spielereien wie die Tastentöne, animierte Hintergründe oder Handyspiele ausschaltet.

Akkupflege verlängert die Lebensdauer.

So bleibt der Akku fit

Akkus in Smartphones, Digitalcameras oder Notebooks haben nur eine begrenzte Lebensdauer. Neuere Modelle machen etwa 700 bis 1.000 Ladevorgänge mit, bevor ihre Kapazität auf unter 90 Prozent sinkt. Werden sie falsch gelagert oder aufgeladen, kann sich die Lebensdauer jedoch verkürzen.
Akkus sollten daher nie komplett entladen oder maximal aufgeladen werden. Optimal ist eine Ladekapazität zwischen 30 und 70 Prozent. Nach dem Ladevorgang ist es wichtig, den Akku vom Ladegerät zu trennen, das verhindert die vorzeitige Alterung und spart Strom.
Die Speichergeräte mögen zudem keine extremen Temperaturschwankungen. Deshalb das Smartphone und andere mobile Geräte nie direkt der Sonne ausliefern oder im heißen Auto liegen lassen. Auch bei extremen Minustemperaturen im Winter altern die Zellen schneller.

Das Handy nach dem Aufladen immer vom Netz nehmen.

Wie teuer ist eigentlich das Smartphone-Laden?

Telefonieren, Musik hören per MP3-Player, Apps aufrufen, Fotografieren und Internetsurfen: Wer sein Smartphone häufig nutzt, muss es auch täglich aufladen. Kein Wunder also, dass viele Verbraucher hohe Kosten für das Laden ihrer Geräte befürchten. So rechnen einer TNS-Emnid-Umfrage (September 2013) zufolge die meisten Deutschen mit mehr als 80 Euro im Jahr. Noch höhere Stromkosten werden beim Tablet-PC erwartet. Hier geht der Durchschnitt der Befragten von jährlich knapp 120 Euro nur fürs Aufladen aus.

Große Stromanbieter winken ab, die Sorgen seien unbegründet: Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass das tägliche Aufladen von Smartphones weniger als zwei Euro im Jahr kostet. Bei Tabletts sind es etwa vier Euro. Zahlen, die auch die Verbraucherzentrale bestätigt. Zum Vergleich: Ein zehn Jahre alter Kühlschrank kann es leicht auf 500 Kilowattstunden im Jahr bringen – das macht etwa 130 Euro.

Dennoch sollten Sie Smartphone und Co nach dem Laden immer samt Ladegerät vom Netz nehmen. Die Akkulader verbrauchen nämlich auch noch dann Strom, wenn keine Geräte mehr dranhängen.