Schlagwort-Archiv: regionale Produkte

Eigenes Gemüse anbauen in der Stadt

Angehende Gemüse-Gärtner und Stadtmenschen aufgepasst: Wer schon immer sein eigenes Gemüse anpflanzen und ernten wollte, aber keinen grünen Daumen hat oder von langfristigen Schrebergartenpachtverträgen und Kleingartenverordnung nichts hält, kann von Mai bis November einen Gemüsegarten mit Rund-um-Service mieten. „Meine Ernte“ bietet deutschlandweit in 20 Städten die Möglichkeit, ein Stück Land mit Gemüse zu bewirtschaften.

Die Vorbepflanzung mit über 20 Gemüsearten — von Bohnen bis Zwiebel — übernehmen Profis. Hobby-Gärtner können dann nach Herzenslust hegen, pflegen, ernten und nachpflanzen. Das hat mehrere Vorteile: Gartenarbeit in der Natur ist erholsam und macht glücklich und der Anbau von regionalem und saisonalem Gemüse entlastet die Umwelt. Keine Sorge, der Garten braucht keine tägliche Zuwendung,  2-3 Stunden Aufmerksamkeit pro Woche reichen aus.

Wer einen Garten bucht, bekommt zudem die komplette Ausrüstung wie Gartengeräte und Gießwasser gestellt. Die Rundumbetreuung durch das „Meine Ernte-Team“ unterstützt bei der Gartenarbeit und beantwortet alle Fragen. Buchbar sind kleine Gemüsegärten mit etwa 45 qm für 229 Euro, oder Familien-Gemüsegärten mit 90 qm für 439 Euro pro Saison. Alle Infos gibt es hier.

Zu Weihnachten eine Bio-Gans

Weihnachten ohne die traditionelle Weihnachtsgans ist für viele von uns undenkbar. Immerhin 90 Prozent aller Gänse werden in der Adventszeit gekauft.

Wer mit gutem Gewissen einen Gänsebraten zum Weihnachtsfest zubereiten möchte, sollte ein Tier aus regionaler und artgerechter Freilandhaltung kaufen. Ein Biolabel gibt eine gewisse Sicherheit, dass die Tiere gesund gefüttert werden, genügend Platz haben und nicht unnötig mit Medikamenten behandelt werden. Dagegen stammt das billige Fleisch aus Polen oder Ungarn leider häufig von Gänsen, die auf engstem Raum leben und qualvoll gemästet werden. Zudem schneidet die die CO2-Bilanz solcher Tiere aufgrund des Transports schlechter ab.

Folgende drei Anbieter sind von Öko-Test mit einem „Sehr gut“ bewertet worden:

  • Landwirtschaftsbetrieb Heiko Müller, die Bio-Gans ist erhältlich bei Denn‘s Biomarkt, zertifiziert von Bioland.
  • Hof Kunath, die Bio-Gans ist erhältlich bei Denn‘s Biomarkt, zertifiziert von Demeter.
  • Bühler Bio-Gans, erhältlich bei Basic, zertifiziert von Bioland.

Nachhaltig und effizient auf Reisen gehen!

Endlich wieder Urlaubszeit! Obwohl wir uns im Alltag sehr viel Mühe geben, eine nachhaltige Lebensweise zu pflegen – wir lieben Bio, fahren Fahrrad und schauen beim Kauf eines Elektrogerätes auf das Energielabel – werden viele von uns auf Reisen zu kleinen Umweltsündern.  Hier ein paar Tipps, wie man sich auch nachhaltig im Urlaub verhalten kann:

  • Am Urlaubsziel sollte man das Auto ruhig mal stehen lassen und die Gegend zu Fuß oder mit einem Leihrad erkunden. Auch öffentliche Verkehrsmittel sind statt eines Mietwagens zu empfehlen.
  • Pflegeartikel in Minigrößen sind schnell aufgebraucht und verursachen viel mehr Plastikmüll als normale Größen.
  • Auch in den Ferien sollte auf einen geringen Wasserverbrauch achten, d.h. auch im Urlaub muss man nicht stundenlang unter der Dusche stehen.
  • Das Handtuch im Hotel gerne öfter als einmal benutzen, damit es nicht so oft gewaschen werden muss.
  • Im Urlaub regional und saisonal essen. Wer die lokale Küche ausprobiert, lernt auch das Urlaubsland besser kennen.
  • Eine Klimaanlage im Hotelzimmer verbraucht viel Strom. Wer jedoch nicht darauf verzichten kann, sollte darauf achten, sie beim Verlassen des Zimmers abzuschalten. Um zu verhindern, dass sich die Räume aufheizen, lieber die Fenster tagsüber geschlossen halten und mit Rollos oder Jalousien abdunkeln.

Die große Silvester-Sause

Eine klimafreundliche Party ist nur etwas für Öko-Spinner? Falsch! Eine tolle Silvester-Party schmeißen und trotzdem an Energieeffizienz und Umwelt denken, das geht. Hier ein paar Tipps:

  • Die Einladungen erfolgen natürlich papierlos über Facebook, WhatsApp oder das Telefon.
  • Die Gäste sollten mit dem öffentlichen Nahverkehr oder dem Fahrrad anreisen. Hilfreich sind daher schon ein paar Infos vorab, wie man am besten zur Party gelangt.
  • Wenn die Anfahrt per Bus oder Bahn nicht geht, sollten Fahrgemeinschaften gebildet und vermittelt werden.
  • Luftschlangen, Konfetti, Luftballons landen am nächsten Tag sowieso wieder auf dem Müll. Lieber Girlanden aufhängen, die man noch für die nächste Party verwenden kann
  • Für die richtige Dekoration und Stimmung sorgen Solar- oder LED-Lichterketten.
  • Sind alle Gäste da, kann die Heizung während der Party ruhig ein paar Grad heruntergedreht werden – ausgelassenes Tanzen sorgt für die richtige „Temperatur“.
  • Das Buffet sollte nicht aufwendig gekocht sein: Fingerfood spart große Spülaktionen hinterher.
  • Vegetarische Häppchen aus regionalem und biologischem Anbau sind besonders klimafreundlich.
  • Auch die Drinks können gerne regional sein: Vom deutschen Schnaps über das Bier zum Bio-Wein.
  • Im Winter kann man die Getränke sehr gut auf dem Balkon kühlen.
  • Auf Pappbecher und Pappteller sollte wenn möglich verzichtet werden, Freunden stellen bestimmt gerne leihweise Geschirr und Besteck zur Verfügung.
  • Weniger Müll produziert, wer seinen Becher mit dem Namen beschriftet. Das funktioniert auch mit Gläsern. Der Permanentmaker lässt sich hinterher leicht mit Alkohol entfernen.
  • Nach der Party das übriggebliebene Essen nicht in Alufolie wickeln, sondern in Frischhalteboxen aufbewahren oder den Gästen mitgeben.
  • So toll die Party auch war, am nächsten Tag wartet das große Aufräumen. Wenn Freunde dabei helfen, geht es schneller und macht mehr Spaß. Benutzen Sie biologisch abbaubare Reinigungsmittel wie Essigreiniger und denken Sie an die Mülltrennung.

Und nun viel Spaß beim Feiern!

Frisch auf den Teller

Im Supermarkt erhalten wir das ganze Jahr über alles, was das Herz begehrt. Daher wissen wir oft nicht, wann heimisches Obst und Gemüse Saison hat. Es lohnt sich allerdings, mal darüber nachzudenken, was so in unserem Einkaufswagen landet. Denn frisches, regionales Obst und Gemüse schmeckt nicht nur besser, es schont dazu die Umwelt.

So haben regionale Produkte weitaus kürzere Transportwege und belasten das Klima weniger, als Produkte, die aus der Ferne importiert werden müssen. Der saisonale Anbau im Freiland spart außerdem die Energie, die für den Anbau in beheizten Gewächshäusern benötigt wird.

Weiterer Vorteile: Frisch und reif geerntete Früchte haben den höchsten Gehalt an Vitaminen und Nährstoffen, und sie können ihr Aroma voll entwickeln. Außerdem ist regionales Obst und Gemüse in der Saison viel günstiger als teure Flugimporte. Daher sollten wir immer mal einen Blick auf den heimischen Saisonkalender werfen:

Im Frühjahr ist die Auswahl bei Obst und Gemüse zwar noch nicht sonderlich groß, aber ab Ende April können wir uns auf die Spargelzeit freuen und frischen Rhabarber genießen. Auch Spitzkohl und der Vitamin-C-Lieferant Spinat sind im Frühling frisch zu haben.