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die Deutschen Europameister im Mülltrennen sind?

Deutschland hat in Sachen Mülltrennung die Nase vorn. Nirgendwo in Europa wird so viel Recycling betrieben wie bei uns: Im Schnitt 415 Kilogramm Wertstoffe jährlich führt jeder Deutsche der Wiederverwertung zu. Gefolgt werden wir von der Schweiz (382 Kilogramm) und Dänemark (372 Kilogramm).

Bleiben noch rund 213 Kilogramm Restmüll jährlich, den die Deutschen pro Kopf laut des Hamburgischen Wirtschaftsinstituts produzieren. Damit haben wir zwar ein relativ hohes gesamtes Müllaufkommen, da wir aber vergleichsweise viel recyceln, gehen zumindest weniger Ressourcen endgültig verloren, so das HWWI.

Quelle: Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO und Hamburgisches Weltwirtschaftsinstitut (HWWI)

Mülltrennung, aber richtig

Was gehört in die blaue, gelbe, grüne oder schwarze Tonne? Bei der Vielzahl an bunten Mülltonnen verliert man leicht den Überblick. Trotzdem sollten wir uns nicht entmutigen lassen, denn wer richtig trennt, leistet einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. So erfordert das Einschmelzen von Altglas oder das Recycling von Altpapier weniger Energie als die Herstellung von neuen Produkten.

Hier ein paar Tipps für die richtige Abfalltrennung:

• Papier, Glas, Leichtverpackungen, Bio- und Restmüll gehören auf jeden Fall getrennt.
• Papier, Pappe und Kartons wandern in den blauen Behälter. Tetra-Paks zählen allerdings nicht dazu, die fliegen in die gelbe Tonne. Auch benutzte Küchentücher und Servietten wandern ins Altpapier, dagegen kommen stark verschmutzte Taschentücher am besten in den Restmüll.
• In die gelbe Tonne gehören alle Leichtverpackungen aus Kunststoff oder Metall— also alles, das nicht aus Glas oder Papier ist.
• Verpackungen müssen nicht ausgespült werden, das verbraucht unnötigerweise Wasser.
• Glas, etwa Einwegflaschen oder Konservengläser, gehören in spezielle Altglas-Container. Hier lässt sich meistens nochmal zwischen Grün-, Weiß- oder Braunglas trennen. Blaue Flaschen kommen übrigens ins Grünglas.
• Etiketten aus Papier und Kunststoff dürfen an den Flaschen dranbleiben, Verschlüsse gehören in den gelben Sack.
• Porzellan, Keramik, Trinkgläser (egal welcher Farbe) oder alte Glühbirnen gehören nicht in die Glas-Container, sondern in die schwarze Tonne für Restmüll. Hier landet der nicht verwertbare Hausmüll, darunter Windeln, Zigarettenkippen oder Hygieneartikel.
• Für biologisch abbaubare Abfälle ist die Biotonne zuständig. Dazu gehören Lebensmittelabfälle, verdorbene Nahrungsmittel, Knochen aber auch Kaffeefilter oder Teebeutel.
• Schadstoffe, Elektro- und Metallschrott sowie Bauschutt gehören niemals in den Hausmüll, sondern müssen speziell entsorgt werden. Das gleiche gilt für Batterien.

Fazit: Sorgsame Trennung hilft beim Recycling und schont damit wertvolle Ressourcen, an erster Stelle sollte allerdings immer die Abfallvermeidung stehen.