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Spar dir den Aufzug!

Etwa 700.000 Fahrstühle gibt es schätzungsweise in Deutschlands Wohnhäusern, Büros, Einkaufszentren, U- und S-Bahnen etc. Wie viel Strom ein Aufzug benötigt, ist von vielen Faktoren abhängig: der Art des Fahrstuhls, seiner Nutzung, seines Alters und so weiter.

Beispielsweise hatten Aufzüge vor 30 Jahren aufgrund von geringeren Sicherheitsanforderungen sowie einfacher Ausstattung und Steuerung einen recht niedrigen Standby-Verbrauch. Bei den heutigen Aufzügen ist dieser zwar vergleichsweise hoch, dafür ist der Stromverbrauch für die Fahrten dank moderner und effizienter Technik mittlerweile gesunken.
Durchschnittlich verursachen Aufzüge etwa 3 bis 8 Prozent des Stromverbrauchs eines Gebäudes. Für alle Aufzugsanlagen in Deutschland kommt man damit auf einen Stromverbrauch von etwa 1.300 GWh im Jahr. Dafür müsste ein durchschnittliches Kohlekraftwerk rund drei Monate Strom erzeugen.

Unser Tipp: Wer nicht wirklich auf einen Fahrstuhl angewiesen ist, sollte häufiger
die Treppe nehmen. Damit tut man nicht nur was für die Umwelt, sondern auch
für seine Gesundheit. Fünf Minuten Treppensteigen verbrauchen etwa 50
Kalorien, und wir trainieren unsere Bein- und Pomuskulatur!

Quellen: Öko-Institut, Fraunhofer-Institut

Ein Leistungssportler kann eine Momentanleistung von rund 500 Watt erbringen.

Energieumsatz beim Menschen

Der Stromverbrauch (elektrische Arbeit) wird in Kilowattstunden (kWh) erfasst und abgerechnet. Die Maßeinheit kWh kann allerdings auch den Energieumsatz des Menschen angeben. Wussten Sie schon, dass …

•    ein gesunder junger Mensch eine körperliche Leistung von maximal 100 Watt im Jahr erbringen kann.

•    ein Leistungssportler es auf eine Momentanleistung von rund 500 Watt bringen kann. In einer Stunde könnte er es also etwa 500 Wh (oder 0,5 kWh) schaffen.

Das würde bedeuten, dass der Leistungssportler 8.000 Stunden (das ist fast ein ganzes Jahr) ununterbrochen Höchstleistung erbringen müsste, um die Arbeit zu leisten, die ein durchschnittlicher 4 Personen Haushalt an elektrischer Energie im Jahr benötigt – also etwa 4.000 kWh!

Zu Weihnachten steigt der Strombedarf in der Regel.

Die „Weihnachtsgans-Spitze“

Vor allem an Weihnachten lässt sich ein überdurchschnittlicher Stromverbrauch in Deutschland nachweisen. Laut BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft hängt dies u.a. mit der „Weihnachtsgans-Spitze“ zusammen.
So steigt am ersten Weihnachtstag der durchschnittliche Stromverbrauch pro Haushalt um rund ein Drittel, von neun auf 12 Kilowattstunden (kWh). Wenn man dies auf 40 Millionen deutsche Haushalte hochrechnet, entspricht das einem Verbrauchszuwachs von 120 Mio. kWh. Mit dieser Energie könnten ein Jahr lang 34.000 Haushalte (mit jeweils drei Personen) versorgt werden. Zum Beispiel trägt die dauerhafte Weihnachtsbeleuchtung  ihren Teil zu einem höheren Strombedarf bei.

Durch kleine Maßnahmen lässt sich der Mehrbedarf zumindest teilweise kompensieren, ohne das die Weihnachtsstimmung leidet. So sollte bei der Weihnachtsbeleuchtung der Stand-By Betrieb vermieden werden. Günstig sind hier außerdem Zeitschaltuhren, und wer statt des normalen Lichtschlauchs mit einer LED-Lichterkette dekoriert, verbraucht bis zu 80 Prozent weniger Strom. Außerdem sollte man beim Backen und Kochen auf den Verbrauch achten. So empfiehlt es sich beim Kochen immer einen Deckel zu verwenden.

Weitere Spartipps gibt es hier! 

Wie errechnet sich eine kWh?h

Was ist eine kWh?

Der Stromverbrauch wird in Kilowattstunden (kWh) erfasst und abgerechnet. Aber was genau versteht man unter einer kWh?

Die elektrische Leistung eines Elektrogerätes wird in Watt (W) angegeben. Diese Leistungsfähigkeit, die in der Regel auf den Typschildern der Geräte abzulesen ist, entscheidet allein aber noch nicht über den Verbrauch bzw. die Höhe der Stromrechnung. Ausschlaggebend ist die elektrische Arbeit (oder elektrische Energie). Sie entspricht der „Arbeit“, die ein Gerät mit einer definierten Leistung innerhalb einer bestimmten Zeit verrichtet.

Beispiel: Ein elektrischer Haartrockner mit einer Nennleistung von 1.000 W (oder 1 kW) wird über einen Zeitraum von 5 Minuten (0,05 Stunden) betrieben. Er verbraucht 50 Wh oder 0,05 kWh. (Berechnung: 1000 W x 0,05 h = 50 Wh).