Schlagwort-Archiv: Klimaschutz

Saisonkalender für den Herbst

Regional und saisonal angebautes Obst und Gemüse schmeckt nicht nur besser, es vermeidet auch unnötige Umweltbelastung durch weite Transportwege, energieaufwendige Kühlung und den Anbau im Gewächshaus.

Gerade im Herbst lässt dich auf ein großes Vielfalt an heimischen Gemüse- und Obstsorten zurückgreifen. Beim Obst haben beispielsweise Äpfel, Birnen, Quitten, Zwetschgen und Weintrauben jetzt Hauptsaison. Zum typisches Herbstgemüse zählen Kürbis, Rüben, Wurzel- und Kohlgemüse oder die Rote Bete. Auch viele Salatsorten haben jetzt Saison. Welches Obst und Gemüse ab September angesagt ist, und wie man es zu leckeren Rezepten verarbeitet, zeigt der Saisonkalender.

Jeden Tag ein bisschen Umweltschutz

Jeder von uns kann und sollte täglich einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Hier ein paar Ideen, wie wir uns umweltbewusster verhalten können:

  • Das Auto öfter stehen lassen und aufs Fahrrad steigen: Legen wir jeden Tag 3 Kilometer mit dem Rad statt dem Auto zurück, ersparen wir der Umwelt ¼ Tonne CO2 im Jahr.
  • Ein schmutzige Auto wird in der Waschanlage umweltfreundlicher sauber als bei der Reinigung mit der Hand. Wir sparen die Hälfte an Wasser.
  • Auch der Abwasch zu Hause sollte professionell erledigt werden: Die Spülmaschine benötigt weniger Wasser und Energie als die Handwäsche. Achtet aber darauf, dass die Spülmaschine ausgelastet ist, bevor ihr sie anmacht.
  • Im Badezimmer können wir jede Menge Energie und Wasser sparen, wenn wir duschen, statt ein Bad zu nehmen. Außerdem gehört der Wasserhahn beim Einseifen oder beim Zähneputzen zugedreht.
  • Viele Kosmetikartikel, Shampoos und Peelings enthalten kleine Plastikteilchen, sogenanntes Mikroplastik, das über das Abwasser die Umwelt verschmutzt. Deshalb Pflegeprodukte sparsam einsetzen oder lieber gleich Naturkosmetik kaufen.
  • Verwendet zu Hause und im Büro Energiesparlampen. Die verbrauchen bis zu Dreiviertel weniger Energie als die herkömmliche Glühbirne.
  • Achtet im Büro auf den Papierverbrauch. Emails und andere Dokumente sollten nur ausgedruckt werden, wenn sie wirklich benötigt werden.
  • Wer den Kaffee-to-go nicht aus dem Pappbecher sondern aus dem Mehrwegbecher trinkt, erspart der Umwelt jede Menge Müll.
  • Nicht-Vegetarier können einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten, wenn sie ihren Fleischkonsum reduzieren. Immerhin muss sich die Tierzucht für 70 Prozent der landwirtschaftlichen Treibhausgasemissionen verantworten.

„Klimaschutz in Zahlen“

Deutschland hat sich zwar eine ambitionierte Klimaschutzpolitik auf die Fahnen geschrieben, dennoch übersteigen unsere Pro-Kopf-CO2-Emissionen mit rund 9,6 Tonnen den internationalen Durchschnitt von 4,9 Tonnen um mehr als das Doppelte. Hinzu kommt, dass ein großer Teil der CO2-Emissionen in Schwellenländern auf die Produktion von Exportgütern für Industrieländer zurückzuführen ist, was die konsumbasierten deutschen Emissionen nochmal um elf Prozent steigen lässt.

CO2, das unter anderem durch das Verbrennen von fossilen Energieträgern entsteht, ist die Hauptursache für den weltweiten Klimawandel, in dessen Folge es zu extremen Wetterereignissen wie Dürren, Überschwemmungen und anderen Naturkatastrophen kommt. Für Mensch, Umwelt und Wirtschaft sind die Auswirkungen des Klimawandels verheerend. Umso dringender ist Entwicklung weg von fossilen Energieträgern hin zur klimafreundlichen Energieerzeugung.

In der aktuellen Broschüre „Klimaschutz in Zahlen“ informiert das Umweltbundesamt über die wichtigsten Fakten, Trends und Zahlen der deutschen Klimapolitik, darunter die Entwicklung der jährlichen Treibhausgasemissionen, Investitionen in Klimaschutz oder die Ziele der Klimapolitik. Die Broschüre ist allgemeinverständlich und für eine breite Öffentlichkeit gedacht. Eine Vielzahl von Graphiken und Tabellen veranschaulichen die wichtigsten Daten und Fakten.

Klimaschutz in Zahlen 2017

Bildquelle: BMUB

 

Wie schwer ist dein ökologischer Rucksack?

Das Wuppertal Institut hat einen Rechner entwickelt, mit dem wir ganz fix unseren ökologischen Rucksack ausrechnen können. Doch was genau versteht man darunter?

Der ökologische Rucksack ist ein Maßstab für die Energie und die Menge an natürlichen Rohstoffen, die wir infolge unseres persönlichen Lebensstils verbrauchen. Betrachtet wird dabei die Umweltbelastung, die mit dem Konsum von Produkten und Dienstleistungen einhergeht, einschließlich ihrer Herstellung, Nutzung und Entsorgung. Faustregel dabei ist: Je mehr Rohstoffe und Energieverbrauch in einem Erzeugnis stecken, desto mehr Schäden bedeutet das für die Umwelt.

Um den ökologischen Rucksack zu berechnen, wird das Eigengewicht eines Produktes von seinem gesamten Ressourcenverbrauch entlang seiner Lebenszeit abgezogen. So hat ein 80 Gramm schweres Handy einen Öko-Rucksack von 75,3 Kilogramm (Quelle: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH). Das Eigengewicht des Gerätes wird also um fast das Tausendfache überstiegen. Anders ausgedrückt: Die Herstellung, Nutzung und Entsorgung von Handys führt zu hohen Umweltschäden.

Wie schwer ist dein persönlicher ökologischer Rucksack? Wer möchte, nimmt sich 10 Minuten Zeit, um ein paar Fragen zu den Lebensbereichen Wohnen, Freizeit, Mobilität und Ernährung zu beantworten. In der anschließenden Auswertung erfährst du, wie schwer dein Rucksack ist und wo sich Verbesserungspotenzial für einen nachhaltigeren Lebensstil verbirgt.

Enteiser im Winter vermeiden!

Vereiste Autoscheiben im Winter sind eine lästige Angelegenheit. Enteisungssprays für Scheiben und Schlösser versprechen schnelle Abhilfe, sind gegen dicke Eisschichten allerdings auch machtlos. Außerdem sind Enteiser nicht umweltfreundlich: Die Sprayflaschen enthalten u.a. klimaschädliche Treibgase. Viele Autofahrer starten auch gerne erst den Motor und das Heizgebläse, bevor sie mit dem Eiskratzen beginnen. Das ist verboten und kostet Bußgeld, da es Abgase und Lärmbelästigung verursacht.

Tipp: Spezielle Abdeckfolie verwenden. Diese werden am Abend auf der Frontscheibe angebracht und halten die Scheibe eisfrei.

 

Klimafreundlich verpackt

Egal ob Weihnachten, Geburtstage oder Hochzeiten: Gelegenheiten fürs Schenken gibt es viele. Eine hübsche Verpackung gehört zwar dazu und erhöht die Vorfreude, landet leider aber schon nach wenigen Sekunden im Müll. Statt Geschenke also immer nur in gekauftes Papier zu wickeln, werden Sie ruhig kreativ. Recycelte Geschenkverpackungen sehen nicht nur toll aus, sondern schonen die Umwelt und den Geldbeutel.

  • In einem schönen Stoffbeutel oder einer Box wird die Verpackung selbst zum Teil des Geschenks. Stofftaschen lassen sich zudem sehr einfach selbst schneidern. Nutzen Sie dazu Stoffreste aus alten Hemden, Vorhängen, Bettwäsche oder Handtüchern.
  • Wer nicht nähen möchte, wickelt das Geschenk gleich in die Stoffreste ein.
  • Alte Zeitungen geben ebenfalls eine stylische Verpackung ab, dafür bewahren Sie einfach Zeitungsseiten mit hübschen Bildern auf. Auch alte Stadtpläne, Tapetenreste oder Kalenderblätter eignen sich als Geschenkpapier.
  • Bunte Prospekte lassen sich schnell in Geschenk-Tüten verwandeln. Bastelanleitungen gibt es im Internet.
  • Lassen Sie ihre Kinder Altpapier bemalen oder mit Kartoffeldruck verzieren.
  • Zum Schluss der Klassiker: Wickeln Sie Ihre eigenen Geschenke sorgsam aus und verwenden Sie das Papier einfach nochmal.

Sparsame Schriftart

Arial, Times New Roman oder lieber Comic Sans? Die meisten von uns haben eine Lieblingsschrift beim Tippen. Doch kaum einer weiß, dass sich mit der Wahl der richtigen Schriftart Geld und Energie einsparen lassen. So benötigt die Schrift „Century Gothic“ 31 Prozent weniger Toner beim Drucken als „Arial“, wie ein niederländisches Unternehmen herausfand. Das liegt daran, dass „Century Gothic“ etwas kleinere und schmalere Buchstaben nutzt als „Arial“. Mit der richtigen Schrift muss also die Druckerpatrone seltener ausgewechselt werden und wir benötigen weniger Papier. Davon profitiert neben der Umwelt auch der Geldbeutel.

Die Kostenersparnis hängt selbstverständlich von der Anzahl der Blätter ab, die man täglich druckt und könnte insbesondere für Firmen interessant sein. Bei 25 gedruckten Seiten pro Tag  macht das etwa 18 Euro im Jahr. Dieses Potenzial erkannte auch die amerikanische Uni von Wisconsin-Green Bay und stellte ihre  gesamte Korrespondenz auf die sparsame Schrift um.

Tipp: Der einfachste und umweltfreundlichste Weg Kosten zu sparen ist natürlich, weitestgehend aufs Drucken zu verzichten.

eine Kuh am Tag bis zu 300 Liter Methan produziert?

Kühe gelten als große Klimasünder, denn sie produzieren bei der Verdauung jede Menge umweltschädliches Methan. Allein die Milchkühe in Deutschland sind verantwortlich für einen Ausstoß von 14 Millionen Tonnen Methan im Jahr. Dieses Treibhausgas trägt bis zu 25 Mal stärker zur Erwärmung der Atmosphäre bei als Kohlendioxid.

Dabei könnte das ausgestoßene Methangas in der Biogasanlage zur Gewinnung von Strom und Wärme genutzt werden. Wissenschaftler suchen schon lange nach einer Methode, um die Abgase, die die Kühe produzieren, einzufangen und sie in kostbares Biogas umzuwandeln. Mit den 300 Litern Methan, das eine Kuh am Tag produziert, ließe sich zum Beispiel ein Kühlschrank 24 Stunden betreiben.

Bisher haben die Agrarforscher allerdings noch keine effiziente Zapfmethode gefunden, um die Kuhabgase in unsere Stromversorgung zu integrieren.

Weiter ist nicht unbedingt besser

Bald ist es wieder soweit, der heiß ersehnte Urlaub steht vor der Tür. Die meisten von uns freuen sich das ganze Jahr über auf Sommer, Sonne und Strand. Leider gehört unsere Lieblingsjahreszeit nicht gerade zu den klimafreundlichsten. Vor allem lange Flugreisen verursachen große Mengen an schädlichen Treibhausgasen – umso länger der Flug, umso höher die Kohlenstoffdioxid-Emissionen. Zum Vergleich: Die Reise (Hin- und Rückflug) von Deutschland nach Barcelona verursacht etwa 870 kg CO2, das Fliegen nach New York bereits 3650 kg und nach Sydney sogar fast 15000 kg.
Aber nicht nur das CO2 aus verbranntem Kerosin wirkt sich negativ auf die Umwelt aus. In großer Höhe verursachen Flugzeuge auch Schleierwolken, die zur Klimaerwärmung beitragen und die Abgase bilden das Treibhausgas Ozon.
Bevor wir also unseren Urlaub buchen, sollten wir uns Gedanken über unser Reiseziel machen. Wenn wir den größten Teil unserer Zeit faul am Strand verbringen wollen, müssen wir dafür nicht gleich um die halbe Welt jetten. Und wem Nord- oder Ostsee zu frisch oder zu wenig mediterran erscheinen, der findet in Mittelmeerländern wie Frankreich oder Italien wunderbare Urlaubsziele mit reichhaltigem Kulturangebot.
Noch ein Hinweis: Zwar locken viele Billigflieger mit Schnäppchenpreisen, aber gerade bei kürzeren Strecken bilden Bus und Bahn oftmals günstige und vor allem sehr viel umweltfreundlichere Alternativen.

die durchschnittliche Bürotemperatur aus den 1960ern stammt?

Wer kennt das Büro-Phänomen nicht: Während die Herren auch Winter im T-Shirt vorm PC sitzen oder unter Hemd und Krawatte schwitzen, klagen die Damen über kalte Finger und würden sich am liebsten in eine Decke wickeln.

Das hat einen guten Grund, wie zwei Forscher der Universität Maastricht kürzlich in einer Untersuchung heraus fanden: Die Durchschnittstemperatur in den meisten Büros basiert auf einer Formel aus den 60er Jahren, die auf die Bedürfnisse eines 40-jährigen Mannes von 70 Kilo Gewicht zugeschnitten sind. Also aus einer Zeit stammt, in der Frauen am Arbeitsplatz eher zu den Ausnahmeerscheinungen gehörten und daher erst gar nicht in irendwelche Rechnungen miteinkalkuliert wurden.

Mittlerweile hat sich die Situation aber geändert und die Forscher sprechen sich dafür aus, das Klima im Büro an die modernen Verhältnisse anzupassen. Während Männer eine Raumtemperatur von 21 Grad bevorzugen, fühlen sich Frauen bei warmen 24 Grad am wohlsten. Frauen frieren nun einmal schneller, weil sie meist weniger wiegen, einen höheren Körperfettanteil und einen langsameren Stoffwechsel haben.

Es lohnt sich aber auf die weiblichen Bedürfnisse einzugehen: Zum einen lässt sich der CO2-Ausstoß von Bürogebäuden reduzieren, wenn die Klimaanlage nicht ständig auf Hochtouren läuft. Darüber hinaus machen Arbeitnehmer, die nicht frieren, weniger Fehler, als ihre bibbernden Kollegen.