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So wird die Wohnung winterfest

Der Sommer ist nun leider vorbei und bevor es wieder richtig kalt wird, sollten wir die Übergangszeit nutzen, um unsere Heizung auf den Winter vorzubereiten. Mit unseren Tipps lässt sich in der kalten Jahreszeit viel Energie einsparen.

  • Vor Beginn der Heizsaison sollten Hausbesitzer eine Wartung  der Anlage durch einen Fachmann durchführen lassen. Eine intakte Heizung senkt den Energieverbrauch!
  • Gluckert die Heizung, oder erwärmt sich der Heizkörper ungleichmäßig, muss sie unter Umständen entlüftet werden. Im Baumarkt gibt es Entlüfterschlüssel, die die Luft „raus lassen“.
  • Wer noch keine hat, sollte über die Anschaffung programmierbarer Thermostatventile nachdenken. Diese können so eingestellt werden, dass sich die Temperatur zur gewünschten Zeit automatisch einstellt. Ist niemand zu Hause, sollte die Heizung auf Sparflamme laufen!
  • Hinter den Heizkörpern montierte Dämmstoffplatten verhindern, dass die Wärmeenergie nach außen abgegeben wird. Diese sind im Baumarkt erhältlich und sollten vollflächig und lückenlos verklebt werden.
  • Untersuche Fenster und Türen auf undichte Stellen. Dichtband oder Silikon können verhindern, dass wertvolle Energie verloren geht.

Smart Home und Wärmepumpen

Mehr Komfort und Einsparung durch intelligente Regelungstechnik

Smart Living betrifft in deutschen Haushalten nicht nur die Vernetzung von Fernseher, Leuchten oder Kühlschrank. Auch Wärmepumpen lassen sich mittels intelligenter Regelungstechnik bequem und einfach regulieren. Über ein Smartphone oder ein Tablet sind Bauherren und Immobilieneigentümer in der Lage, die Wärmepumpe ohne den Gang in den Keller oder auch von unterwegs aus anzusteuern. Für den Hausbesitzer besteht ebenfalls die Möglichkeit, die Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage zu koppeln oder in intelligente Stromnetze einzubinden.

Wärmepumpen verfügen über digitale Schnittstellen

Moderne Wärmepumpen haben sich inzwischen als Bestandteil vernetzter Haustechnik etabliert. Möglich macht dies eine intelligente Kommunikationsschnittstelle, über die sich die Wärmepumpe mit entsprechender Software mit dem Smartphone oder Tablet verbinden lässt. Zudem kann eine smarte Regelung direkt an der Heizung aber auch im Wohnraum, zum Beispiel über ein Smart Display, platziert werden.

Wie kommunizieren Wärmepumpe und PC?

Für die Kommunikation zwischen Wärmepumpe und PC sorgt eine Verknüpfung der Kommunikationseinheit mit dem Internet. Mittels einer WLAN- oder LAN- Verbindung findet eine  Verknüpfung mit dem Server des Herstellers statt. So besteht für den Verbraucher über den Internetbrowser die Möglichkeit, Webseiten des jeweiligen Wärmepumpenherstellers aufzurufen. Über die Eingabe der Login Daten können Heizungsbesitzer Betriebszustände oder auch den Stromverbrauch der Wärmepumpe jederzeit einsehen. Auch Temperaturverläufe werden in Diagrammen angezeigt. Auf diese Weise identifizieren Verbraucher frühzeitig Schwachstellen bei der Einstellung der eigenen Heizung. Eine TLS- oder SSL-Verschlüsselung schützt die Daten vor unbefugtem Zugriff.

Wärmepumpe per App steuern

Wer eine ortsungebundene Heizungssteuerung bevorzugt, sollte eine App des jeweiligen Herstellers nutzen, die im App Store (iOS oder Android) in der Regel kostenfrei herunterladen werden kann. Nach Registrierung ist die Heizungssteuerung per Handy dann schnell betriebsbereit. Ein intuitives Bedienfeld ermöglicht eine unkomplizierte Eingabe der gewünschten Solltemperaturen von jedem beliebigen Standort aus. Dies steigert nicht nur den Komfort, sondern kann auch die Heizkosten senken.

Einbindung der Wärmepumpe in Smart Home Systeme 

Wärmepumpen lassen sich in einem Smart Home auch mit einer zentralen Steuerungseinheit, der Homebase, verbinden. Als koordinierende Zentrale managt die Homebase alle Geräte und Systeme im Haushalt und regelt deren Kommunikation untereinander. Für die nötige Interaktion sorgt beispielsweise eine Modbus- oder LAN-Verbindung. Auch KNX-IP-Schnittstellen kommen häufig zum Einsatz. KNX ist ein internationaler Kommunikationsstandard mit mehr als 7.000 zertifizierten Produkten von über 400 internationalen Herstellern. Alle Produkte sind miteinander kompatibel. Dies bietet Bauherren wie Architekten und Investoren ein Höchstmaß an Zukunftssicherheit.

SG-Ready Wärmepumpe und PV-Anlage im Verbund 

Viele Wärmepumpen verfügen heute über eine Smart-Grid-Ready Schnittstelle. Der SG-Ready-Eingang der Wärmepumpe macht möglich, dass die Wärmepumpe mit dem Wechselrichter der PV-Anlage oder einem intelligenten Energiemanager kommuniziert. Wie dies im Einzelnen funktioniert, zeigen die nachfolgenden Abschnitte:

  • Kommunikation zwischen Energiemanager und Wärmepumpe 

Am Energiemanager werden Schwellenwerte bei der Produktion von Solarstrom eingestellt. Sobald die PV-Anlage große Mengen Strom erzeugt und dieser Wert überschritten wird, sendet der Energiemanager Signale an die Wärmepumpe, damit diese automatisch in den Betriebsmodus schaltet. An- und Abschaltzeitpunkte des eigenen Wärmeerzeugers lassen sich auf diese Weise optimieren.

Der Energiemanager entscheidet zuverlässig, ob  er den Solarstrom der Wärmepumpe oder den Haushaltsgeräten zur Verfügung stellt. Batterien speichern den über den aktuellen Bedarf hinausgehenden Strom und stellen ihn zum Beispiel zum späteren Betrieb der Waschmaschine wieder zur Verfügung. Dies sichert Hausbesitzern eine gewisse Autarkie in der Strom- und Wärmeerzeugung.

  • Verbindung der Wärmepumpe mit dem Wechselrichter einer PV-Anlage 

Wechselrichter verfügen über ein Relais bzw. einen elektrisch betriebenen Schalter. Am Relais stellen Hausbesitzer einen bestimmten Schwellenwert hinsichtlich der produzierten Menge an Solarstrom ein. Wird dieser im Falle starker Sonneneinstrahlung erreicht oder gar überschritten, sendet der Schalter Signale an den SG-Ready-Eingang der Wärmepumpe, sodass diese den solaren Strom für den Antrieb des Wärmepumpenmotors nutzen kann.

Wärmepumpenregelung im smarten Stromnetz 

Der Stand der Technik reicht mittlerweile über die Integration der Wärmepumpe in die eigene Smart Home-Vernetzung hinaus. So könnten smart-grid- geeigneteWärmepumpen künftig in intelligente Stromnetze eingebunden werden. Damit würden Wärmepumpen einen Beitrag zum Ausgleich von angebotenem und nachgefragtem Ökostrom auf dem Strommarkt leisten. Insbesondere an wind- und sonnenreichen Tagen entsteht vielfach ein Überangebot an Ökostrom im Stromnetz. Wärmepumpen, die mit einem Smart-Grid-Ready-Label ausgestattet sind, könnten diesen Überschuss an regenerativem Strom dann entgegennehmen.

Den aufgenommenen Strom nutzt die Wärmepumpe, um Heizenergie zu erzeugen, die ein Brauchwasser- oder Pufferspeicher der Heizungsanlage „einlagert“ und bereitstellt, sobald Wärmebedarf besteht. Heizungsbesitzer haben hierfür lediglich die Temperatur am Brauch- oder Pufferspeicher des Heizungssystems zu erhöhen, damit die Wärmepumpe den Strom nutzen und den Speicher auch dann befüllen kann, wenn aktuell kein oder niedriger Wärmebedarf besteht.

Autorin des Beitrags ist Kerstin Bruns. Sie verantwortet die Online Redaktion der Kesselheld GmbH. Weitere Informationen zum Thema digitale Heizungen und intelligenten Regelungstechniken finden sich auch auf dem Blog von Kesselheld.

Bildquelle: Vaillant

Sparen bei kalten Temperaturen

Es ist wieder soweit: In den meisten Wohnungen und Häusern ist die Heizsaison eröffnet. Mit den richtigen Tipps geht keine wertvolle Heizenergie verloren.

– Wer beim Verlassen der Wohnung gerne einmal vergisst, die Heizung herunterzudrehen, sollte konventionelle durch programmierbare Thermostate ersetzen. Diese regeln die Raumtemperatur nach Wunsch und Uhrzeit. Der Austausch ist im Handumdrehen erledigt und spart Heizkosten.
– Über dem T-Shirt lieber noch einen Pulli anziehen! Jedes Grad weniger spart sechs Prozent Heizenergie. Im Wohnzimmer sind 20 °C optimal, im Schlafzimmer reichen 16 °C- 18 °C aus.
– Ist die Heizung in Betrieb, sollten Fenster niemals gekippt sein. Stattdessen lieber mehrmals am Tag mit weit geöffnetem Fenster stoßlüften. Gekippte Fenster kühlen nur die Räume aus, sorgen aber kaum für frische Luft.
– Wenn die Heizung gluckert, ist es Zeit zum Entlüften. Drehen Sie dazu die Heizung voll auf, damit sie komplett mit Wasser gefüllt ist, und öffnen Sie mit einem Entlüftungsschlüssel das Heizungsventil. Das Ventil sollte solange geöffnet bleiben, bis keine Luft mehr entweicht. Ein Eimer unterm Ventil fängt eventuell auslaufendes Wasser auf.
– Wird es im Zimmer trotz Heizung nicht warm, könnten undichte Fenster die Ursache sein. Ein Teelicht zeigt, ob Zugluft das Problem ist. Schnelle Abhilfe schafft ein Dichtungsband aus dem Baumarkt.
– Vermeiden Sie Wärmestau: Große Möbel und Gardinen vor dem Heizkörper verhindern, dass die Wärme sich ungehindert ausbreiten kann.

Neues Energielabel für Heizungen

Die meisten Heizungen in Deutschland sind eindeutig zu alt. Ihr Durchschnittsalter liegt bei 17,6 Jahren, über ein Drittel ist sogar älter als 20 Jahre. Doch alte Heizungen verbrauchen viel Energie und verursachen hohe Kosten. Ab dem 1. Januar werden Heizkessel, die älter als 15 Jahre sind, daher schrittweise mit dem neuen Energieeffizienzlabel ausgestattet. Das neue Kennzeichen soll Verbraucher zum Austausch ineffizienter Heizungen anspornen und einen Anstoß zum Energiesparen geben.

Sicherlich ein guter Ansatz, abzuwarten bleibt, ob der Kunde tatsächlich reagiert und investiert. Aber wir sollten hier optimistisch sein, Geld auf der Bank bringt zurzeit nichts mehr ein!

Bildquelle: Viessmann

Teil 1: Im Sommer lässt sich gut Energie sparen, denn…

…die Heizung bleibt endlich aus, und damit der mit Abstand größte Energieverbraucher im Haushalt. Der Anteil der Heizenergie am Energieverbrauch beträgt immerhin bis zu 70 Prozent.

Wird die Heizungsanlage hingegen auch für die Warmwasserbereitung eingesetzt, sollte die Heizung nicht ganz abgestellt werden. Moderne Heizungen sind so ausgestattet, dass sie selbstständig in den Sommerbetrieb schalten.

Es gilt die alte Weisheit: Hausbesitzer, die noch eine alte Heizung mit hohem Energieverbrauch und ohne moderne Regelungstechnik besitzen, sollten den Sommer nutzen und ihre Heizung modernisieren. Es gibt eine Reihe sehr energieeffizienter Heizsysteme, z.B. die elektrische Wärmepumpe oder Gas-Brennwertgeräte in Verbindung mit einer solarthermischen Anlage.

Beim Lueften darauf achten, dass die Heizung ausgeschaltet ist

Richtig Lüften im Winter

Verbrauchte Luft und eine zu hohe Feuchtigkeit in Räumen verringern unsere Leistungsfähigkeit und können die Gesundheit gefährden. Besonders im Winter, wenn viel geheizt aber nicht genug gelüftet wird, kann eine hohe Luftfeuchtigkeit die Bildung von Schimmel fördern.

Worauf man achten sollte:

• Regelmäßig Lüften! In Räumen, in denen sich besonders viel Feuchtigkeit bildet, wie in Küche und Bad sollte unmittelbar nach der Nutzung intensiv gelüftet werden.
• Dauerlüften bei gekippten Fenstern sollte vermieden werden. Es wird Heizenergie verschwendet!
• Während des Lüftens sollten die Heizkörperthermostate geschlossen sein!
• Tipp: Wohnungslüftungsanlagen mit oder ohne Wärmerückgewinnung sorgen auch bei geschlossenen Fenstern für eine gute Luftqualität und die Abführung von Feuchtigkeit.  Geräte mit Wärmerückgewinnung gewinnen um die 90 Prozent der Wärme aus der verbrauchten Luft zurück und übertragen diese auf die Zuluft.