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Energieeffizienz, was heißt das?

Die Bezeichnungen „Energiesparen“ und „Energieeffizienz“ werden zwar häufig synonym verwendet, haben aber unterschiedliche Bedeutungen. Energiesparen ist die Reduzierung des Energieverbrauchs, also zum Beispiel das Ausschalten der Beleuchtung in ungenutzten Räumen. Unter Energieeffizienz versteht man dagegen die bessere Nutzung der eingesetzten Energie, oder anders: Die Erzielung eines größtmöglichen Nutzens durch den geringstmöglichen Einsatz von Energie. So lässt sich zum Beispiel durch die richtige Isolierung von Wänden mit weniger Energie die gleiche Raumtemperatur erzielen. Ein anderes Beispiel: Eine effiziente Waschmaschine verbraucht weniger Strom, hat aber trotzdem eine optimale Waschleistung.

Beides, Energiesparen und der effiziente Umgang mit Energie, wird in Zukunft immer wichtiger. Daher lohnt sich auch ein kritischer Blick auf die größten Verbraucher in Ihrem Haushalt, das sind Haushaltsgeräte wie Kühlschrank, Waschmaschine und Co. Die haben oftmals eine Lebensdauer von 10 Jahren und länger. Sollten in Ihrem Heim also noch Modelle von Vorgestern stehen, schmeißen Sie sie am besten gleich raus. Die Investitionen in neue und effiziente Geräte amortisieren sich bereits nach kurzer Zeit. Außerdem bestechen die neuen Geräte durch ein stylisches Design, und sie sind nicht so sperrig und laut wie ihre Vorgänger.

Da etwa ein Viertel des Stromverbrauchs mittlerweile auf das Konto von Informations-, Kommunikations- und Unterhaltungselektronik geht, sollten Sie auch diesen Bereich einmal ausmisten. So verbraucht ein PC im Vergleich zu einem Laptop mehr als doppelt so viel Strom!

Energielabel

Das Energielabel

Private Haushalte sind für 26 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland verantwortlich. Rund die Hälfte davon verbrauchen Haushaltsgeräte wie Fernseher und Co. Beim Kauf eines neuen Gerätes sollten Sie daher immer auf niedrigen Strom- und Wasserverbrauch achten. Das spart bares Geld!

Zur Orientierung, wie viel Energie bestimmte Geräte verbraten, gibt es seit 1998 das von der EU vorgeschriebene Energielabel. Ein neues einheitliches EU-Label zur Kennzeichnung der Energieeffizienzklassen wird seit Ende 2011 schrittweise für verschiedenste Geräte verbindlich.

Das Label ordnet die Geräte in Energieeffizienzklassen von A+++ (niedriger Verbrauch) bis G (hoher Verbrauch) ein. Achtung: Bereits die Unterschiede zwischen A+++ und A sind enorm. Zum Beispiel verbraucht ein neuer Kühlschrank mit der Kennzeichnung A+++ etwa 60 Prozent weniger Strom als ein A-Modell. Das spart immerhin 50 Euro pro Jahr ein.

Auch bei Fernsehgeräten lässt sich sparen, hier reicht die Skala derzeit von A++ bis F. Innerhalb von sieben Jahren – solange lebt die Flimmerkiste im Schnitt – können Sie mit einem A+-Fernseher gegenüber einem ähnlichen Gerät der B-Kategorie Stromkosten von knapp 350 Euro sparen. Gegenüber einem ganz alten Röhrengerät sind sogar über 1000 Euro drin!

Noch ein paar Fakten: Mit der Überarbeitung des EU Energielabels werden seit Dezember 2011 im Handel keine Waschmaschinen oder Geschirrspüler mehr mit der Energie-Effizienzklasse B angeboten. Seit Juni 2012 gibt es auch keine Kühl- und Gefrierschränke in der Energieeffizienzklasse A mehr, die Geräte gehören den Klassen A+ bis A++ an.

Falls Sie mit dem Gedanken spielen, sich demnächst einen neuen Staubsauger zuzulegen: Ab dem 1. September 2014 führt die EU auch ein Energielabel für Staubsauger ein. Ab dann dürfen nur noch Staubsauger mit einer Leistung von unter 1600 Watt in den Verkauf gehen. Der Verbrauch eines Gerätes in der besten Energieeffizienzklasse A liegt dann bei weniger als 850 Watt.

Mehr Infos und welche Geräte unter die Kennzeichnungspflicht fallen, erfahren Sie hier:

www.newenergylabel.com
www.hausgeraete-plus.de