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Frühlingsputz mit natürlichen Reinigern

Der Frühling steht vor der Tür, für viele von uns bedeutet das die Generalreinigung der eigenen vier Wände. Dass der Frühlingsputz gar nicht so ungefährlich ist, zeigt eine neue Studie aus Norwegen. Demnach kann häufiges Putzen mit chemischen Reinigungsmitteln die Lunge langfristig stark schädigen. Laut Studie können Menschen, die 20 Jahre lang als Reinigungskräfte gearbeitet oder intensiv im Haushalt geputzt haben, eine ähnlich stark beanspruchte Lunge aufweisen, wie Raucher, die täglich 20 Zigaretten rauchen. Frauen sind allerdings weitaus mehr gefährdet als Männer, denn letztere leisten wesentlich weniger Hausarbeit.

Allzweckreiniger, Scheuermilch und Co wirken sich aber nicht nur negativ auf unsere Gesundheit aus. Laut Umweltbundesamt landen jedes Jahr mehr als 630.000 Tonnen Chemikalien aus Wasch- und Reinigungsmitteln im Abwasser und belasten die Umwelt. Dabei lassen sich mit wenigen Zutaten ganz einfach biologischen Putzmittel herstellen:

  • Kalkablagerungen und Schmutz in Bad und Küche geht man am besten mit Essig, Essigessenz oder Zitronensäure an den Kragen. Dafür einfach ein paar Spritzer Säure ins Putzwasser geben.
  • Angebranntes, Ablagerungen oder Schmutz lassen sich mit Natron bekämpfen. Das Pulver mit ein wenig Wasser mischen, einwirken lassen und mit einem Schwamm nachbearbeiten.
  • Natron wirkt übrigens auch wahre Wunder bei stinkenden und verstopften Abflüssen. Dafür eine halbe Tasse Natronpulver in den Abfluss geben und eine halbe Tasse Essig-Essenz hinterher kippen. Den Abfluss mit einem feuchten Tuch für etwa 15 Minuten abdecken und anschließend mit heißem Wasser nachspülen.

Blitzblank in den Frühling

Selbst Putzmuffel schwingen zu dieser Jahreszeit vermehrt Staubwedel, Wischmob und Co. Damit der Frühjahrsputz möglichst umwelt- und nervenschonend abläuft, hier ein paar Tipps:
• Räumen Sie sich genügend Zeit ein und machen Sie sich einen Plan. Wer alles auf einmal putzen will, ist schnell frustriert.
• Mit Ihrer Lieblingsmusik putzt es sich fast von alleine!
• Putzen Sie von oben nach unten, dann wird bereits Geputztes nicht gleich wieder dreckig. Also erst Spinnweben entfernen und dann den Boden wischen usw. Gleiches gilt für Regale und Schränke.
•  Als Allzweckwaffe gegen Schmutz hat sich Wasser mit einem Schuss Essig und Spülmittel bewährt! Ansonsten lieber zum Öko-Reiniger statt zum Powerreiniger greifen. Diese Reiniger reizen häufig Haut und Atemwege und sind zudem viel teurer. Auch den Öko-Reiniger sparsam dosieren!
• Entkalken Sie Ihre Haushaltsgeräte! Eine verkalkte Kaffeemaschine oder ein Wasserkocher verbrauchen mehr Strom. Zum Entkalken empfiehlt sich Essig- oder Zitronensäure. Achtung: Unbedingt die Herstellerangaben beachten!
• Vergessen Sie ihren Kühlschrank nicht. Eine Eisschicht von einem Zentimeter erhöht den Stromverbrauch um 50 Prozent. Also abtauen und reinigen. Dabei gleich das Lüftungsgitter und die Rückseite von Dreck und Staub befreien und die Dichtungen an den Türen überprüfen und ggf. austauschen.
• Eingebranntes im Backofen mindert die Leistung und kostet Energie. Leichte Verschmutzungen lassen sich mit Essig oder Zitronensäure entfernen. Bei starken Verschmutzungen hilft Backpulver. Dafür mehrere Beutel mit Wasser mischen bis eine dicke Paste entsteht. Tragen Sie die Paste auf die eingebrannten Flecken auf und lassen sie über Nacht einwirken. Entfernen Sie die Reste anschließend mit einem Schwamm und Wasser.
• Saubere Fenster sorgen für helle Räume. Auch diese lassen sich am besten mit kaltem Wasser, Spülmittel und Essig reinigen. Das Putzwasser mit einem Schwamm auftragen und anschließend mit einem Abzieher abziehen. Nach jedem Abziehen das Gummi mit einem Handtuch abwischen. Anschließend das Fenster mit einem Mikrofasertuch oder Geschirrtuch nachpolieren.
• Auch die Heizkörper nicht vergessen: Staub und Dreck auf der Heizung kosten unnötig Energie. Die Staubschicht verhindert eine optimale Wärmeabgabe der Heizkörper.
• Im Bad lassen sich Fugen gut mit Zahnbürste und Natronpulver bearbeiten.
• Noch ein Tipp: Nutzen Sie den Frühjahrsputz doch auch zum Ausmisten!