Schlagwort-Archiv: Flugreisen

Mit Kompensationsanbietern den klimatischen Fußabdruck  ausgleichen

So schön das Erkunden fremder Länder auch ist, Flugreisen schädigen die Umwelt. Flugzeuge gehören neben Autos und Kohlekraftwerken zu den größten Produzenten von Treibhausgasen. Wer auf Flugreisen nicht verzichten kann, aber trotzdem das Klima schonen will, kann nach der Buchung des Tickets bei Kompensationsanbietern wie Atmosfair und Myclimate oder direkt bei der Fluggesellschaft Geld für Klimaschutzprojekte spenden. Der entsprechende Beitrag, um die entstandenen Treibhausgasemissionen anderweitig auszugleichen, richtet sich nach Kriterien wie Flugdistanz, Verbrauch und Platznutzung im Flieger. Urlauber können mittlerweile auf den Internetseiten vieler Reiseveranstalter, Bahn- und Fluggesellschaften die CO2-Emissionen ausrechnen, die sie auf ihrer Reise verursachen. Beispielsweise bezahlt man bei Myclimate für die CO2-Kompensation eines Fluges von Frankfurt nach Barcelona etwa sechs Euro pro Person. Wer nach Sydney fliegt, zahlt 82 Euro. Die Spenden fließen gezielt in Klimaschutzprojekte, wie etwa dem Bau von Biogasanlagen in Indien oder Wiederaufforstungen in Südamerika. Doch nicht nur der touristische Klima-Fußabdruck lässt sich ausgleichen, wer will, kann den CO2-Ausstoß seines Autos, seines Haushaltes oder persönlichen Lebensstils kompensieren.

Wichtig: Bei der Wahl eines Kompensationsanbieters sollte man auf die Gold-Standard-Zertifizierung achten. Diese wird nur solchen Kompensationsprojekten bescheinigt, die Treibhausgase tatsächlich reduzieren und gleichzeitig eine nachhaltige Entwicklung der beteiligen Länder unterstützt.

Weiter ist nicht unbedingt besser

Bald ist es wieder soweit, der heiß ersehnte Urlaub steht vor der Tür. Die meisten von uns freuen sich das ganze Jahr über auf Sommer, Sonne und Strand. Leider gehört unsere Lieblingsjahreszeit nicht gerade zu den klimafreundlichsten. Vor allem lange Flugreisen verursachen große Mengen an schädlichen Treibhausgasen – umso länger der Flug, umso höher die Kohlenstoffdioxid-Emissionen. Zum Vergleich: Die Reise (Hin- und Rückflug) von Deutschland nach Barcelona verursacht etwa 870 kg CO2, das Fliegen nach New York bereits 3650 kg und nach Sydney sogar fast 15000 kg.
Aber nicht nur das CO2 aus verbranntem Kerosin wirkt sich negativ auf die Umwelt aus. In großer Höhe verursachen Flugzeuge auch Schleierwolken, die zur Klimaerwärmung beitragen und die Abgase bilden das Treibhausgas Ozon.
Bevor wir also unseren Urlaub buchen, sollten wir uns Gedanken über unser Reiseziel machen. Wenn wir den größten Teil unserer Zeit faul am Strand verbringen wollen, müssen wir dafür nicht gleich um die halbe Welt jetten. Und wem Nord- oder Ostsee zu frisch oder zu wenig mediterran erscheinen, der findet in Mittelmeerländern wie Frankreich oder Italien wunderbare Urlaubsziele mit reichhaltigem Kulturangebot.
Noch ein Hinweis: Zwar locken viele Billigflieger mit Schnäppchenpreisen, aber gerade bei kürzeren Strecken bilden Bus und Bahn oftmals günstige und vor allem sehr viel umweltfreundlichere Alternativen.