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Mehr Nachhaltigkeit im Neuen Jahr

Das Neue Jahr ist noch jung, doch die meisten unserer guten Vorsätze sind bereits von gestern. Beim Umweltschutz lohnt es sich allerdings dran zu bleiben, denn die guten Vorsätze lassen sich mühelos in den Alltag integrieren. In diesem Jahr sollten wir also

unseren Einwegbecherverbrauch runterschrauben. Rund 3 Milliarden Kaffeebecher landen in Deutschland jährlich auf dem Müll. Warum sich den Coffee-to-go also nicht in den eigenen Thermobecher abfüllen lassen? Immer mehr Cafés und Restaurants in großen Städten bieten mittlerweile zudem kostenlose Mehrwegbecher an.

mehr Tofu essen, denn Fleischkonsum schadet der Umwelt. So kommt eine neue Studie der Oxford Martin School für das Weltwirtschaftsforum (WEF) zu dem Ergebnis, dass die Rindfleischproduktion im Jahr 2010 für 25 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich war.

mehr Leitungswasser trinken. Die Qualität ist in Deutschland hervorragend und Plastikmüll ist mittlerweile zu einem riesigen Umweltproblem geworden. Für unterwegs also immer eine eigene Trinkflasche dabei haben oder auf Glasflaschen umsteigen.

nie ohne Tragetasche oder Rucksack in den Supermarkt gehen. Und in diesem achten wir natürlich darauf, möglichst loses Obst und Gemüse zu kaufen. Dadurch helfen wir, viel Müll einzusparen.

öfter mal auf dem Wochenmarkt einkaufen gehen. Saisonale und regionale Lebensmittel schmecken nicht nur besser, sie schonen auch das Klima.

darauf achten, dass unsere Elektrogeräte im Standby-Modus nicht unnötig Strom verbrauchen. Dadurch können wir bis zu 100 Euro im Jahr an Stromkosten sparen.

das Auto öfter stehen lassen und uns stattdessen öfter aufs Fahrrad schwingen oder zu Fuß gehen. Das kommt unsere Gesundheit, der Figur und der Umwelt zugute.

Sommerhitze und Lebensmittel

In der heißen Jahreszeit sind Hygiene und sorgfältige Kühlung von Lebensmittel besonders wichtig, denn Keime können sich jetzt viel schneller vermehren. Worauf wir achten sollten:

Im Supermarkt:

  • Gerade im Sommer ist es sinnvoll, nur kleine Lebensmittelmengen einzukaufen und diese schnell zu verbrauchen. Unser Tipp: Achten Sie auf regionale Gemüse- und Obstsorten, die in der warmen Jahreszeit Saison haben.
  • Damit die Kühlkette nicht zu lange unterbrochen wird, sollte Tiefkühlware oder leicht Verderbliches immer am Ende in den Einkaufswagen gelegt werden.
  • Nach dem Einkauf packen wir die Lebensmittel häufig ins heiße Auto. Denken Sie an die Kühltasche- oder Box, denn im Sommer heizt sich der Kofferraum schnell auf über 50 Grad auf.

Zu Hause:

  • Leichtverderbliches sollte sofort in den Kühl- oder Gefrierschrank sortiert werden. Aber bitte nicht irgendwie rein räumen.
  • Die Kälte im Kühlschrank nimmt nach unten hin zu. Am kühlsten ist der Bereich über der Glasplatte des Gemüsefachs. Hier empfindliche Lebensmittel wie Fleisch und Fisch lagern.
  • Ein aufgeräumter Kühlschrank sorgt nicht nur für längere Haltbarkeit, es spart auch Energie, wenn wir bei weit geöffneter Tür nicht erst lange nach Lebensmitteln suchen müssen.
  • Stellen Sie Essensreste sofort nach dem Abkühlen in den Kühlschrank. Aber niemals heiße Lebensmittel!
  • Anders als im Winter sollten wir in Hitzephasen den Kühlschrank ruhig etwas höher stellen.

Unser Tipp: Verzichten Sie gerade im Sommer mal auf leichtverderbliches Fleisch und greifen Sie stattdessen häufiger zu Salat. Dadurch entlasten Sie ihren Magen und die Umwelt.

Grünes Grillen

Endlich ist es wieder soweit: Mit der Grillsaison beginnt für viele von uns die beste Saison des Jahres. Damit das Grillen nicht nur gesund, sondern auch klimafreundlich gelingt, hier ein paar Tipps:

• Achten Sie bei Fleisch und Gemüse auf Bio-Ware aus der Region. Das ist zwar etwas teurer, aber meistens besser im Geschmack und für die Umwelt.
• Gemüse auf dem Grill ist klimafreundlicher als Fleisch. Beachten Sie: Auch beim Fleisch gibt es große Unterschiede. Rindfleisch belastet das Klima über viermal so stark wie Schweinefleisch.
• Verzichten Sie auf Einweggeschirr und Pappbecher, das verursacht unnötigen Müll. Benutzen sie lieber wiederverwendbares Kunststoffgeschirr und transportieren Sie das Grillgut in Kunststoffdosen statt in Alufolie
• Umweltfreundliche Alternativen zur Alufolie oder –schale auf dem Grill sind dünne Steinplatten aus Speckstein oder Schiefer. Auch große Rhabarber- oder Kohlblätter eignen sich als Unterlage.
• Setzen Sie clevere Brennstoffe ein: Briketts aus Olivenkernen brennen hervorragend, minimieren den Funkenflug und sind CO2 –neutral.
• Grillkohle gibt es auch mit „FSC“-Siegel. Das Siegel kennzeichnet Holzprodukte, bei deren Herstellung soziale und ökologische Kriterien beachtet wurden. Ein DIN-Prüfzeichen auf Kohle garantiert, dass der Brennstoff kein Pech, Erdöl, Koks oder Kunststoffe enthält.
• Wer einen Gas- und Elektrogrill einsetzt, grillt für sich und die Nachbarn gesünder und umweltschonender als mit Holzkohle wobei natürlich der für viele unverzichtbare Rauchgeschmack fehlt. Hier gibt es aber genug gute Grillsaucen mit Raucharoma!

Lebensmittel: Kurze Wege schonen die Umwelt

Einen Beitrag zum Klimaschutz kann jeder von uns durch eine bewusste Ernährung leisten. Laut dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft verbraucht jeder Deutsche im Jahr durchschnittlich 500 Kilogramm Lebensmittel und verursacht dadurch Treibhausgas-Emissionen von rund 2,1 Tonnen. Knapp die Hälfte davon entsteht bei der Erzeugung und dem Transport der Nahrungsmittel, ein weiterer großer Teil entfällt auf die Lagerung und Zubereitung.

Grundsätzlich gilt, dass Nahrungsmittel, die von Tieren stammen, wie Fleisch, Butter oder Eier, eine deutlich schlechtere Klimabilanz haben als pflanzliche Nahrungsmittel: Rund 60 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche werden als Weide oder zum Abbau von Viehfutter genutzt.

Einen Beitrag für Umwelt und Tier können wir also leisten, wenn wir beispielsweise auf täglichen Fleischverzehr verzichten. Hier gilt der Grundsatz „Klasse statt Masse“. Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung sollten nicht mehr als 600 Gramm Fleisch pro Woche auf dem Teller landen. Übrigens: Eine Portion Rindfleisch (180g) pro Woche weniger spart im Jahr rund 126 kg CO2.