Schlagwort-Archiv: EnEv 2014

Bodentreppe: alles dicht?

Der Dachboden ist gedämmt, soweit so gut! Leider wird eine Schwachstelle von Hausbesitzern gerne mal übersehen: die einklappbare Bodentreppe! Doch ungedämmte oder schlecht sitzende Lukendeckel führen zum Verlust von Heizwärme. Ein großer Teil der Dämmwirkung geht verloren und die Energiekosten steigen.

Wichtig ist daher, dass die Bodentreppe passgenau eingebaut wird und die umlaufende Einbaufuge absolut luftdicht ist. Bei dem Kauf einer neuen Treppe sollte man außerdem auf den U-Wert achten. Dieser sollte bauteilgeprüft sein und für die gesamte Treppe gelten, also nicht nur für einen gedämmten Teilbereich des Deckels. Der U-Wert gibt den Wärmedurchgangskoeffizienten an: je niedriger er ist, desto besser die Wärmedämmeigenschaft.

Übrigens: Nach der novellierten Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) müssen oberste Geschossdecken, die an ein unbeheiztes Dachgeschoss angrenzen und nicht den Mindestwärmeschutz erfüllen, bis Ende 2015 gedämmt sein. Der U-Wert muss dann bei mindestens 0,24 W/m²K liegen. (Hausbesitzer, die bereits vor dem 1. Februar 2002 in ihrem Haus wohnten, sind von der Regel ausgenommen.)

Mit der EnEV 2014 kommen auf Neubauten höhere bautechnische Standardanforderungen zu

1. Mai – Die neue Energieeinsparverordnung tritt in Kraft

Die neue Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) tritt am 1. Mai 2014 in Kraft. Mit ihrer Novellierung werden vor allem an Neubauten höhere bautechnische Standardanforderungen gestellt. Doch auch für Besitzer älterer Gebäude ergeben sich einige neue Regelungen.

Die wichtigsten Änderungen:

1. Neubauten

Neu gebaute Wohn- und Nichtwohngebäude müssen ab dem 1. Januar 2016 höhere energetische Anforderungen erfüllen: Der zulässige Wert für die Gesamtenergieeffizienz (Jahres-Primärenergiebedarf) sinkt dann um 25 Prozent. Ab 2021 soll für alle Neubauten der von der EU festgelegte Niedrigstenergie-Gebäudestandard gelten. Die Richtwerte werden bis Ende 2018 bekanntgegeben.

2. Altbauten

Öl- und Gasheizkessel, die vor 1985 eingebaut wurden, müssen ab 2015 ausgetauscht werden. Heizungsanlagen, die nach dem 1. Januar 1985 eingebaut wurden, müssen nach 30 Jahren ersetzt werden. Allerdings sieht die EnEV 2014 eine ganze Reihe von Ausnahmen bei der Austauschpflicht vor. So sind Brennwertkessel und Niedertemperaturheizkessel, die einen besonders hohen Wirkungsgrad haben, von der Pflicht ausgenommen, genauso wie viele selbstgenutzte Ein- und Zweifamilienhäuser.

Bis Ende 2015 müssen alle Obergeschossdecken die Anforderungen an den Mindestwärmeschutz erfüllen, also gegebenenfalls gedämmt werden. Auch hier gelten unter bestimmten Bedingungen Ausnahmen.

3. Energieausweis

Verkäufer und Vermieter müssen den Energieausweis bereits bei der Gebäudebesichtigung vorlegen. Dieser wandert nach Abschluss des Vertrages direkt an den Käufer oder Mieter. In neu ausgestellten Energieausweisen müssen die energetischen Kennwerte zusätzlich einer von neun Effizienzklassen zugeordnet werden. Die Skala reicht, ähnlich wie bei Elektro- und Haushaltsgeräten, von A+ (niedriger Energiebedarf) bis H (hoher Energiebedarf).

Wichtige energetische Kennwerte, zum Beispiel der durchschnittliche Endenergiebedarf des Gebäudes, müssen künftig bereits in der Immobilienanzeige angegeben werden.

Nähere Informationen zur EnEV 2014 finden Sie hier.