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Intelligente Straßenbeleuchtung in Norwegen

Norwegen hat in Sachen Energieeffizienz die Nase vorn. In keinem anderen Land der Erde sind so viele Elektroautos zugelassen wie in dem skandinavischen Staat. Nun hat man sich etwas Neues einfallen lassen: Derzeit läuft ein Projekt zur Einsparung von Energie bei der Straßenbeleuchtung. Auf einem 9 km langen Highway-Abschnitt in der Nähe der Stadt Hole wurden Straßenlaternen mit Bewegungsmeldern ausgestattet. Sind keine Autos oder Radfahrer unterwegs, wird die Beleuchtung auf 20 Prozent gesenkt. Bei Verkehr dagegen steigt die Leistung auf 100 Prozent. Pro Woche lassen sich dadurch 2100 kWh Energie einsparen. Selbstverständlich sind die Straßenlaternen mit LED-Lampen ausgestattet. Die Kosten des Projekts sind zwar nicht bekannt, aber sie sollen sich nach etwa vier Jahren amortisieren. Das Projekt ist nicht das erste dieser Art. In Oslo gibt es bereits seit einiger Zeit einen Straßenabschnitt mit automatischer Beleuchtung.

Nachhaltiger Schenken

Auch wenn wir das ganze Jahr versuchen umweltbewusst zu leben, spätestens zu Weihnachten mutieren die meisten von uns zu kleinen Umweltsündern. Damit wir mit gutem Gewissen durch die Feiertage kommen, können wir auch bei den Geschenken auf ein paar Dinge achten:

  • Wer ungern durch überfüllte Kaufhäuser hetzt, bestellt die Geschenke stressfrei übers Internet. Leider wird oft vergessen, dass das Hin- und Herverschicken mit sehr viel Verpackungsmüll verbunden ist. Daher am besten Online-Sammelbestellungen aufgeben und sich nicht jedes Päckchen einzeln schicken lassen.
  • Eine gute Möglichkeit ist zudem, den klimaneutralen Versand von DHL „GOGreen“ zu nutzen, mit dem man einen Beitrag zum Klimaschutz leistet.
  • Insbesondere zu Weihnachten werden gerne Elektrogeräte und Unterhaltungselektronik verschenkt. Beim Gerätekauf sollten wir nicht nur auf die technische Ausstattung, sondern auch auf den Stromverbrauch achten. Das EU-Energieeffizienzlabel gibt Auskunft über den Energieverbrauch der Geräte.
  • So schön hübsch verpackte Geschenke auch sind, nach dem Aufmachen sorgen sie allerdings für einen Müllberg aus Geschenkpapier, Folie und Schleifen. Umweltfreundlicher sind Packpapier, Stoffe und Jutebeutel, die mit Tannenzweigen oder kleinen Zapfen verziert werden.

Energieeffiziente Wandfarbe

Neuer Anstrich gefällig? Mit der Wandfarbe der britischen Firma Graphenstone sollst du dir im Sommer die Klimaanlage und im Winter Heizkosten sparen. Wie das funktioniert?

Basis der Farbe ist Kalkstein, der mit Graphen gemischt wird. Das Wundermaterial ist ein modifizierter Kohlenstoff, der superdünn, sehr stabil und mit einer besonderen Leitungsfähigkeit ausgestattet ist, wodurch sich die thermalen Eigenschaften eines Gebäudes laut Hersteller verbessern. Im Winter kann die Wärme nicht so einfach über die gestrichenen Wände ausströmen, im Sommer bleibt es angenehm kühl im Raum.

Selbstverständlich ist die Farbe frei von umwelt- oder gesundheitsschädlichen Substanzen, sehr ergiebig und laut Graphenstone sogar sauerstoffreinigend: Der Kalkstein in der Farbe absorbiert den Kohlendioxid im Gebäude und soll dadurch die Luft säubern.

 

Endlich Spargelzeit

Wer beim Einkauf auf regional erzeugte und saisonale Lebensmittel achtet, kann seinen ökologischen Fußabdruck deutlich verringern. Doch kürzere Transportwege sind nicht nur klimaschonend und günstiger, sie sorgen auch dafür, dass  das Obst und Gemüse, das auf unseren Tellern landet, frischer und schmackhafter ist, da es in Ruhe vor Ort reifen kann und nicht schon unreif geerntet wird.

Die Saison des wohl beliebtesten Frühjahrsgemüses der Deutschen ist jetzt eingeläutet:  die Spargelsaison. Wir essen im Schnitt 1,5 Kilogramm Spargel pro Kopf und Jahr. Zum Vergleich: Beim Rosenkohl sind es 300 Gramm jährlich. Kein Wunder, denn das Königsgemüse, wie Spargel auch genannt wird, schmeckt nicht nur lecker, es enthält auch viele Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe und ist zudem kalorienarm.

Achten Sie beim Spargelkauf  auf regionale Produkte, denn am häufigsten kommt das Gemüse aus Peru. Frische Stangen erkennt man am Quietschen, wenn man sie aneinander reibt. Außerdem sollten die Köpfe fest verschlossen sein und der Spargel frisch riechen. Spargel hält sich am längsten, wenn er in ein feuchtes Küchentuch gewickelt im Kühlschrank lagert. Achten Sie aber drauf, dass sie keine geruchsintensiven Lebensmittel im Kühlschrank haben, denn Spargel nimmt leicht andere Gerüche an.

In diesem Sinne: Bon Appétit!

Energieeffiziente Fangtechnik

Hätten Sie gewusst, dass eine fleischfressende Pflanze die Energie von Regentropfen nutzt, um ihre Beute ins Maul zu katapultieren?

Die fleischfressende Nepenthes gracilis von der Insel Borneo nutzt gezielt die Energie von Regentropfen, um Insekten mithilfe eines Trampolin-Effekts zu fangen. Der funktioniert so:
Die Blätter der Pflanze haben die Form von Kannen, an deren Öffnungen sich Nektardrüsen befinden. Beim Versuch an den süßen Saft zu gelangen, werden die angelockten Insekten in einen Kelch mit Verdauungsflüssigkeit geschubst. Als Trampolin fungiert dabei eine Art Baldachin, der sich über die Kannenöffnung spannt.
Lange Zeit galt diese Abdeckung als Regenschutz. Doch Forscher der University of Bristol in England beobachteten, wie Insekten, die sich unter dem Baldachin niederlassen geradezu in die Falle katapultiert werden. Der Baldachin schwingt beim Aufprall eines Regentropfens also nicht etwa zufällig, sondern verpasst dem Insekt gezielt einen Schubs in die Kanne.
Neu für die Forscher ist die Tatsache, dass die Kannenpflanze bei ihrer Jagd eine externe Energiequelle nutzt. Während andere fleischfressende Pflanzen wie die Venusfliegenfalle für schnelle Bewegungen Kraft aufwenden muss, braucht die Nepenthes gracilis keine Energie, an ihre Beute zu gelangen.

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Bildquelle: Wikipedia, Author: Bauer et al.

Ein gepflegter Geschirrspüler lebt länger

Im Laufe der Zeit sammeln sich im Innenraum des Geschirrspülers und an den Türdichtungen  allerlei Schmutz, Fett und Kalk an. Solche Rückstände mindern die Effizienz und das Spülergebnis. Wer seine Spülmaschine also regelmäßig reinigt, spart Geld und Strom.

Überprüfen Sie die Düsenöffnungen in den Sprüharmen. Verstopfte Sprüharme lassen sich unkompliziert abschrauben – vorher Bedienungsanleitung prüfen und unter dem Wasserhahn durchspülen. Auch die Sieb-Filter-Kombi sollte immer von Speiseresten befreit werden, damit das Sieb nicht verstopft und keine unangenehmen Gerüche entstehen.

Türdichtungen lassen sich problemlos mit einem feuchten Tuch abwischen. Kalkbelägen geht man am besten mit Zitronensäure oder Spülmaschinen-Entkalker an den Kragen: einfach zum Spülgang dazu geben. Schmutz und Fettreste kann man mithilfe von Maschinenreinigern entfernen.

Tipp: Wer ab und zu ein Intensivprogramm mit hohen Temperaturen durchlaufen lässt, reinigt den Innenraum von Rückständen. Heißes Wasser erhöht allerdings den Energieverbrauch.

Bildquelle: Bauknecht

Nicht ohne Haube

Dunstabzugshauben werden immer beliebter. Grund dafür ist der Trend zu kleineren Single-Wohnungen und zu offenen Wohnküchen. Leider können sich Essens- und Fettgerüche hier ungehindert verbreiten und in Möbeln und Textilien festsetzen. Das ist lästig. Wer also auf unangenehme Gerüche in der Wohnung gut verzichten kann, montiert sich eine Dunstabzugshaube über dem Herd. Die saugt die beim Kochen entstandenen Wrasen direkt ein, filtert sie und transportiert sie ins Freie oder als gereinigte Luft in den Raum zurück.

Bei der Anschaffung einer Abzugshaube sollte man vor allem auf die Energieeffizienz, den Geräuschpegel und die Ausstattung achten, das spart Geld und Nerven. Unter „HEA-Fachwissen – Dunstabzugshaube“ gibt es alle nötigen Infos – von der sicheren Montage bis zur richtigen Entsorgung. Übrigens: Seit dem 1. Januar gilt das neue Energielabel auch für die Hauben.

Wie viel Energie verbraucht unser Gehirn?

Von allen Organen im menschlichen Körper verbraucht das Gehirn im Verhältnis zum Gewicht die meiste Energie. Obwohl es nur etwa zwei bis drei Prozent unseres Gesamtgewichts ausmacht (es wiegt ca. 1,4 Kilogramm), beansprucht es rund 17 Prozent des Gesamtenergiebedarfs des Körpers. Kein Wunder, schließlich müssen etwa 100 Milliarden Nervenzellen (Neuronen) und mehr als 60 Billionen Verknüpfungen (Synapsen) versorgt werden, die dafür sorgen, dass wir atmen, denken, laufen oder sprechen können.

Als Treibstoff dient dem Gehirn Zucker, genauer: Glukose. Um an die benötigte Energie zu gelangen, wandelt unser Organismus Nahrungsmittel in Glukose um. Und je mehr Leistung unser Denkorgan erbringen muss, desto mehr Glukose benötigt es. Bei Stress entzieht das Gehirn dem Blut sogar bis zu 90 Prozent des Energieträgers.

Allerdings sind es nicht geistige Tätigkeiten, etwa fleißiges Lernen und hohe Konzentration, die unserem Hirn die meiste Energie rauben. Bis zu 90 Prozent der Energie benötigen die grauen Zellen für unbewusste Abläufe und automatische Prozesse, darunter die permanente Auswertung optischer und akustischer Informationen, dem Erhalt des Stoffwechsels oder der Motorik.

Um die überlebenswichtigen Funktionen auch in schlechten Zeiten, beispielsweise in langen Hungerphasen, zu gewährleisten, spart das energieeffiziente Gehirn bei bewussten Vorgängen wie Denken und Konzentration. Zudem bedient es sich immer als Erstes an der vorhandenen Energie: Während die anderen inneren Organe bis zu 40 Prozent ihrer Substanz verlieren können, büßt das Hirn bei Engpässen maximal zwei Prozent Gewicht ein.

Energieeffizient ins neue Jahr rutschen!

So gelingt die Silvesterparty

Der Jahreswechsel sollte gebührend gefeiert werden. Hier ein paar Partytipps, die die Umwelt und den Geldbeutel schonen:

  • Verzichten Sie auf Einweggeschirr. Leihen Sie sich Teller und Besteck bei Freunden und Nachbarn aus. Vergessen Sie dabei nicht, die Nachbarn gleich mit einzuladen.
  • Die Spülmaschine verbraucht übrigens weniger Strom und Wasser als das Abwaschen mit der Hand.
  • Reicht der Platz im Kühlschrank nicht für die vielen Getränke aus, dann ab damit in die Badewanne. Diese vorher mit kaltem Wasser und Eiswürfeln füllen.
  •  Am Tisch bleibt der Sekt in Tonkübeln oder Styroporhüllen länger kalt.
  • Für die richtige Party-Beleuchtung sorgen farbige LED Lichterketten und Lampions. Teelichter erzeugen warmes Licht und schummrige Stimmung. Aber bitte nur dort aufstellen, wo sie sicher stehen.
  • Regen Sie ihre Gäste schon in der Einladung zur Bildung von Fahrgemeinschaften an und geben Sie Infos zu den Anfahrtswegen mit Bus und Bahn.
  • Schöne und große Feuerwerke lassen sich sehr gut an öffentlichen Plätzen genießen. Das ist sicherer und sparsamer als die Knallerei vor der Haustür.
  • Trinken, Trinken, Trinken, und zwar viel Wasser zwischendurch. So spart man sich den Kater an Neujahr!
Der neue energieffiziente Fernseher ist dreimal so groß wie das alte Geraet. Auch das verbraucht viel Strom.

Was versteht man unter dem Rebound-Effekt?

Der neue LED-Fernseher ist energiesparsam – und dreimal so groß wie die alte Röhre. Das Licht braucht nicht ständig ausgeschaltet werden, denn man hat ja jetzt moderne LED-Leuchten. Das neue Auto verbraucht so wenig, da kann man ruhig schneller fahren. Energieeffizienz-Maßnahmen, die teilweise oder ganz durch Mehrkonsum zunichte gemacht werden, unterliegen dem sogenannten „Rebound-Effekt“ (Rückpralleffekt).
Man unterscheidet zwei Typen: Der direkte Rebound stellt sich ein, wenn der Umgang mit energieeffizienten Produkten und Dienstleistungen großzügiger als vorher ausfällt, wie beim Licht. Beim indirekten Rebound, der häufiger vorkommt, werden die durch Energieeffizienz eingesparten Kosten an anderer Stelle wieder ausgegeben, etwa für die Anschaffung eines größeren Kühlschranks oder eines zweiten Fernsehers. In manchen Fällen führen Energieeffizienzmaßnahmen sogar dazu, dass am Ende unterm Strich noch mehr Energie verbraucht wird als zuvor (Backfire-Effekt).
Fazit: Beachten Sie unbedingt diese Effekte und handeln energieeffizient!