Schlagwort-Archiv: energetische Sanierung

Beschichtung und Edelgase sorgen für gute Abdichtung.

Weniger Energieverlust durch Wärmeschutzglas

Alte und undichte Fenster sorgen im Winter für ungemütliche Kälte und steigende Heizkosten. So geben ältere Fenster durchschnittlich 3 bis 5 Mal mehr Wärme ab als moderne Wärmeschutzverglasungen. Bei letzteren sorgen hauchdünne Edelmetallschichten im Inneren der Scheiben und Edelgase (meist Argon) in den Zwischenräumen für eine gute Dämmwirkung.

Wer sich für neue Fenster interessiert, sollte auf den Wärmeschutzkoeffizienten (U-Wert) achten. Der gibt den Energieverlust für das gesamte Fenster an also nicht nur für das Glas, sondern auch für den Rahmen und Randverbund! Je niedriger der U-Wert, desto besser. Für Neubauten und Sanierungen schreibt die Energieeinsparverordnung EnEV einen U-Wert von mindestens 1,3 W/m2K vor. Dieser Wert ist mit einer Zweifachverglasung zu erreichen.
Dreifachverglaste Fenster sind zwar etwas teurer, aber noch wärmeeffizienter. Hier können U-Werte von 0,5 W/m2K erzielt werden.
Ein Fensteraustausch aus energetischen Gründen ist leider mit relativ hohen Kosten und langen Amortisationszeiten verbunden. Deshalb sollte die Entscheidung wohl überlegt sein!

Die KfW Bank fördert solche Sanierungsarbeiten.

Mehr Beratung, mehr Effizienz!

Die Energieberatung gibt wertvolle Energiespartipps, deckt große Stromverbraucher im Haushalt auf, berät zu den Themen Sanierung, Heiztechnik oder erneuerbarer Energien und verrät, wo es welche Fördermittel gibt. Mieter, Vermieter oder Eigentümer haben dabei verschiedene Anlaufstellen:

•    Bundesweit bieten mehrere hundert Verbraucherzentralen telefonische oder persönliche Beratungsgespräche an. Dank der Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium sind die Angebote der Verbraucherzentrale sehr günstig und für einkommensschwache Haushalte sogar kostenlos.
•    Über Fördermöglichkeiten, den Einsatz erneuerbarer Energien und den effizienten Umgang mit Energie geben Energie- und Klimaschutzagenturen umfangreiche Auskünfte. Die Agenturen verleihen zudem Strommessgeräte oder vermitteln Energieberater in der Umgebung.
•    Einkommensschwachen Haushalten bietet zum Beispiel der Caritasverband in Zusammenarbeit mit Energieagenturen viele kostenlose Beratungsmöglichkeiten an.
•    Auch Energieversorger unterstützen Verbraucher beim Thema Energieeffizienz und -einsparung. Nähere Informationen finden sich auf der entsprechenden Homepage. Für Kunden ist der Service meist kostenlos. Informieren  Sie sich bei Ihrem Versorger.

Weitere Informationen, zum Beispiel über Fördermittel, gibt es auf der Webseite www.ganz-einfach-energiesparen.de. Dort finden Interessierte auch eine Liste mit Energieagenturen.

Fördermittel für Bau, Modernisierung und Co

Wer in die energetische Sanierung seiner Immobilie investieren will oder ein neues Haushaltsgerät benötigt, der kann heute mehr denn je von Förderprogrammen profitieren. Informieren kann man sich unter anderem bei der KfW-Bank. Die Förderbank unterstützt energetische Sanierungen mit zinsgünstigen Krediten und  Investitionszuschüssen. Beispielweise hat die KfW-Bank das Programm „Energieeffizient Sanieren“ im Angebot. Förderung gibt es auch für den Neubau: Mit dem Programm „Energieeffizient Bauen“ gewährt die KfW-Bank ein günstiges Darlehen. Sämtliche Förderprogramme finden Sie auf der Homepage der KfW.

Den Einsatz regenerativer Energien in Wohngebäuden unterstützt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Zuschüsse gibt es unter anderem für Solaranlagen und  Wärmepumpen.

Daneben haben auch Energieunternehmen, Bundesländer und Kommunen eigene Förderprogramme. Bezuschusst werden beispielsweise Energieberatungen, Investitionen in besonders energieeffiziente Heiztechnik und Haushaltgeräte sowie Elektro- und Gasfahrzeuge. Einen guten Überblick gewährt die Datenbank „foerderdata“, die über 6000 Fördermöglichkeiten für Unternehmen und Privatpersonen enthält und auf www.waerme-plus.de zu finden ist.

Informieren und Nachschauen lohnt sich in allen Fällen!