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Elektroreturn: Recycling von Kleinschrott

In vielen Haushalten sammeln sich alte Handys, Kabel, Druckpatronen etc. an. In den Hausmüll gehört der Abfall auf keinen Fall, also wohin damit?

Electroreturn heißt der Service der Deutschen Post, mit dem wir umweltfreundlich und kostenlos kleineren Elektroschrott entsorgen können. Dazu die ausrangierten Kleingeräte wie Handys, PC-Bauteile oder Kameras einfach in einen Maxibriefumschlag stecken. Der darf höchstens einen Kilo schwer sein und die Größe von 35 x 25 x 5 Zentimetern nicht überschreiten. Auf der Website der Post gibt es das kostenlose Electroreturn-Versandlabel zum Ausdrucken. Jetzt nur noch den Brief in den Briefkasten werfen, und ab geht die Post.

Der eingesandte Kleinschrott wird von der Post an ein Entsorgungsunternehmen weitergeleitet. Dort werden wiederverwertbare Rohstoffe zurückgewonnen und erneut in den Produktionskreislauf eingebracht. Mittlerweile bietet auch die Telekom gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe unter dem Namen „Handys für die Umwelt“ eine kostenlose Rücksendung für alte Mobiltelefone an.

jeder Deutsche im Schnitt 21,6 Kilo E-Müll produziert?

Damit belegt Deutschland den vierten Platz unter den Top 5 der Verursacher. Nur die USA, China und Japan produzieren noch mehr Elektroschrott — etwa durch alte Computer, Handys, Fernseher und andere Geräte.

Damit der Elektroschrott nicht über den Hausmüll entsorgt wird, müssen Großhändler mit einer Verkaufsfläche von über 400 Quadratmetern seit Juli 2016 alte Elektrogeräte von Kunden zurücknehmen. Je nach Versand- und Lagerfläche gilt das auch für Onlinehändler.

Für die umweltfreundliche Entsorgung von Kleingeräten hat sich das Leipziger Start-up Binee ein Belohnungssystem überlegt. Verbraucher, die alte Handys, Rasierer, Zahnbürsten usw. zu einer Binee-Recycling-Tonne bringen, bekommen Gutscheine von Kooperationspartnern.

Quelle: Global E-Waste Monitor 2014

Alte Geräte enthalten wertvolle Metalle.

Elektroschrott: Recycling spart Energie

Elektroschrott sollte unbedingt auf dem Recyclinghof abgegeben werden, denn die ausrangierten Kühlschränke, Fernseher, Handys und Co enthalten zum Teil noch wertvolle Metalle.

Aluminium, Kupfer und Zink können beispielsweise zu fast 100 Prozent wiederverwertet werden. Bei Kupfer erfordert das Recyling nur etwa halb so viel Energie wie seine Gewinnung aus Kupfererz. Neben der Energieeinsparung reduziert die Wiederverwertung zudem den Kohlendioxidausstoß und schont kostbare Ressourcen.

Verbraucher können auf der Grundlage des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes seit 2006 ihre alten Elektro- und Elektronikgeräte kostenlos bei den kommunalen Sammelstellen abgeben. Hersteller müssen die Geräte dort abholen und entweder wiederverwenden oder entsorgen lassen. Im Schnitt bringt jeder Deutsche jährlich rund acht Kilo Elektroschrott zum Recyclinghof.