Schlagwort-Archiv: CO2-Ausstoß

Clever Trinken 

In Deutschland zählt Leitungswasser zu den am besten kontrollierten Lebensmitteln. Es wird sogar noch strenger überprüft, als das in Flaschen abgefüllte Wasser, das wir im Supermarkt kaufen. Auch für die Umwelt ist Leitungswasser gut, denn es reduziert unseren Plastikmüll und verursacht viel weniger schädliches Kohlenstoffdioxid als gekauftes Wasser. So spart ein Liter Trink- statt Mineralwasser pro Tag 70 kg CO2 jährlich. Wer also Wasser direkt aus dem Wasserhahn trinkt, spart sich nicht nur das Kistenschleppen und Geld, sondern tut auch noch was für die Umwelt.

Neuseeland pflanzt 1 Milliarde Bäume

Neuseeland hat ein ehrgeiziges Klimaziel: Bis zum Jahr 2050 sollen sämtliche schädlichen Emissionen, die das Land verursacht, gleich wieder abgebaut werden. Zu diesem Zweck sollen in den nächsten Jahren 1 Milliarde Bäume gepflanzt werden. Für das „Billion Tree Program“ hat die neuseeländische Regierung bereits 485 Millionen Dollar für die kommenden drei Jahre bewilligt.

Bäume sind so wichtig, weil sie Sauerstoff produzieren, Schadstoffe aus Luft, Boden und Wasser filtern, und Tieren und Pflanzen als Nahrungsquelle und Lebensraum dienen. Ein weiterer Vorteil des neuseeländischen Aufforstungsprojekts: Das Pflanzen und Pflegen der Bäume wird rund 1.000 neue Arbeitsplätze schaffen.

Mit Kompensationsanbietern den klimatischen Fußabdruck  ausgleichen

So schön das Erkunden fremder Länder auch ist, Flugreisen schädigen die Umwelt. Flugzeuge gehören neben Autos und Kohlekraftwerken zu den größten Produzenten von Treibhausgasen. Wer auf Flugreisen nicht verzichten kann, aber trotzdem das Klima schonen will, kann nach der Buchung des Tickets bei Kompensationsanbietern wie Atmosfair und Myclimate oder direkt bei der Fluggesellschaft Geld für Klimaschutzprojekte spenden. Der entsprechende Beitrag, um die entstandenen Treibhausgasemissionen anderweitig auszugleichen, richtet sich nach Kriterien wie Flugdistanz, Verbrauch und Platznutzung im Flieger. Urlauber können mittlerweile auf den Internetseiten vieler Reiseveranstalter, Bahn- und Fluggesellschaften die CO2-Emissionen ausrechnen, die sie auf ihrer Reise verursachen. Beispielsweise bezahlt man bei Myclimate für die CO2-Kompensation eines Fluges von Frankfurt nach Barcelona etwa sechs Euro pro Person. Wer nach Sydney fliegt, zahlt 82 Euro. Die Spenden fließen gezielt in Klimaschutzprojekte, wie etwa dem Bau von Biogasanlagen in Indien oder Wiederaufforstungen in Südamerika. Doch nicht nur der touristische Klima-Fußabdruck lässt sich ausgleichen, wer will, kann den CO2-Ausstoß seines Autos, seines Haushaltes oder persönlichen Lebensstils kompensieren.

Wichtig: Bei der Wahl eines Kompensationsanbieters sollte man auf die Gold-Standard-Zertifizierung achten. Diese wird nur solchen Kompensationsprojekten bescheinigt, die Treibhausgase tatsächlich reduzieren und gleichzeitig eine nachhaltige Entwicklung der beteiligen Länder unterstützt.

Nachhaltig im Urlaub

Sommerzeit ist Urlaubszeit. Dass wir Deutschen gerne fremde Länder bereisen, ist bekannt. Leider sind wir nicht besonders umweltfreundliche Touristen. Laut einer neuen Studie der Universität Sydney belegen wir bei den CO2-Emissionen nach den USA und China den dritten Platz.

Dabei lässt sich der Urlaub ganz einfach nachhaltig gestalten. Hier ein paar Tipps:

  • Das Zuhause bitte umweltfreundlich verlassen. Soll heißen Licht aus, alle Stecker aus der Steckdose ziehen und die Heizung ausschalten. Wer länger als zwei Wochen unterwegs ist, kann auch den Kühlschrank enteisen und abschalten.
  • Umweltschonendes Kofferpacken bedeutet, dass man so wenig wie möglich mitnimmt. Ein leichteres Flugzeug produziert weniger C02 und meistens bleiben viele Klamotten sowieso ungetragen im Koffer.
  • Füllt die Pflegeartikel in Reisegröße lieber immer wieder auf, statt neue zu kaufen. Das vermeidet Plastikmüll.
  • Regionaler Urlaub ist natürlich viel besser für die Umwelt als Kreuzfahrten oder Fernreisen. Wer aber aufs Fliegen nicht verzichten will, hat bei vielen Reiseveranstaltern die Möglichkeit zur Kompensation, indem er bei der Buchung des Tickets gleich Geld für Klimaschutzprojekte spendet. Seriöse Kompensationsanbieter erkennt man am Gold-Standard-Siegel.
  • Bahn, Bus oder Carpooling-Plattformen zur Bildung von Fahrgemeinschaften sind eine umweltfreundlichere Alternative zum Flieger. Außerdem sieht man auf der Reise noch etwas von der Landschaft im Urlaubsland und kann nette Leute kennenlernen.
  • Echte Öko-Touristen achten bei der Auswahl ihres Hotels auf Zertifikate für Umweltfreundlichkeit.
  • In der Unterkunft sollte die Klimaanlage nicht auf vollen Touren laufen und auch nur eingeschaltet werden, wenn man sich im Zimmer befindet.
  • Wer die Handtücher im Hotel öfter als nur einmal benutzt, leistet auch schon einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz.
  • Achte auch bei den Lebensmitteln im Urlaub auf regionale und saisonale Produkte, die nicht eingeflogen werden müssen.
  • Der Urlaubsort lässt sich mit dem Fahrrad umweltfreundlicher erkunden als mit dem Mietwagen.
  • So, und jetzt einen schönen Urlaub!

eine Kuh so viel CO2-Äquivalent wie ein Auto produziert?

Rülpsende Kühe sind schlecht für die Umwelt. Das Gas, das dabei entweicht, Methan, hat eine 25 Mal stärkere Wirkung als Kohlendioxid. Mit 24 Prozent des weltweiten CO2-Ausstosses trägt die Landwirtschaft erheblich zum Klimawandel bei. Fast 15 Prozent davon gehen auf das Konto der Viehwirtschaft. Bis zum Jahr 2050 wird sich der Anteil am weltweiten CO2-Aufkommen vermutlich auf über 50 Prozent erhöhen, das sind rund 20,2 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalente* jährlich. Die Bundesregierung hat im Rahmen ihres Klimaschutzprogramms beschlossen, dass die deutschen Bauern die Emissionen bis 2030 um 30 Prozent reduzieren sollen.

Laut Greenpeace würde eine Halbierung des weltweiten Fleischkonsums das Problem bereits lösen. Derzeit liegt der weltweite pro-Kopf-Fleischkonsum im Durchschnitt bei 43 Kilogramm jährlich, der in Europa sogar bei 85.

*Um die Klimaschädlichkeit ins Verhältnis setzen zu können, werden bestimmte Gase wie Methan in CO2-Äquivalente umgerechnet.

Kfz-Zulassungsstopp: Weniger Abgase in Singapur

In Singapur ist der Besitz eines Automobils eine teure und seltene Angelegenheit. Seit dem 1. Februar muss für jedes neue Auto, das angemeldet wird, ein anderes abgemeldet werden. Die Bewohner der Stadt können also nicht einfach losgehen und sich einen neuen Wagen kaufen, statt dessen müssen sie vorher eine Lizenz ersteigern, die es ihnen erlaubt, ein Auto zu fahren. Das sogenannte „Certificate of Entitlement“ hat einen stolzen Preis von 35.000 Euro und verliert nach zehn Jahren seine Gültigkeit. Trotz der hohen Summe ist die Nachfrage nach der Lizenz, die man nur Zweimal im Monat online ergattern kann, enorm.

Die asiatische Metropole, die über wenige Verkehrswege verfügt, will mit der Kfz-Zulassungsbegrenzung neben Staus auch die Luftverschmutzung eindämmen. Dafür wird der Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes gefördert. Mit Erfolg, seit dem vergangenen Jahr ist die Anzahl an Autos um 60.000 geschrumpft. Zum Vergleich: Während in Deutschland im Durchschnitt jeder Zweite ein Auto besitzt, kommen in Singapur auf 5,6 Millionen Einwohner gerade einmal 575.000 Autos.

wir pro Jahr 25 kg CO2 sparen können, wenn wir beim Wasserkocher auf die Füllmenge achten?

Ein Wasserkocher ist effizienter als der Topf auf dem Elektroherd. Kochen wir aber ständig mehr Wasser als nötig, steigen Stromverbrauch und CO2-Ausstoß. Das macht im Jahr pro nicht verwendeten Liter Wasser täglich immerhin 25 kg CO2 aus. Wer beim Befüllen des Wasserkochers auf die Menge achtet, spart zudem 10 Euro im Jahr.

Tipp: Weniger qualitative Geräte schalten sich oft erst eine Minute nach dem Kochen ab und verbrauchen damit zu viel Energie. Das lässt sich vermeiden, wenn man den Kocher direkt nach dem Kochen selbst abschaltet und bei einer Neuanschaffung auf mehr Qualität achtet.

„Klimaschutz in Zahlen“

Deutschland hat sich zwar eine ambitionierte Klimaschutzpolitik auf die Fahnen geschrieben, dennoch übersteigen unsere Pro-Kopf-CO2-Emissionen mit rund 9,6 Tonnen den internationalen Durchschnitt von 4,9 Tonnen um mehr als das Doppelte. Hinzu kommt, dass ein großer Teil der CO2-Emissionen in Schwellenländern auf die Produktion von Exportgütern für Industrieländer zurückzuführen ist, was die konsumbasierten deutschen Emissionen nochmal um elf Prozent steigen lässt.

CO2, das unter anderem durch das Verbrennen von fossilen Energieträgern entsteht, ist die Hauptursache für den weltweiten Klimawandel, in dessen Folge es zu extremen Wetterereignissen wie Dürren, Überschwemmungen und anderen Naturkatastrophen kommt. Für Mensch, Umwelt und Wirtschaft sind die Auswirkungen des Klimawandels verheerend. Umso dringender ist Entwicklung weg von fossilen Energieträgern hin zur klimafreundlichen Energieerzeugung.

In der aktuellen Broschüre „Klimaschutz in Zahlen“ informiert das Umweltbundesamt über die wichtigsten Fakten, Trends und Zahlen der deutschen Klimapolitik, darunter die Entwicklung der jährlichen Treibhausgasemissionen, Investitionen in Klimaschutz oder die Ziele der Klimapolitik. Die Broschüre ist allgemeinverständlich und für eine breite Öffentlichkeit gedacht. Eine Vielzahl von Graphiken und Tabellen veranschaulichen die wichtigsten Daten und Fakten.

Klimaschutz in Zahlen 2017

Bildquelle: BMUB

 

Weiter ist nicht unbedingt besser

Bald ist es wieder soweit, der heiß ersehnte Urlaub steht vor der Tür. Die meisten von uns freuen sich das ganze Jahr über auf Sommer, Sonne und Strand. Leider gehört unsere Lieblingsjahreszeit nicht gerade zu den klimafreundlichsten. Vor allem lange Flugreisen verursachen große Mengen an schädlichen Treibhausgasen – umso länger der Flug, umso höher die Kohlenstoffdioxid-Emissionen. Zum Vergleich: Die Reise (Hin- und Rückflug) von Deutschland nach Barcelona verursacht etwa 870 kg CO2, das Fliegen nach New York bereits 3650 kg und nach Sydney sogar fast 15000 kg.
Aber nicht nur das CO2 aus verbranntem Kerosin wirkt sich negativ auf die Umwelt aus. In großer Höhe verursachen Flugzeuge auch Schleierwolken, die zur Klimaerwärmung beitragen und die Abgase bilden das Treibhausgas Ozon.
Bevor wir also unseren Urlaub buchen, sollten wir uns Gedanken über unser Reiseziel machen. Wenn wir den größten Teil unserer Zeit faul am Strand verbringen wollen, müssen wir dafür nicht gleich um die halbe Welt jetten. Und wem Nord- oder Ostsee zu frisch oder zu wenig mediterran erscheinen, der findet in Mittelmeerländern wie Frankreich oder Italien wunderbare Urlaubsziele mit reichhaltigem Kulturangebot.
Noch ein Hinweis: Zwar locken viele Billigflieger mit Schnäppchenpreisen, aber gerade bei kürzeren Strecken bilden Bus und Bahn oftmals günstige und vor allem sehr viel umweltfreundlichere Alternativen.

Grünes Grillen

Endlich ist es wieder soweit: Mit der Grillsaison beginnt für viele von uns die beste Saison des Jahres. Damit das Grillen nicht nur gesund, sondern auch klimafreundlich gelingt, hier ein paar Tipps:

• Achten Sie bei Fleisch und Gemüse auf Bio-Ware aus der Region. Das ist zwar etwas teurer, aber meistens besser im Geschmack und für die Umwelt.
• Gemüse auf dem Grill ist klimafreundlicher als Fleisch. Beachten Sie: Auch beim Fleisch gibt es große Unterschiede. Rindfleisch belastet das Klima über viermal so stark wie Schweinefleisch.
• Verzichten Sie auf Einweggeschirr und Pappbecher, das verursacht unnötigen Müll. Benutzen sie lieber wiederverwendbares Kunststoffgeschirr und transportieren Sie das Grillgut in Kunststoffdosen statt in Alufolie
• Umweltfreundliche Alternativen zur Alufolie oder –schale auf dem Grill sind dünne Steinplatten aus Speckstein oder Schiefer. Auch große Rhabarber- oder Kohlblätter eignen sich als Unterlage.
• Setzen Sie clevere Brennstoffe ein: Briketts aus Olivenkernen brennen hervorragend, minimieren den Funkenflug und sind CO2 –neutral.
• Grillkohle gibt es auch mit „FSC“-Siegel. Das Siegel kennzeichnet Holzprodukte, bei deren Herstellung soziale und ökologische Kriterien beachtet wurden. Ein DIN-Prüfzeichen auf Kohle garantiert, dass der Brennstoff kein Pech, Erdöl, Koks oder Kunststoffe enthält.
• Wer einen Gas- und Elektrogrill einsetzt, grillt für sich und die Nachbarn gesünder und umweltschonender als mit Holzkohle wobei natürlich der für viele unverzichtbare Rauchgeschmack fehlt. Hier gibt es aber genug gute Grillsaucen mit Raucharoma!