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eine Kuh am Tag bis zu 300 Liter Methan produziert?

Kühe gelten als große Klimasünder, denn sie produzieren bei der Verdauung jede Menge umweltschädliches Methan. Allein die Milchkühe in Deutschland sind verantwortlich für einen Ausstoß von 14 Millionen Tonnen Methan im Jahr. Dieses Treibhausgas trägt bis zu 25 Mal stärker zur Erwärmung der Atmosphäre bei als Kohlendioxid.

Dabei könnte das ausgestoßene Methangas in der Biogasanlage zur Gewinnung von Strom und Wärme genutzt werden. Wissenschaftler suchen schon lange nach einer Methode, um die Abgase, die die Kühe produzieren, einzufangen und sie in kostbares Biogas umzuwandeln. Mit den 300 Litern Methan, das eine Kuh am Tag produziert, ließe sich zum Beispiel ein Kühlschrank 24 Stunden betreiben.

Bisher haben die Agrarforscher allerdings noch keine effiziente Zapfmethode gefunden, um die Kuhabgase in unsere Stromversorgung zu integrieren.

aus Kuhfladen grüner Strom erzeugt werden kann?

Eine Kuh produziert täglich etwa 80 Liter Gülle. Landwirte haben dafür unterschiedliche Verwendungsmöglichkeiten: Es wird als Düngemittel genutzt, kann als Baustoff eingesetzt werden oder auch zur Erzeugung von grünem Strom dienen. So hat das Bundeslandschaftsmininsterium ausgerechnet, dass sich aus dem Mist einer einzigen Kuh bis zu 1.000 Kilowattstunden Strom gewinnen lassen können. Damit kann eine Waschmaschine tausend Waschgänge durchlaufen. Laut Ministerium reichen 25 Rinder aus, um sieben Haushalte ein Jahr lang mit Strom zu versorgen.
Zusätzlich ließen sich bei der Produktion von 1.000 kWh Strom aus Kuhfladen auch über 600 Kilogramm Treibhausgase vermeiden.

Um die Vorteile von Kuh- und anderem Tiermist in vollem Umfang nutzen zu können, braucht man entsprechende Biogasanlagen. Die Biogaserzeugung auf Gülle-Basis ist für die meisten Landwirte bisher aber keine attraktive Investition. Sie halten einfach zu wenig Vieh, um die notwendige Güllemenge bereitzustellen.
Zur Info: Aktuell werden etwa 10 bis 20 Prozent der Gülle aus der Landwirtschaft in Biogasanlagen verarbeitet.
(Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien)