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Intelligente Straßenbeleuchtung in Norwegen

Norwegen hat in Sachen Energieeffizienz die Nase vorn. In keinem anderen Land der Erde sind so viele Elektroautos zugelassen wie in dem skandinavischen Staat. Nun hat man sich etwas Neues einfallen lassen: Derzeit läuft ein Projekt zur Einsparung von Energie bei der Straßenbeleuchtung. Auf einem 9 km langen Highway-Abschnitt in der Nähe der Stadt Hole wurden Straßenlaternen mit Bewegungsmeldern ausgestattet. Sind keine Autos oder Radfahrer unterwegs, wird die Beleuchtung auf 20 Prozent gesenkt. Bei Verkehr dagegen steigt die Leistung auf 100 Prozent. Pro Woche lassen sich dadurch 2100 kWh Energie einsparen. Selbstverständlich sind die Straßenlaternen mit LED-Lampen ausgestattet. Die Kosten des Projekts sind zwar nicht bekannt, aber sie sollen sich nach etwa vier Jahren amortisieren. Das Projekt ist nicht das erste dieser Art. In Oslo gibt es bereits seit einiger Zeit einen Straßenabschnitt mit automatischer Beleuchtung.

Spartipps fürs Licht

Wir haben ein paar Tipps, wie Sie das Beste aus Ihrer Beleuchtung herausholen können:

  1. Streichen Sie Ihre Wände und die Decken möglichst in hellen Farben. Sie reflektieren das Licht und Sie können Lampen mit geringerer Leistung aufstellen.
  2. Helle Lampenschirme verstärken die Beleuchtung. Reinigen Sie die Schirme regelmäßig mit einem feuchten Tuch, denn Staub mindert die Leuchtkraft. Achtung: Vorher die Lampe ausschalten!
  3. Überschätzen Sie das Einsparpotenzial von gedimmten Licht nicht. Ein Dimmer sorgt zwar für eine gemütliche Atmosphäre, senkt aber den Stromverbrauch nicht im gleichen Maße wie die Helligkeit.
  4. Schalten Sie das Licht aus, wenn Sie den Raum für längere Zeit verlassen.
  5. Wer zur Bequemlichkeit oder Vergesslichkeit neigt, sollte auf Bewegungsmelder zurückgreifen. Die Geräte eignen sich besonders für den Einsatz im Hausflur oder der Garage.
  6. Für die Beleuchtung des Aquariums oder des Gartens empfehlen sich Zeitschaltuhren, die zur gewünschten Zeit das Licht ausschalten.
  7. Verwenden Sie LED-Lampen, die sind am sparsamsten!

Bewegungs- und Präsenzmelder: Praktisch und sparsam

Bewegungsmelder können die Kosten für die Beleuchtung um bis zu 25 Prozent senken, denn die Geräte sorgen dafür, dass sich Licht nur dann einschaltet, wenn es gebraucht wird. Hierfür  reagieren Infrarot-Sensoren auf Bewegungen und aktivieren die Beleuchtung. Das spart zudem die Suche nach dem Schalter und das Licht schaltet sich von ganz alleine wieder aus.

Bewegungsmelder sind leicht einzubauen und eignen sich besonders für Durchgangsräume wie den Hausflur oder Kellerräume. Auch im Außenbereich des Hauses sorgen sie für gute Sicht und halten ungebetene Gäste fern. Um Manipulationen zu verhindern, sollten Bewegungsmelder  allerdings ausschließlich von Innen bedienbar sein.

Eine andere Variante ist der Präsenzmelder. Der Unterschied zwischen Bewegungs- und Präsenzmelder liegt in der Empfindlichkeit der Sensoren. Präsenzmelder haben sensiblere Sensoren und registrieren auch die kleinsten Bewegungen. Ein weiterer Unterschied ist die Lichtmessung. Ein Bewegungsmelder misst die Helligkeit einmalig. Das Licht schaltet sich bei jeder Bewegung an,  auch dann, wenn das Tageslicht ausreichen würde. Präsenzmelder messen dagegen permanent die Helligkeit und gleichen die Lichtverhältnisse immer wieder an.

Bildquelle: Theben AG

 

Mehrfachsteckdose: Mit einem Klick lassen sich alle Geräte vom Netz trennen

Geringinvestive Maßnahmen rechnen sich

Energiesparen beginnt in den eigenen vier Wänden. Mit geringen Maßnahmen können Eigenheimbesitzer ihr Zuhause auf mehr Energieeffizienz trimmen und auch noch den Wohnkomfort erhöhen. Hier drei Tipps:

1.    Mehrfachsteckdosen sind eine tolle Erfindung: Mit einem Klick lässt sich eine Menge Energie einsparen. Denn PC- und Unterhaltungselektronikgeräte verursachen im Standby-Modus bis zu 10 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs. Es lohnt sich also in jedem Fall, die Steckdose bei längerer Nichtnutzung, z.B. nachts, abzuschalten und alle Geräte vom Netz zu trennen.

2.    Eine weitere Möglichkeit den Energieverbrauch im Standby-Modus zu verhindern ist der Einsatz von Zeitschaltuhren. Die damit verbundenen Haushaltsgeräte schalten sich zu den programmierten Zeiten automatisch an und aus. Zeitschaltuhren eignen sich vor allem zur Steuerung von Geräten, die täglich zur gleichen Zeit genutzt werden, wie zum Beispiel die Kaffeemaschine. Kleiner Sicherheitstipp: Einbrecher lassen sich mit den Geräten gut an der Nase herumführen. So können Sie im Urlaub durch gezieltes An- und Ausschalten von Lampen, Fernseher oder Rollläden ein bewohntes Haus vortäuschen.

3.    Sind Sie vergesslich oder ein bisschen zu faul, das Licht hinter sich auszuknipsen? Hier helfen Präsenzschalter oder Infrarot-Bewegungsmelder. Die Geräte sorgen dafür, dass das Licht nur dann angeht, wenn es tatsächlich benötigt wird. Sie eignen sich besonders für den Keller, die Garage oder den Hausflur. Präsenzschalter reagieren mit Infrarotsensoren auf Körperwärme, Bewegungsmelder – wie der Name schon sagt –  auf Bewegung. Mit den Helfern lassen sich immerhin bis zu 25 Prozent Energie einsparen. Doch Vorsicht: Damit sich die Anschaffung eines solchen Gerätes wirklich lohnt, sollten Sie vorher den Eigenverbrauch checken. Der sollte nicht über einem Watt liegen.