Spart die Zeitumstellung Strom?

Jedes Jahr am letzen Wochenende im Oktober stellen wir unsere Uhren von Sommer- auf Winterzeit um. In diesem Jahr findet die Zeitumstellung am 29. Oktober 2017 statt. Um drei Uhr in der Früh werden die Uhren um eine Stunde zurück gestellt.

Die Zeitumstellung wurde 1980 in Deutschland als Antwort auf die Ölkrise im Jahre 1973 eingeführt. Das Vorstellen der Uhren im Sommer sollte den Stromverbrauch reduzieren. Eine Stunde mehr Tageslicht heißt schließlich eine Stunde weniger künstliche Beleuchtung aus der Steckdose. Im Herbst werden die Uhren dann wieder zurückgestellt.

Mittlerweile weiß man allerdings, dass die Umstellung der Zeit keine Energieeinsparungen bedeuten. Zwar lässt sich im Sommer die Tageshelligkeit besser ausnutzen und damit Strom beim Licht sparen, dieser Energieeinspareffekt  wird jedoch durch den Mehrverbrauch an Heizenergie zunichte gemacht. Denn nun heizen wir während der Übergangszeit im Frühjahr und Herbst vermehrt in den Morgenstunden. Außerdem gibt es mittlerweile  sehr effiziente Energie- und LED-Lampen, mit denen wir bei der Beleuchtung sehr viel Strom einsparen können.

Übrigens zeigen Umfragen, dass die große Mehrheit der Deutschen gegen die Zeitumstellung sind, weil diese regelmäßig für Verwirrungen und Schlafstörungen sorgt.