Kfz-Zulassungsstopp: Weniger Abgase in Singapur

In Singapur ist der Besitz eines Automobils eine teure und seltene Angelegenheit. Seit dem 1. Februar muss für jedes neue Auto, das angemeldet wird, ein anderes abgemeldet werden. Die Bewohner der Stadt können also nicht einfach losgehen und sich einen neuen Wagen kaufen, statt dessen müssen sie vorher eine Lizenz ersteigern, die es ihnen erlaubt, ein Auto zu fahren. Das sogenannte „Certificate of Entitlement“ hat einen stolzen Preis von 35.000 Euro und verliert nach zehn Jahren seine Gültigkeit. Trotz der hohen Summe ist die Nachfrage nach der Lizenz, die man nur Zweimal im Monat online ergattern kann, enorm.

Die asiatische Metropole, die über wenige Verkehrswege verfügt, will mit der Kfz-Zulassungsbegrenzung neben Staus auch die Luftverschmutzung eindämmen. Dafür wird der Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes gefördert. Mit Erfolg, seit dem vergangenen Jahr ist die Anzahl an Autos um 60.000 geschrumpft. Zum Vergleich: Während in Deutschland im Durchschnitt jeder Zweite ein Auto besitzt, kommen in Singapur auf 5,6 Millionen Einwohner gerade einmal 575.000 Autos.