Kampf gegen Plastikmüll

Auf unseren Meeren und Ozeanen treiben rund 150 Millionen Tonnen Plastikmüll. Da sich Plastik sehr langsam zersetzt, ist die Vermüllung mittlerweile zu einem globalen Problem geworden — mit gravierenden Folgen für Natur, Mensch und Tier.

Die EU-Kommission will daher Wegwerfprodukte aus Kunststoff reduzieren oder sogar gänzlich verbieten. In einem Richtlinienentwurf forderten die Abgeordneten des EU-Parlaments Ende Oktober, dass Einweg-Plastikprodukte wie Strohhalme oder Wattestäbchen ab 2021 vom europäischen Markt verschwinden sollen. Bis 2025 sollen die Mitgliedsstaaten den Verbrauch von Einwegprodukten um ein Viertel gesenkt haben. Nun müssen die Mitgliedsstaaten dem Verbot zustimmen. Zwar hat sich die Bundesregierung für ein Aus von Wegwerfplastik ausgesprochen, leider wird in Deutschland derzeit aber mehr Müll produziert als jemals zuvor. So wurden 2017 hierzulande 4,4 Millionen Tonnen Kunststoffverpackungen hergestellt. Das sind 100.000 Tonnen mehr Plastikmüll als im Jahr davor.