Erneuerbare haben die Nase vorn

Zum ersten Mal seit ihrer Förderung haben die erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung die Braun- und Steinkohle überholt. Laut der aktuellen Zahlen des BDEW lieferten die Erneuerbaren im ersten Halbjahr 2018 fast 118 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom, das ist ein Anstieg um 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (1. Halbjahr 2017: 107 Milliarden kWh). Damit tragen regenerativen Energien mittlerweile zu rund 36 Prozent der Stromerzeugung bei.

Im Vergleich dazu ist die Stromerzeugung aus Braun- und Steinkohle von 127 Milliarden im Vorjahr auf etwa 114 Milliarden kWh gesunken. Kohlekraftwerke zählen zu den größten Verursachern von Umweltschäden in Deutschland. Bei der Umwandlung von Kohle in Energie werden neben großen Mengen des klimaschädlichen Kohlenstoffdioxids auch andere Schadstoffe wie Schwefeldioxid, Stickoxide, Kohlenmonoxid, Quecksilber oder Arsen freigesetzt. Zudem hat der Abbau von Kohle gravierende Konsequenzen für die Umwelt.

Dagegen leisten die regenerativen Energien, die zum Beispiel aus Wind- und Sonnenenergie gewonnen werden, einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz, weil sie aus nachhaltigen Quellen geschöpft werden.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist ein Grundpfeiler der Energiewende. Die Bundesregierung hat sich international dazu verpflichtet, bis 2020 den Ausstoß von Treibhausgasen um 40 Prozent zu reduzieren. Insgesamt sollen die erneuerbaren Energien 40 bis 45 Prozent der Stromerzeugung im Jahr 2025 übernehmen, bis 2050 sogar 80 Prozent. Grundlage für den Ausbau der Erneuerbaren Energien ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz.