Eiskratzen für Eilige

Für viele beginnt ein typischer Wintermorgen damit, erstmal das Eis von der Autoscheibe zu kratzen. Hier ein paar Tipps, wie das Morgenritual verkürzen und möglichst umweltfreundlich gestalten:

  • Vorbeugen: Abdeckfolie aus dem Baumarkt hält die Windschutzscheibe schnee- und eisfrei. Hände weg von Zeitungen und Kartons, die können auf der Scheibe festfrieren und sind schwer wieder abzubekommen.
  • Enteisersprays helfen zwar gegen die Eisschicht, sie enthalten aber Treibhausgase und sind daher nicht besonders umweltfreundlich. Also bitte sparsam verwenden. Bevor die Chemie zum Einsatz kommt, sollten wir erstmal auf den Eiskratzer und den Besen zurückgreifen, sonst bringt auch das Enteiserspray nichts.
  • Eiskratzer mit Messingklinge sind effektiver als Plastikkratzer.
  • Den Motor während des Eiskratzens warm laufen lassen? Lieber nicht, zum einen ist es nicht besonders umweltfreundlich, zum anderen drohen zehn Euro Bußgeld. Außerdem geht das Eiskratzen bei laufendem Motor nicht schneller, denn bis das Heizgebläsen die Eisschicht auf der Scheibe aufgetaut hat, haben wir diese schon längst freigekratzt. Auch ist es für den Motor nicht gut, ihn vor Fahrtbeginn warmlaufen zu lassen, denn das kalte Öl führt zur schlechten Schmierung im Leerlauf und zu einem hohen Kraftstoffverbrauch.
  • Bei Temperaturen bis Minus 4 Grad hilft ein Essig-Wasser-Gemisch die Eisbildung zu verhindern. Die Essigwasser im Verhältnis 3:1 einfach abends auf der Scheibe verteilen
  • Abzuraten ist von kochendem Wasser. Dieses kann zu Rissen in der Scheibe führen. Genauso wenig eignet sich kaltes Wasser, das zwar das Eis zunächst antaut, um dann zu einer dickeren Eisschicht festzufrieren.
  • Egal wie wir nun dem Eis zu Leibe rücken, eine freie Scheibe ist wichtig und dient der Sicherheit. Guckloch-Fahrer riskieren zudem ein Verwarnungsgeld von 10 Euro und eine Mitschuld bei einem Unfall.