Eine Insel für die Sonne

Einige hundert Kilometer östlich von Australien im Südpazifik liegt die kleine Insel Taʻū. Bis vor Kurzem nutzten deren knapp 800 Bewohner noch Dieselgeneratoren zur Erzeugung von Energie. Der Treibstoff wurde regelmäßig mit Schiffen angeliefert.

Aus Gründen des Umweltschutzes und für mehr Energieautarkie der Bewohner hat der kalifornische Photovoltaik-Hersteller SolarCity in Zusammenarbeit mit dem US-Unternehmen Tesla nun eine nachhaltigere Form der Energieversorgung auf der Insel in Amerikanisch-Samoa aufgebaut. Auf einer Fläche von 1,4 Hektar wurden rund 5.300 Solarpanels installiert, die 1,4 MW Leistung liefern sollen. Darüber hinaus sorgen 60 sogenannte Powerpacks dafür, dass überschüssige Sonnenenergie gespeichert wird. Sieben Stunden Sonnenlicht reichen aus, um die Speichermodule aufzuladen und die Energie bei Bedarf wieder abzugeben. Mit den Powerpacks könnten die Einheimischen drei Tage ohne Sonne überstehen. Allerdings muss sich die Pazifikinsel kaum Sorgen über schlechtes Wetter machen.

Rund ein Jahr haben die Arbeiten an dem Solarkraftwerk gedauert. Durch das neue Energiesystem sollen etwa 500.000 Liter Diesel im Jahr eingespart werden – ein Segen für die Umwelt und den Geldbeutel der Taʻū-Bewohner.