E-Mobilität: Ladesäulen-Ausbau zieht an

Die Energiewirtschaft drückt beim Ausbau von Ladesäulen auf die Tube. Rund 6.700  Ladesäulen gibt es in mittlerweile deutschlandweit. Da viele Stationen über zwei oder mehr Ladebuchsen verfügen, ist die Anzahl der Ladepunkte an Ladesäulen seit dem vergangenen Sommer von 10.700 auf rund 13.500 angewachsen. Das ist ein Anstieg um immerhin 25 Prozent.* Allerdings ist damit leider noch immer nicht die Anzahl erreicht, die für ein flächendeckenden Ausbau nötig wäre. Auch die von der Bundesregierung geplanten 100.000 Ladepunkte bis zum Jahr 2020 scheinen noch in weiter Ferne.

Die schlechte Ladeinfrastruktur und auch die langen Ladezeiten sind mitverantwortlich dafür, dass die Deutschen zu wenige Elektroautos kaufen. Von 46 Millionen Pkw, die auf deutschen Straßen unterwegs sind, sind laut Kraftfahrtbundesamt weniger als 54.000 Autos mit elektrischem Antrieb. Damit ist das von der Bundesregierung anvisierte Ziel von einer Millionen E-Autos bis 2020 nicht erreichbar.

„Wenn die Elektromobilität in Deutschland in den nächsten Jahren den Durchbruch schaffen soll, muss die Automobilindustrie endlich Modelle auf den Markt bringen, die in Preis und Leistung mit Verbrennern konkurrieren können“, fordert Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW- Hauptgeschäftsführung. Zudem müsse die Ladeinfrastruktur im privaten Bereich durch Fördermittel und Anpassungen im Wohnungseigentumsrecht erleichtert werden. Denn wer keine Ladebuchse in der eigenen Garage hat, hat kaum Lust, sich Abends erstmal auf die Suche nach einer Ladesäule zu machen.

*Zum Ladesäulenregister: Mit der neuen Plattform www.ladesaeulenregister.de bieten der BDEW und die Energie Codes und Services GmbH ab sofort ein umfassendes Serviceangebot rund um Fragen der Infrastruktur für Elektromobilität.