Kategorie-Archiv: Weihnachten

Weihnachtsbäume umweltfreundlich

In Deutschland werden jedes Jahr zu Weihnachten etwa 30 Millionen Weihnachtsbäume gekauft. Der Großteil dieser Bäume wächst in dafür eigens angelegten Christbaumkulturen. Leider verwenden diese für die Züchtung oftmals Insektizide, Düngemittel und andere Chemikalien, die der Umwelt schaden.

Wer also die Weihnachtszeit möglichst nachhaltig verbringen möchte, entscheidet sich beim Kauf für Ökobäume. Das sind Bäume, die auf Ökoplantagen gewachsen sind, auf denen keine giftigen Chemikalien zum Einsatz kommen. Ökobäume sind leicht an ihren Siegeln zu erkennen. Zu den vertrauenswürdigen Siegeln zählen Bio-, Bioland-, Naturland-, Demeter- oder FSC-Siegel.

Am umweltfreundlichsten sind Bäume, die natürlich gewaschen sind, also direkt aus dem Wald und aus der Region stammen. Viele Waldbesitzer, Förster oder auch verschiedene BUND-Gruppen bieten die Möglichkeit, gemeinsam im Wald unter den eigenen Baum zu schlagen.

Wer seinen Baum aber lieber kaufen als schlagen will, findet hier eine Liste über Verkaufsstellen.

Quelle: Umweltbundesamt

Welcher Tannenbaum?

Rund 29 Millionen Weihnachtsbäume werden in diesem Jahr in deutschen Haushalten aufgestellt. So schön diese Tradition an Weihnachten auch ist, leider vergessen wir häufig die Konsequenzen für die Umwelt: Die Aufzucht von Christbäumen erfordert einen hohen Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden. Zudem wachsen die Tannen über mehrere Jahre heran und werden abgeholzt, um dann etwa zwei Wochen unsere Wohnzimmer zu schmücken. Wer an Weihnachten nicht auf einen Tannenbaum verzichten möchte, sollte ein paar Fakten beachten:

  • Die Nordmanntanne ist der Lieblingsbaum der Deutschen, denn sie verliert auch in beheizten Räumen nicht so schnell Nadeln. Leider ist die Tanne keine heimische Baumart, die in unserer Wäldern wächst, sondern muss durch Sonderkulturen angebaut werden. Heimische Fichten oder Kiefern sind da viel umweltschonender.
  • Bevorzugen Sie Bäume aus Durchforstung. In durchforsteten Waldgebieten werden einzelne Bäume gezielt gefällt, um den Baumbestand aufzulichten und zu verjüngen.
  • Beim Bio-Anbau werden keine chemischen Pflanzenmittel verwendet und das Düngen geschieht auf natürliche Weise. Achten Sie auf das Bio-Logo. Leider ist der ökologische Anbau von Bio-Tannen mit viel Aufwand verbunden, entsprechend sind die Bäume auch teurer.
  • Wem Kunsttannen lieber sind, weil sie sich über mehrere Jahre aufstellen lassen, sollte beim Kauf auf umweltfreundliches Material achten, das zu 100 Prozent recycelbar ist. Plastiktannen lassen sich zwar öfter nutzen, doch irgendwann landen sie auf dem Müll und belasten die Umwelt. Zudem erfordert die Herstellung von Plastikbäumen viele wertvolle Ressourcen und Energie. Insbesondere billige Plastikware ist in der Regel unter sehr umweltschädlichen Bedingungen hergestellt worden.
  • Welcher Baum – ob Kunst oder Natur – letztendlich die bessere Ökobilanz hat, ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Nutzt man beispielsweise eine kleine Kunsttanne mehrere Jahre, ist das besser als ein alljährlich abgeholzter Nadelbaum aus herkömmlicher Zucht.

Noch ein Tipp: Verzichten Sie beim Schmücken auf Schnee- und Glitzerspray sowie auf Lametta. Zum umweltverträglichen Christbaumschmuck passen Nüsse, Stoffbänder und Figuren aus Papier, Holz oder Stroh.