Kategorie-Archiv: Umwelt

Alles sauber auf See? Neueste Antriebe für Kreuzfahrtschiffe

Sind Kreuzfahrtschiffe Umweltsünder? Geht es auch ohne Schweröl? Als erstes Kreuzfahrtschiff fährt die Aida Nova, gebaut in einer Rostocker Reederei, vollständig mit flüssigem Erdgas (LNG). Zwei der riesigen Flüssigkeitstanks mit seiner Länge von jeweils 35 Metern und einem Durchmesser von 8,25 Metern sorgen für den Nachschub. Erdgas gilt zwar als sauberster fossiler Brennstoff, doch umweltgerecht kreuzt das Schiff wohl doch noch nicht ganz. Denn der Hybrid kann nicht ohne Diesel. Während in der Kreuzfahrtindustrie die Zukunft gerade eingeläutet wird, haben  Fährbetriebe auf kurzen Strecken Antriebsinnovationen bereits umgesetzt. Seit Mai 2015 pendelt die Elektrofähre „Ampere“ auf der sechs Kilometer langen Route im norwegischen Sognefjord zwischen Lavik und Oppedal.

Bei der Fortbewegung auf dem Wasser erwarten uns wohl noch erstaunliche und spannende Fortschritte! Ahoi! https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/schiffbau/kreuzfahrtschiff-mit-erdgasantrieb-nicht-ohne-diesel/

Streusalz vermeiden

Bei Schnee und Eis werden Straßen und Gehwege schnell zu Rutschbahnen, im Winter herrscht daher Streupflicht. Etwa vier Tonnen Streusalz landen jährlich laut Bundesumweltamt auf deutschen Straßen. Was viele nicht wissen: Streusalz ist für Bäume, Tiere, Pflanzen und Gewässer sehr schädlich. Aber auch für Bauwerke und Fahrzeuge ist das Salz gefährlich.
Streusalz, das zum Großteil aus Natriumchlorid (Kochsalz) sowie Calcium- oder Magnesiumchlorid besteht, wirkt im direkten Kontakt ätzend. Gelangt es in den Boden, schädigt es die Wurzeln von Pflanzen. In vielen Städten und Kommunen ist der Einsatz von Streusalz deshalb verboten und wird mit einem Bußgeld bestraft. Grundstücksbesitzer, die für geräumte Bürgersteige sorgen müssen, sollten daher auf umweltfreundlichere Alternativen zurückgreifen. Da sich frischer Schnee am einfachsten entfernen lässt, sollte man ihn möglichst zeitnah mit Schippe und Besen beseitigen. Wartet man zu lange damit, tritt er sich fest und es drohen Vereisungen. Wer bei Eis und Glättgefahr streuen möchte, kann Streumittel wie Sand, Splitt oder Granulat verwenden. Der Blaue Engel hilft beim Einkaufen umweltfreundliche Produkte zu erkennen. Mehr Infos gibt es beim Umweltbundesamt.

Mehr Nachhaltigkeit im Neuen Jahr

Das Neue Jahr ist noch jung, doch die meisten unserer guten Vorsätze sind bereits von gestern. Beim Umweltschutz lohnt es sich allerdings dran zu bleiben, denn die guten Vorsätze lassen sich mühelos in den Alltag integrieren. In diesem Jahr sollten wir also

unseren Einwegbecherverbrauch runterschrauben. Rund 3 Milliarden Kaffeebecher landen in Deutschland jährlich auf dem Müll. Warum sich den Coffee-to-go also nicht in den eigenen Thermobecher abfüllen lassen? Immer mehr Cafés und Restaurants in großen Städten bieten mittlerweile zudem kostenlose Mehrwegbecher an.

mehr Tofu essen, denn Fleischkonsum schadet der Umwelt. So kommt eine neue Studie der Oxford Martin School für das Weltwirtschaftsforum (WEF) zu dem Ergebnis, dass die Rindfleischproduktion im Jahr 2010 für 25 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich war.

mehr Leitungswasser trinken. Die Qualität ist in Deutschland hervorragend und Plastikmüll ist mittlerweile zu einem riesigen Umweltproblem geworden. Für unterwegs also immer eine eigene Trinkflasche dabei haben oder auf Glasflaschen umsteigen.

nie ohne Tragetasche oder Rucksack in den Supermarkt gehen. Und in diesem achten wir natürlich darauf, möglichst loses Obst und Gemüse zu kaufen. Dadurch helfen wir, viel Müll einzusparen.

öfter mal auf dem Wochenmarkt einkaufen gehen. Saisonale und regionale Lebensmittel schmecken nicht nur besser, sie schonen auch das Klima.

darauf achten, dass unsere Elektrogeräte im Standby-Modus nicht unnötig Strom verbrauchen. Dadurch können wir bis zu 100 Euro im Jahr an Stromkosten sparen.

das Auto öfter stehen lassen und uns stattdessen öfter aufs Fahrrad schwingen oder zu Fuß gehen. Das kommt unsere Gesundheit, der Figur und der Umwelt zugute.

Kampf gegen Plastikmüll

Auf unseren Meeren und Ozeanen treiben rund 150 Millionen Tonnen Plastikmüll. Da sich Plastik sehr langsam zersetzt, ist die Vermüllung mittlerweile zu einem globalen Problem geworden — mit gravierenden Folgen für Natur, Mensch und Tier.

Die EU-Kommission will daher Wegwerfprodukte aus Kunststoff reduzieren oder sogar gänzlich verbieten. In einem Richtlinienentwurf forderten die Abgeordneten des EU-Parlaments Ende Oktober, dass Einweg-Plastikprodukte wie Strohhalme oder Wattestäbchen ab 2021 vom europäischen Markt verschwinden sollen. Bis 2025 sollen die Mitgliedsstaaten den Verbrauch von Einwegprodukten um ein Viertel gesenkt haben. Nun müssen die Mitgliedsstaaten dem Verbot zustimmen. Zwar hat sich die Bundesregierung für ein Aus von Wegwerfplastik ausgesprochen, leider wird in Deutschland derzeit aber mehr Müll produziert als jemals zuvor. So wurden 2017 hierzulande 4,4 Millionen Tonnen Kunststoffverpackungen hergestellt. Das sind 100.000 Tonnen mehr Plastikmüll als im Jahr davor.

Umweltbundesamt will Fußverkehr stärken

Zu Fuß gehen entlastet die Umwelt und ist gut für die Gesundheit. Nun will das Umweltbundesamt diese Fortbewegungsmöglichkeit fördern und ruft dazu auf, häufiger zu Fuß zu gehen.

Auf dem Fußverkehrskongress in Berlin wurde zu diesem Zweck bereits ein Strategiepapier vorgestellt. Um die Deutschen zu mehr Fußgängen zu animieren, soll der Fußverkehr sicherer und barrierefreier werden. Dafür soll es künftig breitere Gehwege und kürzere Wartezeiten an Ampeln geben. Dagegen soll für Autofahrer in den Städten Tempo 30 flächendeckend eingeführt werden und Falschparker sollen mit höheren Bußgeldern zur Kasse gebeten werden.

Wer sein Auto öfter stehen lässt, schone nicht nur die Umwelt, sondern spare Geld und tue was für seine Gesundheit, so das Umweltbundesamt. Bis 2030 will die Behörde mit der Fußverkehrsstrategie die Zahl der Fußgänger von derzeit etwa 27 Prozent in den Städten auf 41 Prozent erhöhen.

Neuseeland pflanzt 1 Milliarde Bäume

Neuseeland hat ein ehrgeiziges Klimaziel: Bis zum Jahr 2050 sollen sämtliche schädlichen Emissionen, die das Land verursacht, gleich wieder abgebaut werden. Zu diesem Zweck sollen in den nächsten Jahren 1 Milliarde Bäume gepflanzt werden. Für das „Billion Tree Program“ hat die neuseeländische Regierung bereits 485 Millionen Dollar für die kommenden drei Jahre bewilligt.

Bäume sind so wichtig, weil sie Sauerstoff produzieren, Schadstoffe aus Luft, Boden und Wasser filtern, und Tieren und Pflanzen als Nahrungsquelle und Lebensraum dienen. Ein weiterer Vorteil des neuseeländischen Aufforstungsprojekts: Das Pflanzen und Pflegen der Bäume wird rund 1.000 neue Arbeitsplätze schaffen.

Erneuerbare haben die Nase vorn

Zum ersten Mal seit ihrer Förderung haben die erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung die Braun- und Steinkohle überholt. Laut der aktuellen Zahlen des BDEW lieferten die Erneuerbaren im ersten Halbjahr 2018 fast 118 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom, das ist ein Anstieg um 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (1. Halbjahr 2017: 107 Milliarden kWh). Damit tragen regenerativen Energien mittlerweile zu rund 36 Prozent der Stromerzeugung bei.

Im Vergleich dazu ist die Stromerzeugung aus Braun- und Steinkohle von 127 Milliarden im Vorjahr auf etwa 114 Milliarden kWh gesunken. Kohlekraftwerke zählen zu den größten Verursachern von Umweltschäden in Deutschland. Bei der Umwandlung von Kohle in Energie werden neben großen Mengen des klimaschädlichen Kohlenstoffdioxids auch andere Schadstoffe wie Schwefeldioxid, Stickoxide, Kohlenmonoxid, Quecksilber oder Arsen freigesetzt. Zudem hat der Abbau von Kohle gravierende Konsequenzen für die Umwelt.

Dagegen leisten die regenerativen Energien, die zum Beispiel aus Wind- und Sonnenenergie gewonnen werden, einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz, weil sie aus nachhaltigen Quellen geschöpft werden.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist ein Grundpfeiler der Energiewende. Die Bundesregierung hat sich international dazu verpflichtet, bis 2020 den Ausstoß von Treibhausgasen um 40 Prozent zu reduzieren. Insgesamt sollen die erneuerbaren Energien 40 bis 45 Prozent der Stromerzeugung im Jahr 2025 übernehmen, bis 2050 sogar 80 Prozent. Grundlage für den Ausbau der Erneuerbaren Energien ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz.

Umweltfreundlicher Schulstart

Nach dem Sommer geht die Schule wieder los. Auch im Schulalltag lässt sich viel für die Umwelt tun.

  • Einen umweltfreundlichen Schulranzen, der keine Schadstoffe enthält und dazu noch alle Ansprüche an die Sicherheit erfüllt, ist nicht so einfach zu finden. Ökotest untersuchte im Jahr 2017 zahlreiche Ranzen und kann bei der Recherche helfen.
  • Recyclinghefte lassen sich inzwischen genauso gut beschreiben wie jene aus herkömmlichem Papier. Für ihre Herstellung muss allerdings kein Baum gefällt werden, und auch der Wasser- und der Energieverbrauch fallen sehr viel geringer aus.
  • Papierprodukte, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind garantieren zusätzlich, dass bei der Produktion keine giftigen Chemikalien verwendet worden sind.
  • Bei Heftschonern sollte statt auf Plastikeinbände auf umweltfreundliche Alternativen zurückgegriffen werden. Schutzhüllen können aus Recyclingpapier gebastelt oder aus Stoffresten selbst genäht werden.
  • Frühstück, das in einer Brotdose transportiert wird, statt in Papier oder Folie eingewickelt zu sein, vermeidet unnötigen Müll.
  • Auch das Getränk sollte morgens in eine Trinkflasche (ohne Weichmacher) abgefüllt werden, die immer wieder gereinigt und benutzen werden kann.
  • Wie weit ist eigentlich der Schulweg? Viele Eltern bringen ihre Kinder aus Bequemlichkeit mit dem Auto zur Schule, obwohl der Weg gar nicht weit ist. Umweltfreundlicher ist es, zu Fuß zu gehen oder mit dem Fahrrad zu fahren! Ist die Schule zu weit entfernt, kann man den Bus oder die Bahn nehmen.

Weniger Plastikabfall

Kein anderes europäisches Land produziert so viel Verpackungsmüll wie Deutschland. Laut des aktuellen Berichts des Umweltbundesamtes (UBA) liegen wir im Durchschnitt bei 220,5 kg Verpackungsabfall pro Kopf. Im Vergleich dazu liegt der pro-Kopf-Verbrauch in der EU bei 167,3 kg. Hier ein paar Tipps, wie wir es schaffen, weniger Plastikmüll zu produzieren.

  • Verzichte auf Plastikstrohhalme. Weltweit werden jeden Tag vier Milliarden Strohhalme weggeworfen. Die EU will die Umweltsünder gänzlich abschaffen. Mittlerweile gibt es wiederverwertbare Alternativen aus Bambus, Glas und Metall.
  • Jutebeutel statt Plastik. Wir sollten immer mit einer Tasche ausgerüstet einkaufen gehen. Ein kleiner Stoffbeutel passt in jede Jackentasche – und ist auch bei Spontankäufen parat.
  • Eis in der Waffel. Zum Sommer gehört Eis. Wenn du es in der Eisdiele in der Waffel statt im Becher bestellst, tust du was für die Umwelt.
  • Werbung, nein Danke.“ Der Aufkleber auf dem Briefkasten vermeidet nicht nur haufenweise Papiermüll, auch die Plastikverpackung, in die die Werbehefte eingeschweißt sind, wird so gespart.
  • Tupperdose statt eingeschweißte Sandwiches. Unterwegs schnell einen Salat oder das Brötchen in der Plastikverpackung. Leider produziert Essen-to-go Unmengen an Müll. Ab und zu sollten wir das Mittagessen also in einer Tupperdose mitnehmen.
  • Glas statt Plastik. Greife im Supermarkt zu den Glas- statt Plastikvarianten, egal ob bei Wasserflaschen oder dem Joghurtbecher. Aber Achtung, auch das Glasrecycling ist energieaufwendig, daher sollten Nahrungsmittel wenn möglich lose gekauft werden.
  • Auf Coffee-to-go-Becher und Kaffeekapseln verzichten. Kaffeeliebhaber können zuhause einen eigenen Thermobecher füllen, oder ihn einfach ins Café mitnehmen und dort befüllen lassen. Das spart haufenweise Müll.
  • Auf Naturkosmetik setzen: Viele Körperpflegeprodukte und Kosmetika enthalten feste, flüssige und wachsartige Kunststoffe. Achte bei Kauf also darauf, dass die Produkte keine künstliche Polymere, zum Beispiel Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) oder auch Nylon, enthalten. Naturkosmetik kommt ganz ohne Plastik aus.

Mit Kompensationsanbietern den klimatischen Fußabdruck  ausgleichen

So schön das Erkunden fremder Länder auch ist, Flugreisen schädigen die Umwelt. Flugzeuge gehören neben Autos und Kohlekraftwerken zu den größten Produzenten von Treibhausgasen. Wer auf Flugreisen nicht verzichten kann, aber trotzdem das Klima schonen will, kann nach der Buchung des Tickets bei Kompensationsanbietern wie Atmosfair und Myclimate oder direkt bei der Fluggesellschaft Geld für Klimaschutzprojekte spenden. Der entsprechende Beitrag, um die entstandenen Treibhausgasemissionen anderweitig auszugleichen, richtet sich nach Kriterien wie Flugdistanz, Verbrauch und Platznutzung im Flieger. Urlauber können mittlerweile auf den Internetseiten vieler Reiseveranstalter, Bahn- und Fluggesellschaften die CO2-Emissionen ausrechnen, die sie auf ihrer Reise verursachen. Beispielsweise bezahlt man bei Myclimate für die CO2-Kompensation eines Fluges von Frankfurt nach Barcelona etwa sechs Euro pro Person. Wer nach Sydney fliegt, zahlt 82 Euro. Die Spenden fließen gezielt in Klimaschutzprojekte, wie etwa dem Bau von Biogasanlagen in Indien oder Wiederaufforstungen in Südamerika. Doch nicht nur der touristische Klima-Fußabdruck lässt sich ausgleichen, wer will, kann den CO2-Ausstoß seines Autos, seines Haushaltes oder persönlichen Lebensstils kompensieren.

Wichtig: Bei der Wahl eines Kompensationsanbieters sollte man auf die Gold-Standard-Zertifizierung achten. Diese wird nur solchen Kompensationsprojekten bescheinigt, die Treibhausgase tatsächlich reduzieren und gleichzeitig eine nachhaltige Entwicklung der beteiligen Länder unterstützt.