Kategorie-Archiv: Solarenergie

Sonnenbad fürs Handy

Smartphones haben sich in den vergangenen Jahren in ihrer Leistungsfähigkeit, Displaygröße und Auflösung stark entwickelt. Leider können die Fortschritte in der Akkutechnologie da kaum mithalten. Wer sein Handy oft und viel nutzt, dem geht der Saft schnell aus. Größere Akkus wären denkbar, lassen sich aber schwer in die immer flacher und leichter werdenden Handys integrieren.
Hersteller haben das Problem schon lange erkannt und tüfteln an verschiedenen umweltverträglichen Lösungen. Seit den 2010er Jahren gibt es beispielsweise Solar-Handys, also Handys, bei denen auf der Rückseite Solarzellen montiert sind. Die sollen den Energieverbrauch begrenzen und dafür sorgen, dass die Akkus auch unterwegs immer aufgeladen sind.
Produzenten wie Samsung und LG setzten damals große Hoffnungen auf Märkte in sonnenreichen Regionen. Der Trend hielt sich aber nicht lange, denn auch Solar-Handys kommen nicht ohne Steckdose und Ladegerät aus. Ein Dauerbetrieb nur mithilfe der Solarzellen ist insbesondere bei den stromhungrigen Smartphones bisher unmöglich. Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass der Energieaufwand zur Herstellung der Handys den Nutzen bei Weitem übertrifft. Ja, sogar der Umwelt eher schadet.
Es ist also unwahrscheinlich, dass sich der Trend so bald wiederbelebt.

Die Fotovoltaik-Paneele sind nur sieben Millimeter dick.

Effizienter Straßenbelag

Frankreich will in den nächsten fünf Jahren rund 1.000 Kilometer seiner Straßen mit Photovoltaik „pflastern“, kündigte kürzlich Umweltministerin Ségolène Royal an. Damit könnten fünf Millionen Franzosen – also etwa acht Prozent der Landesbevölkerung – mit Strom aus Sonnenenergie versorgt werden.
Bereits seit 2011 arbeitet das nationale Institut für Solarenergie mit dem Bauunternehmen Colas an der Entwicklung der Solarzellen-Technologie „Wattway“.
Obwohl die Photovoltaik-Paneele nur sieben Millimeter dick sind, sollen sie allen Witterungsverhältnissen und vor allem der hohen Belastung durch Lkws und Autos standhalten. Colas hat berechnet, dass die Straßen durchschnittlich nur etwa 10 Prozent der Tageszeit von Fahrzeugen befahren werden. Die restliche Zeit über könnten sie Strom erzeugen – vorausgesetzt die Sonne scheint. Die Solar-Module können ohne aufwendige Aufrissarbeiten direkt auf den Straßenbelag aufgetragen werden.
Laut Hersteller werden rund 20 Quadratmeter Solarfläche benötigt, um einen Single-Haushalt mit ausreichend Strom zu versorgen. Im Frühjahr diesen Jahres will Frankreich mit den ersten Tests beginnen. Wo begonnen wird und wie viel die Installationen kosten werden, ist noch nicht raus.

Bildquelle: Colas