Kategorie-Archiv: Recycling

Elektroreturn: Recycling von Kleinschrott

In vielen Haushalten sammeln sich alte Handys, Kabel, Druckpatronen etc. an. In den Hausmüll gehört der Abfall auf keinen Fall, also wohin damit?

Electroreturn heißt der Service der Deutschen Post, mit dem wir umweltfreundlich und kostenlos kleineren Elektroschrott entsorgen können. Dazu die ausrangierten Kleingeräte wie Handys, PC-Bauteile oder Kameras einfach in einen Maxibriefumschlag stecken. Der darf höchstens einen Kilo schwer sein und die Größe von 35 x 25 x 5 Zentimetern nicht überschreiten. Auf der Website der Post gibt es das kostenlose Electroreturn-Versandlabel zum Ausdrucken. Jetzt nur noch den Brief in den Briefkasten werfen, und ab geht die Post.

Der eingesandte Kleinschrott wird von der Post an ein Entsorgungsunternehmen weitergeleitet. Dort werden wiederverwertbare Rohstoffe zurückgewonnen und erneut in den Produktionskreislauf eingebracht. Mittlerweile bietet auch die Telekom gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe unter dem Namen „Handys für die Umwelt“ eine kostenlose Rücksendung für alte Mobiltelefone an.

Weniger verschwenden, mehr recyceln

…hat der Bundestag beschlossen und will nun die Pfandpflicht in Deutschland ausweiten. Das neue Verpackungsgesetz tritt ab 1. Januar 2019 in Kraft. Verbraucher werden dann den Einwegaufschlag von 25 Cent auf eine größere Anzahl Getränke zahlen müssen; etwa auf kohlensäurehaltige Nektare oder Mischgetränke mit einem Molkeanteil von mindestens 50 Prozent. Von der Pfandpflicht ausgenommen sind zunächst Wein, Milchkartons und Saftflaschen. Außerdem sieht der Bundesrat eine neue Kennzeichnungspflicht für Getränkeverkäufer vor: Schilder am Getränkeregal sollen Verbraucher besser darüber informieren, ob es sich um Mehrweg- oder um Einwegflaschen handelt.

Mit den neuen Gesetzen will das Bundesumweltministerium eine Reduktion von Verpackungsabfällen erreichen. Ziel ist es, die Recycling-Quote für Kunststoffverpackungen bis zum Jahr 2022 von derzeit 36 Prozent auf 63 Prozent anzuheben. Umweltschützern, die seit Jahren für höhere Recyclingstandards kämpfen, geht das neue Verpackungsgesetz allerdings nicht weit genug. Sie fordern härtere Maßnahmen, zum Beispiel Sanktionen für ein Verfehlen der Mehrwegquote oder eine Extrasteuer auf Einweggetränkeverpackungen.

Jedes Jahr ein neues Handy?

Seit der Einführung des ersten iPhones vor ungefähr zehn Jahren, wurden über sieben Milliarden Smartphones produziert. Laut Greenpeace hat allein die Produktion in diesem Zeitraum weltweit rund 968 Terawattstunden Strom verschlungen. Das ist ungefähr so viel wie die komplette jährliche Energieversorgung Indiens.

Neben diesem großen Energieaufwand ist die Herstellung von Handys auch deshalb problematisch, weil die Geräte Edelmetalle und Metalle der seltenen Erden benötigen. Die Förderung und Verarbeitung der Rohstoffe geht häufig mit massiven Schäden für Mensch und Natur einher, und auch das spätere Recycling gestaltet sich schwierig.

In Anbetracht dieser Tatsache, sollten wir uns überlegen, ob wir zum Beispiel Verträge, die jedes Jahr ein neues Handy versprechen, wirklich benötigen, mahnt Greenpeace! Laut Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) haben nur zwölf Prozent der Deutschen ein Smartphone, das älter ist als zwei Jahre. 63 Prozent besitzen ein Handy, das nicht älter als ein Jahr ist.

Was passiert mit alten Weihnachtsbäumen?

Spätestens am Dreikönigstag, dem 6. Januar, landet unsere liebste Weihnachtsdeko, der Tannenbaum, auf der Straße. Glücklicherweise werden die meisten Bäume recycelt. Öfen- und Gartenbesitzer wissen meist selbst am besten, wie sich die Bäume weiterverwenden lassen. Allen anderen helfen die städtischen Abfallbetriebe. Entsorgungsfahrzeuge sammeln die Tannen ein und bringen sie zu Anlagen, in denen sie geschreddert werden und auf dem Kompost landen. Auf diese Weise werden die Bäume zur kostbaren Blumenerde weiterverarbeitet. In einigen Städten werden die Bäume in Müllverbrennungsanlagen gebracht, um aus der Hitze elektrischen Strom zu gewinnen.

Und was passiert mit den Bäumen, die an Heiligabend keinen Abnehmer gefunden haben? Da unverkaufte Tannenbäume weder geschmückt worden sind noch in beheizten Räumen Nadeln verlieren mussten, landen sie meistens im Zoo. Den Elefanten gelten sie wegen des „süßen“ Harzes als Delikatesse. Aber auch andere Zoo-Bewohner wie Nashörner, Ziegen oder Kängurus freuen sich über die Abwechslung auf dem Speiseplan.

Klamotten fair teilen

Wir neigen dazu, Kleidungsstücke, die längst noch nicht  ausgetragen sind, auszurangieren. Dabei vergessen wir, dass die Textilproduktion immense Energie- und Wasserverbräuche verursacht. Hinzu kommt der CO2-Ausstoß, der laut Statistischem Bundesamt jährlich bei 200 Kilogramm pro Kopf für Kleidung und andere Textilien beträgt.
Gut erhaltene Kleidung gehört also nicht auf den Müll, sondern sollte wiederverwendet werden. Wer mag, kann sie auf dem Flohmarkt, im Secondhand-Shop oder über das Internet verkaufen. Wem das zu aufwendig ist, kann seine gute erhaltene Kleidung in die Altkleidersammlung geben. Die Klamotten werden dann als Secondhand-Ware weiterverkauft oder zu Putzlappen verarbeitet.
Achtung: Leider gibt es auch unter den Sammlern einige schwarze Schafe, die ihre Kleidung nicht gemeinnützig, sondern zu reinem Profit verkaufen.
Wer sicher sein will, dass er seine Kleidung einem guten Zweck stiftet, sollte sie an ein Sozialkaufhaus oder an eine Kleiderkammer spenden.
Infos gibt es zum Beispiel auf der Seite der Deutsche Kleiderstiftung.

Alte Geräte enthalten wertvolle Metalle.

Elektroschrott: Recycling spart Energie

Elektroschrott sollte unbedingt auf dem Recyclinghof abgegeben werden, denn die ausrangierten Kühlschränke, Fernseher, Handys und Co enthalten zum Teil noch wertvolle Metalle.

Aluminium, Kupfer und Zink können beispielsweise zu fast 100 Prozent wiederverwertet werden. Bei Kupfer erfordert das Recyling nur etwa halb so viel Energie wie seine Gewinnung aus Kupfererz. Neben der Energieeinsparung reduziert die Wiederverwertung zudem den Kohlendioxidausstoß und schont kostbare Ressourcen.

Verbraucher können auf der Grundlage des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes seit 2006 ihre alten Elektro- und Elektronikgeräte kostenlos bei den kommunalen Sammelstellen abgeben. Hersteller müssen die Geräte dort abholen und entweder wiederverwenden oder entsorgen lassen. Im Schnitt bringt jeder Deutsche jährlich rund acht Kilo Elektroschrott zum Recyclinghof.