Kategorie-Archiv: Mobilität

E-Scooter: Umweltfreundlich durch die Stadt

In China werden jedes Jahr mehr als 20 Millionen Elektro-Roller verkauft. Hierzulande sind wir zwar noch lange nicht so weit, aber auch auf deutschen Straßen steigt die Anzahl an Rollern, vor allem in den Sommermonaten. Kein Wunder, sie verbrauchen wenig und man erspart sich die lästige Parkplatzsuche. Zudem sind strombetriebene Roller umweltfreundlicher als Autos – und als normale Roller. Wer nicht gleich einen eigenen Flitzer kaufen möchte, für den könnte Roller-Sharing genau das richtige sein.

Bei den meisten Anbietern werden die Roller mit dem Smartphone gebucht und aufgeschlossen. Dafür muss man sich eine App runter laden, die auch die nächsten Standorte der rund um die Uhr zur Verfügung stehenden E-Scooter preisgibt. Nach Gebrauch können die Roller überall im Geschäftsgebiets abgestellt werden, um das Aufladen der Akkus kümmern sich die Anbieter. In der Helmbox befinden sich bis zu zwei Helmen und der Schlüssel.

Die Leihgebühren variieren je nach Anbieter. Beispielsweise zahlt man bei Emmy eine Anmeldegebühr von 10 Euro, bei Fahrzeugnutzung werden dann 19 Cent pro Minute abgerechnet. Beim Konkurrenten Coup, der allerdings bisher nur in Berlin und Paris verfügbar ist, zahlt man 3 Euro für die ersten 30 Minuten, danach 1 Euro je angefangenen 10 Minuten. Die Roller bringen es normalerweise auf Tempo 45 und könne daher mit einem normalen Pkw-Führerschein gefahren werden.

Helm auf

Bei schönem Wetter steigen wir wieder vermehrt auf Fahrrad. Das ist gut für Umwelt und unsere Gesundheit. Letzteres vor allem dann, wenn wir verantwortungsvoll fahren. Ein Fahrradhelm kann Kopfverletzungen verhindern und sogar Leben retten. Eine Studie des Verkehrsministeriums in Baden-Württemberg von 2015 hat gezeigt, dass vier von fünf schweren Kopfverletzungen beim Radfahren durch das Tragen eines Helmes verhindert hätten werden können.

Doch wie findet man den richtigen Fahrradhelm? Der Helm muss gut sitzen, er sollte also der Kopfgröße entsprechen und von den Schläfen bis in den Bereich von Ohren und Wangen reichen. Beim Kauf sollte man zudem darauf achten, dass die Prüfnorm DIN EN 1078 (bzw. 1080 für Kinderhelme) erfüllt ist. Die Norm bestätigt den Schutz des Helmes bei einer Aufprallgeschwindigkeit von bis zu 19,5 km/h auf ebenen Flächen. Bei spitzen Flächen reicht der Schutz bis zu einer Aufprallgeschwindigkeit von 16,5 km/h. Darüber hinaus verbessern Reflektoren auf dem Helm die Sichtbarkeit im Dunkeln.

Na dann, gute Fahrt!

1. Fahrradgesetz für Berlin

Der Radverkehr in Berlin wird ausgebaut, darauf haben sich Rad-Volksentscheid und der Senat kürzlich geeinigt. Für mehr Schutz von Radlern und Umwelt soll der Anteil des Radverkehrs von derzeit 15 Prozent auf landesweit 20 bis 30 Prozent ansteigen. Im Herbst wird ein entsprechendes Fahrradgesetz verabschiedet.

Die Eckpunkte des neuen Gesetzes sehen breitere Radwege an den Hauptverkehrsstraßen, die bauliche Trennung von Autofahrspuren sowie den Ausbau von Radschnellwegen vor. Außerdem sollen gefährliche Kreuzungen entschärft und mehr Abstellplätze für die Räder geschaffen werden. Dafür will der Senat ab 2019 jährlich 51 Millionen Euro in den Ausbau der Berliner Radinfrastruktur stecken.

Die Eckpunkte für das erste Radgesetz Deutschlands sollen noch in diesem Sommer in einen Gesetzentwurf einfließen und im Herbst vom Parlament beschlossen werden.

Radler leben länger als Autofahrer

Ist es gesünder zur Arbeit zu radeln, das Auto oder den öffentlichen Nahverkehr zu benutzen, oder doch zu laufen?

Niederländische Forscher haben sich jetzt eingehend mit dieser Frage beschäftigt. Den gesündesten Weg zur Arbeit zu bestimmen, ist allerdings nicht so einfach. Einerseits hält uns körperliche Bewegung gesund, andererseits atmen Fußgänger und Radfahrer mehr Abgase ein als Autofahrer. Natürlich variiert die Abgasbelastung von Arbeitsweg zu Arbeitsweg. Dennoch: Die Untersuchung der Niederländer kommt zu dem Schluss, dass Menschen, die mit dem Fahrrad ins Büro fahren, ein Jahr länger leben als ihre Auto fahrenden Kollegen. Die Belastung durch die Luftschadstoffe werde durch die körperliche Aktivität mehr als kompensiert.

Sogar 3 bis 5 Jahre Lebenszeit könnten Pendler laut den Forschern gewinnen, wenn sie immer zu Fuß zur Arbeit gingen. Dafür müssten sie allerdings täglich 14 Kilometer zurücklegen.

Quelle: Lancet Public Health

Frühjahrsinspektion: Fahrrad

Endlich steht der Frühling vor der Tür. Höchste Zeit, um das Fahrrad aus dem Keller zu holen und frühjahrstauglich zu machen. Unser Schnellcheck:

1. Blitzblank wird das Rad mithilfe eines Fahrradreinigers. Sprühen Sie den Rahmen und sämtliche Anbauteil ein und wischen Sie den Schmutz nach kurzer Einwirkzeit mit einem Schwamm ab. Mit einer alten Zahnbürste kommen Sie auch an verwinkelte Teile (Gangschaltung, Bremsen etc.).
2. Säubern Sie die Kette mit einer Bürste und ölen Sie sie ein. Anschließend einige Male den Antrieb im Leerlauf drehen und das überflüssige Kettenöl mit einem Lappen abwischen.
3. Ausreichend Luft? Auch ohne Loch oder undichtes Ventil entweicht Luft aus dem Fahrradschlauch. Lässt sich der Reifen mehr als einen Zentimeter eindrücken, müssen Sie ihn aufpumpen. Der ideale Luftdruckbereich steht meist auf den Reifen.
4. Überprüfen Sie dabei gleich die Bereifung auf Risse oder Schnitte und entfernen Sie kleine Steinchen oder Glasscherben.
5. Bremsen sind lebenswichtig: Wenn die Einkerbungen im Gummi der Bremsbeläge nicht mehr sichtbar sind, müssen sie ausgewechselt werden. Die Bremsleistung leidet häufig auch unter verschmutzten Bremszügen.
6. Funktionieren Vorder- und das Rücklicht? Falls nicht, überprüfen Sie Kabel und Steckverbindungen. Eventuell muss ein Birnchen ausgetauscht werden. Geht das Licht dann immer noch nicht, hilft der Fachmann.
7. Schrauben locker? Jede einzelne Schraube muss stramm sitzen und eventuell nachgezogen werden.
8. Sitzt der Lenker fest? Lenker und Sattel sollten sich nicht verdrehen lassen. Checken Sie auch die Sitzhöhe. Die ideale Sitzposition haben Sie, wenn Sie bei leicht durchgestrecktem Bein mit der Ferse gerade die Pedale berühren können.
9. Überprüfen Sie Federgabel und Dämpfer auf Schäden. Dafür einfach das Vorder- und Hinterrad bei angezogener Bremse kurz belasten und dabei das gleichmäßige Ein- und Ausfedern prüfen.
10. Rutscht der Fuß beim Treten weg, sind die Gummipedale wahrscheinlich abgenutzt und sollten  ausgetauscht werden. Knackt die Pedale beim Treten, sind möglicherweise die Tretlagerwelle, die Kurbeln oder das Lager der Pedale beschädigt. Dann unbedingt zum Mechaniker.

Call a Fahrrad!

Leihräder sind heute in fast jeder größeren Stadt zu haben. Das ist vor allem in der warmen Jahreszeit praktisch: Man kann seinem Besuch mal in Ruhe die Stadt zeigen und auch Touristen freuen sich.

Mittlerweile gibt es viele Möglichkeiten stunden- oder tageweise an ein Leihfahrrad zu gelangen. Sie reichen vom klassischen Fahrradverleih mit geregelten Öffnungszeiten bis hin zum Verleihsystem, das ähnlich wie das Carsharing funktioniert: Die Räder sind an bestimmten Stationen in der Stadt verteilt. Wer ein Fahrrad mieten will, ruft eine Hotline an, jongliert mit einigen Zahlencodes – und darf losradeln. Bei größeren Anbietern wie Call a Bike oder Nextbike muss man sich vorher per Internet anmelden. Davor sollte man sich allerdings gut informieren, denn die Preise variieren zum Teil stark.

Anders beim kostenlosen Fahrradverleih BikeSurfBerlin. Wer ein Fahrrad leihen möchte, sucht es sich auf der Internetseite aus und bekommt per SMS den Standort und den Code fürs Schloss gesendet. Im Winter darf man die Räder bis maximal einen Monat, im Sommer eine Woche lang behalten. Und das kostenlos!

Flott auf Pedalen!

Nach dunklen und kalten Wintermonaten kommen wir im Frühjahr endlich wieder in Bewegung. Zumindest einige von uns sind bereit, sich pünktlich mit den ersten Sonnenstrahlen und Blütenknospen auf den Fahrradsattel zu schwingen. Sehr lobenswert, denn wer Fahrrad fährt, schlägt gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Nicht nur schonen wir die Umwelt und unseren Geldbeutel, wir tun gleichzeitig was für unsere Fitness und sind dabei auch noch schneller am Ziel – zumindest auf kurzen Distanzen: Auf einer Strecke bis zwei Kilometer ist das Fahrrad schneller als das Auto oder der Bus.

Wer es etwas weniger sportlich mag, steigt auf das Pedelec. Das ist ein elektrisches Fahrrad, bei dem ein Motor mithilft, sobald man in die Pedale tritt.

Das Pedelec ist bei einer Entfernung bis zu 4,6 Kilometer das schnellste Verkehrsmittel – es schlägt sowohl das Auto, als auch die Öffentlichen, und ist dabei umweltfreundlicher. Also: Ran an die Pedalen!