Kategorie-Archiv: Lebensmittel

Clever Trinken 

In Deutschland zählt Leitungswasser zu den am besten kontrollierten Lebensmitteln. Es wird sogar noch strenger überprüft, als das in Flaschen abgefüllte Wasser, das wir im Supermarkt kaufen. Auch für die Umwelt ist Leitungswasser gut, denn es reduziert unseren Plastikmüll und verursacht viel weniger schädliches Kohlenstoffdioxid als gekauftes Wasser. So spart ein Liter Trink- statt Mineralwasser pro Tag 70 kg CO2 jährlich. Wer also Wasser direkt aus dem Wasserhahn trinkt, spart sich nicht nur das Kistenschleppen und Geld, sondern tut auch noch was für die Umwelt.

Saisonkalender für den Herbst

Regional und saisonal angebautes Obst und Gemüse schmeckt nicht nur besser, es vermeidet auch unnötige Umweltbelastung durch weite Transportwege, energieaufwendige Kühlung und den Anbau im Gewächshaus.

Gerade im Herbst lässt dich auf ein großes Vielfalt an heimischen Gemüse- und Obstsorten zurückgreifen. Beim Obst haben beispielsweise Äpfel, Birnen, Quitten, Zwetschgen und Weintrauben jetzt Hauptsaison. Zum typisches Herbstgemüse zählen Kürbis, Rüben, Wurzel- und Kohlgemüse oder die Rote Bete. Auch viele Salatsorten haben jetzt Saison. Welches Obst und Gemüse ab September angesagt ist, und wie man es zu leckeren Rezepten verarbeitet, zeigt der Saisonkalender.

Sommerhitze und Lebensmittel

In der heißen Jahreszeit sind Hygiene und sorgfältige Kühlung von Lebensmittel besonders wichtig, denn Keime können sich jetzt viel schneller vermehren. Worauf wir achten sollten:

Im Supermarkt:

  • Gerade im Sommer ist es sinnvoll, nur kleine Lebensmittelmengen einzukaufen und diese schnell zu verbrauchen. Unser Tipp: Achten Sie auf regionale Gemüse- und Obstsorten, die in der warmen Jahreszeit Saison haben.
  • Damit die Kühlkette nicht zu lange unterbrochen wird, sollte Tiefkühlware oder leicht Verderbliches immer am Ende in den Einkaufswagen gelegt werden.
  • Nach dem Einkauf packen wir die Lebensmittel häufig ins heiße Auto. Denken Sie an die Kühltasche- oder Box, denn im Sommer heizt sich der Kofferraum schnell auf über 50 Grad auf.

Zu Hause:

  • Leichtverderbliches sollte sofort in den Kühl- oder Gefrierschrank sortiert werden. Aber bitte nicht irgendwie rein räumen.
  • Die Kälte im Kühlschrank nimmt nach unten hin zu. Am kühlsten ist der Bereich über der Glasplatte des Gemüsefachs. Hier empfindliche Lebensmittel wie Fleisch und Fisch lagern.
  • Ein aufgeräumter Kühlschrank sorgt nicht nur für längere Haltbarkeit, es spart auch Energie, wenn wir bei weit geöffneter Tür nicht erst lange nach Lebensmitteln suchen müssen.
  • Stellen Sie Essensreste sofort nach dem Abkühlen in den Kühlschrank. Aber niemals heiße Lebensmittel!
  • Anders als im Winter sollten wir in Hitzephasen den Kühlschrank ruhig etwas höher stellen.

Unser Tipp: Verzichten Sie gerade im Sommer mal auf leichtverderbliches Fleisch und greifen Sie stattdessen häufiger zu Salat. Dadurch entlasten Sie ihren Magen und die Umwelt.

Endlich Spargelzeit

Wer beim Einkauf auf regional erzeugte und saisonale Lebensmittel achtet, kann seinen ökologischen Fußabdruck deutlich verringern. Doch kürzere Transportwege sind nicht nur klimaschonend und günstiger, sie sorgen auch dafür, dass  das Obst und Gemüse, das auf unseren Tellern landet, frischer und schmackhafter ist, da es in Ruhe vor Ort reifen kann und nicht schon unreif geerntet wird.

Die Saison des wohl beliebtesten Frühjahrsgemüses der Deutschen ist jetzt eingeläutet:  die Spargelsaison. Wir essen im Schnitt 1,5 Kilogramm Spargel pro Kopf und Jahr. Zum Vergleich: Beim Rosenkohl sind es 300 Gramm jährlich. Kein Wunder, denn das Königsgemüse, wie Spargel auch genannt wird, schmeckt nicht nur lecker, es enthält auch viele Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe und ist zudem kalorienarm.

Achten Sie beim Spargelkauf  auf regionale Produkte, denn am häufigsten kommt das Gemüse aus Peru. Frische Stangen erkennt man am Quietschen, wenn man sie aneinander reibt. Außerdem sollten die Köpfe fest verschlossen sein und der Spargel frisch riechen. Spargel hält sich am längsten, wenn er in ein feuchtes Küchentuch gewickelt im Kühlschrank lagert. Achten Sie aber drauf, dass sie keine geruchsintensiven Lebensmittel im Kühlschrank haben, denn Spargel nimmt leicht andere Gerüche an.

In diesem Sinne: Bon Appétit!

Nicht ohne das Pausenbrot

Ob in der Schule oder im Büro, auf Reisen oder beim Picknick: Ein leckerer Snack in der Pause macht satt und glücklich. Einen Beitrag für die Umwelt können wir leisten, wenn wir unser Essen in wiederverwertbaren Lunch-Boxen transportieren, statt sie in Frischhalte- oder Alufolie zu wickeln. Das schützt nicht nur druckempfindliche Lebensmittel wie die Banane, sondern vermeidet auch jede Menge Müll und zusätzliche CO2-Emissionen, die bei der Herstellung der Folien anfallen. Selbstverständlich ist auch die Herstellung von Frischhalteboxen nicht ganz ohne. Daher gilt: Je länger die Dose hält, desto besser auch ihre Umweltbilanz.
Tipp: Beim Kauf von Frischhaltedosen aus Kunststoff  immer darauf achten, dass sie keine  gesundheitsbedenklichen Weichmacher enthalten. Wer sicher gehen will, setzt auf andere Materialien, wie z. B. Edelstahl oder Glas.

Kaffee für echte Helden

Unterwegs oder in der Mittagspause schnell einen „Kaffee to-go“ – der ist praktisch, schmeckt und macht wach. Leider verursacht Kaffee aus Einwegbechern eine katastrophale Umweltbilanz: Bei einer Lebensdauer von rund 15 Minuten werden in Deutschland stündlich 320.000 To-go-Becher vergeudet. Im Jahr macht das drei Milliarden Becher, die auf dem Müll landen. Zudem benötigt die Herstellung der Pappbecher eine große Menge kostbarer Ressourcen. Die Deutsche Umwelthilfe ruft daher in der Kampagne „Sei ein Becherheld“ Verbraucher dazu auf, ihren Kaffee in Mehrweg- bzw. Thermobecher einfüllen zu lassen. Die halten den Kaffee nicht nur länger warm, sondern schützen das Klima und vermeiden Müllberge.
Wir denken, das ist eine  gute Idee!

Mythos Schoko-Weihnachtsmann

Wer das Jahr über brav war, findet zum Nikolaus sicher auch einen Schoko-Weihnachtsmann in seinem frisch geputzten Stiefel.
Rund 150 Millionen Schokoladen-Weihnachtsmänner werden jedes Jahr in Deutschland hergestellt. Zwei Drittel davon bleiben bei uns, der Rest wird in die ganze Welt verschickt.
Im Gegensatz zur herkömmlichen Schokoladentafel ist die Herstellung der Schokoladen-Weihnachtsmänner ein ziemlich umfangreiches und zeitaufwendiges Unterfangen:
Zunächst wird die flüssige Schokolade in einen Hohlkörper gegossen. In einer Rotationsanlage wird die Figur gedreht und geschleudert, bis sich die Schokolade gleichmäßig in der Form verteilt hat. Zwischendurch muss die Schokomasse immer wieder abgekühlt werden. Rund 24 Stunden dauert es, bis schließlich der fertige Weihnachtsmann in seiner Verpackung glänzt.
Um den Zeitplan für das Weihnachtsgeschäft einzuhalten, beginnt die Herstellung der Schokomänner daher bei vielen Produzenten bereits im Mai. Also kurz nachdem der Osterhase vom Band gehoppelt ist.
Übrigens ist an dem Mythos, dass übriggebliebene Weihnachtsmänner wieder eingeschmolzen und zu Osterhasen recycelt werden, nichts dran. Rücktransport, Entpacken und Weiterverarbeitung wären mit zu hohen Kosten für die Hersteller verbunden und die Qualität der Schokolade würde leiden. Überzählige Schokomänner werden billiger verkauft und an soziale Einrichtungen verteilt.

Quelle: Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie e.V.

Bildquelle: Mondelez

Gepflegte Maschine, gepflegter Kaffee

Ältere Kaffeemaschine benötigen drei Viertel ihres Stroms für die Warmhaltefunktion und den Standby-Betrieb. Diesen überflüssigen Energieverbrauch können wir vermeiden, wenn wir das Gerät nach Gebrauch abschalten oder bei programmierbaren Maschinen eine möglichst kurze Ausschaltzeit wählen. Moderne energieeffiziente Modelle verfügen über eine Auto-off-Funktion und haben einen niedrigen Stand-by-Verbauch.

Damit die Kaffeemaschine lange lebt, sollte sie regelmäßig entkalkt werden. Dabei gilt, je härter der Wassergrad, desto häufiger ist eine Entkalkung erforderlich. Ein gutes Anzeichen dafür, dass es mal wieder soweit ist, ist wenn das Wasser eine sehr lange Durchlaufzeit benötigt und der unüberhörbare Geräuschpegel bei der Zubereitung.
Tipp: Bio-Kaffee wird auf besonders umweltverträgliche Weise hergestellt, denn der ökologische Landbau kommt ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel aus.

Essen nicht für die Tonne

Weltweit werden jährlich ein Drittel aller Lebensmittel weggeworfen. So landen allein in Deutschland jedes Jahr etwa 20 Millionen Tonnen Nahrungsmittel auf dem Weg von den Feldern auf unsere Teller im Müll. Das entspricht rund 500.000 Lastwagenladungen voller Nahrung. Auf diese Weise werden nicht nur kostbare Lebensmittel vergeudet, sondern auch wertvolle und knappe Ressourcen wie Energie, Wasser und Ackerland.

Wir alle können dazu beitragen das Klima zu schonen und Lebensmittel einzusparen, wenn wir nur die Produkte kaufen, die wir tatsächlich verwerten. Bleibt etwas übrig, freuen sich Freunde oder Nachbarn bestimmt über eine Einladung zum Resteessen.
Darüber hinaus sollten wir auf das Verfallsdatum der Speisen achten. Nur sehr empfindliche Lebensmittel wie Fleisch müssen vor Ablauf verzehrt werden. Die meisten anderen Nahrungsmittel haben dagegen ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Hier gilt: Wenn es gut aussieht, gut riecht und schmeckt, kann es bedenkenlos auch noch nach Ablauf gegessen werden.

Bildquelle: Siemens

Lebensmittel: Kurze Wege schonen die Umwelt

Einen Beitrag zum Klimaschutz kann jeder von uns durch eine bewusste Ernährung leisten. Laut dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft verbraucht jeder Deutsche im Jahr durchschnittlich 500 Kilogramm Lebensmittel und verursacht dadurch Treibhausgas-Emissionen von rund 2,1 Tonnen. Knapp die Hälfte davon entsteht bei der Erzeugung und dem Transport der Nahrungsmittel, ein weiterer großer Teil entfällt auf die Lagerung und Zubereitung.

Grundsätzlich gilt, dass Nahrungsmittel, die von Tieren stammen, wie Fleisch, Butter oder Eier, eine deutlich schlechtere Klimabilanz haben als pflanzliche Nahrungsmittel: Rund 60 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche werden als Weide oder zum Abbau von Viehfutter genutzt.

Einen Beitrag für Umwelt und Tier können wir also leisten, wenn wir beispielsweise auf täglichen Fleischverzehr verzichten. Hier gilt der Grundsatz „Klasse statt Masse“. Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung sollten nicht mehr als 600 Gramm Fleisch pro Woche auf dem Teller landen. Übrigens: Eine Portion Rindfleisch (180g) pro Woche weniger spart im Jahr rund 126 kg CO2.