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Energiekick durch Powernap

Ein Powernap ist ein Kurzschlaf, der uns dabei helfen kann, unseren Arbeitstag möglichst frisch zu überstehen. Allerdings geht es beim „Powernapping“ nicht wirklich ums Schlafen, sondern wir gönnen uns eine Ruhepause, bei der wir wieder neue Energie tanken können. Daher sollte das Nickerchen nicht länger als 20 bis maximal 30 Minuten dauern, denn ab 35 bis 45 Minuten landen wir in der Tiefschlafphase. Die macht uns aber nur schlaftrunken und wir brauchen viel länger, um wieder fit zu werden.

In der Regel hat der typische Büromensch sein erstes Leistungstief gegen Mittag. Ein Powernap bietet sich daher in der Zeit zwischen 13 und 15 Uhr an. Aber auch zwischen 18 und 20 Uhr kann es Sinn machen ein Nickerchen einzulegen, um frisch und munter in den Feierabend zu starten.

Studien in Schlaflaboren haben gezeigt, wie positiv sich ein kurzes Schläfchen tagsüber auf unsere Konzentrationsfähigkeit und Kreativität auswirkt. Darüber hinaus steigert es unsere Leistungsfähigkeit um bis zu 35 Prozent. Menschen, die sich regelmäßig in der Mittagspause aufs Ohr legen, haben ein geringeres Risiko für Herzerkrankungen und sind weniger stressanfällig.

Wer kann, sollte das Powernapping in seine tägliche Routine einbauen. Eine Schlafmaske und Ohrstöpsel helfen dabei, zur Ruhe zu kommen. Auf jeden Fall sollte der Wecker gestellt werden, damit es kein böses Erwachen gibt. Natürlich braucht man einen geeigneten Ort für sein Nickerchen. Gibt es im Büro keine ruhige Ecke, kann man sich vielleicht in sein Auto zurückziehen oder im Sommer in den Park legen.

In Berlin gibt es bereits das erste Studio für Powernapping. Im „Nickerchen“ in Berlin-Mitte können müde Berliner und Touristen in angenehmer Atmosphäre alle Viere von sich strecken und ihre Akkus aufladen. Wem das nicht reicht, der gönnt sich danach noch eine Massage.

Übrigens, viele Überflieger und große Denker der Geschichte waren bzw. sind bekennende Powernapper, die ihren Erfolg unter anderem auch auf ihr tägliches Nickerchen zurückführten bzw. zurückführen, darunter:  Albert Einstein, Leonardo da Vinci, Konrad Adenauer, Winston Churchill, Johann Wolfgang von Goethe, Isaak Newton, Konrad Adenauer, Margret Thatcher oder Angela Merkel.

Wie viel Energie verbraucht unser Gehirn?

Von allen Organen im menschlichen Körper verbraucht das Gehirn im Verhältnis zum Gewicht die meiste Energie. Obwohl es nur etwa zwei bis drei Prozent unseres Gesamtgewichts ausmacht (es wiegt ca. 1,4 Kilogramm), beansprucht es rund 17 Prozent des Gesamtenergiebedarfs des Körpers. Kein Wunder, schließlich müssen etwa 100 Milliarden Nervenzellen (Neuronen) und mehr als 60 Billionen Verknüpfungen (Synapsen) versorgt werden, die dafür sorgen, dass wir atmen, denken, laufen oder sprechen können.

Als Treibstoff dient dem Gehirn Zucker, genauer: Glukose. Um an die benötigte Energie zu gelangen, wandelt unser Organismus Nahrungsmittel in Glukose um. Und je mehr Leistung unser Denkorgan erbringen muss, desto mehr Glukose benötigt es. Bei Stress entzieht das Gehirn dem Blut sogar bis zu 90 Prozent des Energieträgers.

Allerdings sind es nicht geistige Tätigkeiten, etwa fleißiges Lernen und hohe Konzentration, die unserem Hirn die meiste Energie rauben. Bis zu 90 Prozent der Energie benötigen die grauen Zellen für unbewusste Abläufe und automatische Prozesse, darunter die permanente Auswertung optischer und akustischer Informationen, dem Erhalt des Stoffwechsels oder der Motorik.

Um die überlebenswichtigen Funktionen auch in schlechten Zeiten, beispielsweise in langen Hungerphasen, zu gewährleisten, spart das energieeffiziente Gehirn bei bewussten Vorgängen wie Denken und Konzentration. Zudem bedient es sich immer als Erstes an der vorhandenen Energie: Während die anderen inneren Organe bis zu 40 Prozent ihrer Substanz verlieren können, büßt das Hirn bei Engpässen maximal zwei Prozent Gewicht ein.

Graue Energie fällt beispielsweise beim Transport an

Was versteht man unter grauer Energie?

Graue Energie ist die Energie, die wir nicht direkt verbrauchen, die aber bei der Herstellung, beim Transport, der Lagerung, dem Verkauf oder der Entsorgung von Produkten anfällt. Wir nehmen diesen indirekten Energiebedarf eigentlich nicht wahr, doch er kann sich während der Lebensdauer eines Gerätes oder eines Objektes erheblich auf den Gesamtenergieverbrauch niederschlagen.

Ein gutes Beispiel dafür ist der Bau eines Gebäudes. Hier ist insbesondere die Herstellung von Zement sehr energieintensiv. Bei energetisch optimierten Gebäuden kann die graue Energie daher einen nicht unerheblichen Teil des Gesamtenergieaufwands über die Lebensdauer des Hauses ausmachen!