Archiv für den Monat: Dezember 2018

Lichterkettenglanz

Die weihnachtliche Lichterdekoration gehört zum Advent genauso wie Lebkuchen und Glühwein. Doch seit die gute alte Glühbirne aufgrund von EU-Verordnungen das Feld räumen musste, sind auch die klassischen Lichterketten mit Glühlämpchen nicht mehr so einfach zu bekommen. Zu Recht, LED-Lichter sind viel besser. Nicht nur sind diese viel energieeffizienter, sie haben auch eine weitaus höhere Lebenserwartung als die alten Glühbirnen. Und da so mancher Weihnachtsfan die gesamte Adventszeit (bis weit ins neue Jahr hinein) dazu nutzt, Lichterketten in allen möglichen Farben und Formen an Fenstern, Balkonen, Gärten, Bäumen und Tieren brennen und blinken zu lassen, kann es nicht schaden, denn Stromverbrauch im Auge zu behalten. Der kann durch den Einsatz von LED-Leuchten um bis zu 95 Prozent gesenkt werden. Zum Vergleich: Eine klassische Lichterkette mit Glühlämpchen kommt im Dezember bei acht Stunden Brenndauer pro Tag auf ungefähr 19 Euro Stromkosten. Knipst man eine vergleichbare LED-Lichterkette an, macht das nur noch etwa 1,20 Euro aus. Zugegeben, die Anschaffung ist erstmal etwas teurer, aber echte Liebhaber des weihnachtlichen Lichterzauber-Marathons haben das schnell wieder drin.

Nebenbei bemerkt: Um ihre volle Wirkung zu entfalten, sollten Lichterketten erst mit Einbruch der Dunkelheit zum Einsatz kommen und, aus Rücksicht auf die Nachbarn, auffällige Beleuchtung nicht die ganze Nacht durchblinken. Zeitschaltuhren helfen beim Timing und beim Stromsparen.

Egal welche Beleuchtung man nun wählt, um sich in Festtagsstimmung zu versetzen, bevor man die Lichterdeko der vergangenen Jahre hervorkramt und anwirft, sollte man sie auf Beschädigungen an Stecker, Kabel und Lämpchen prüfen. Defekte Teile müssen ausgetauscht werden, da man sonst Stromschläge oder Brände riskiert. Bei Neuanschaffungen bitte die Finger von Billig-Ware aus Ländern lassen, die unsere Weihnachtsbräuche nicht so ernst nehmen wie wir selbst. Sichere Produkte erkennt man an dem GS-Zeichen für geprüfte Ware. Außerdem sollte man unterscheiden zwischen Außen- und Innenbeleuchtung. Denn im Garten oder auf dem Balkon herrschen natürlich andere Witterungsverhältnisse als im heimischen Wohnzimmer. Für die Außenbeleuchtung ist das Kürzel IP 44 wichtig. Es zeigt, dass die Beleuchtung wetterfest ist. Übrigens schneiden LED-Lichter auch bei der Sicherheit besser ab als die Glühbirne. Sie entwickeln weniger Wärme und sind daher weniger brandgefährlich.

Richtig Heizen

Rund 70 Prozent des Energieverbrauchs im Haushalt geht für das Heizen drauf. Der Anteil des CO2-Austoßes macht immerhin 60 Prozent aus. Umso wichtiger ist es, im Winter bewusst zu heizen.

Geschlossene Rollläden und Vorhänge: Wer welche hat, sollte die Rollläden über Nacht schließen. Das verringert die Wärmeverluste durch das Fenster um rund 20 Prozent. Auch geschlossene Vorhänge helfen dabei, die Heizkosten gering zu halten. Achtung: Heizkörper sollten nie durch Vorhänge abgedeckt oder mit Möbeln zugestellt werden – dann kann die erwärmte Luft nicht im Raum zirkulieren.

Nicht überheizen: Nur wenige Grad mehr machen einen großen Unterschied bei der Heizkostenabrechnung. Im Wohnbereich sollte die Temperatur daher 20 bis 22 Grad Celsius nicht übersteigen. Auch im Bad darf es etwas wärmer sein, 22 Grad Celsius sind hier ideal. In der Küche reichen rund 18 Grad aus, im Schlafzimmer auch. Nachts bitte die Heizung in Wohn- und Arbeitsräumen nur um 4 bis 5 Grad herunter drehen, da sonst zu viel Energie beim Wiederaufheizen benötigt wird.

Temperaturregelung hilft: Ein programmierbares Thermostatventil, das die Wärmezufuhr automatisch regelt und Räume selbsttätig zu den eingegebenen Zeiten auf die gewünschte Temperatur heizt, spart bis zu 10 Prozent Heizenergie ein.

Heizung entlüften: Wird die Heizung nicht gleichmäßig warm und gluckert, kann es sein, dass sich zu viel Luft im Heizkörper befindet. Dann muss sie entlüftet werden. Dafür die Heizung zunächst voll aufdrehen und mit einem Vierkantschlüssel das Entlüftungsventil langsam öffnen. Um das entweichende Wasser aufzufangen, sollte vorher ein Eimer oder Lappen unter das Entlüftungsventil platziert werden. Sobald ein Wasserstahl abfließt, kann das Ventil wieder zugedreht werden. Entlüften spart bis zu 15 Prozent Energie.

Regelmäßig Lüften: Frische Luft verhindert Feuchtigkeit und Schimmel in den Wohnräumen und sorgt zudem für eine gute Luftqualität. Während geheizt wird, sollte das Fenster aber niemals gekippt sein, dass treibt die Heizkosten in die Höhe. Besser ist regelmäßiges Stoßlüften, also das Fenster ganz öffnen und etwa fünf Minuten kräftig durchlüften.