Archiv für den Monat: August 2018

ein Zehntel des weltweit verbrauchten Stroms für den Betrieb von Klimaanlagen genutzt wird?

Der Sommer in diesem Jahr hat zumindest in Europa neue Hitzerekorde gebrochen. Kaum verwunderlich, dass auch der Verkauf von Klimaanlagen in die Höhe geschossen ist: In jeder Sekunde gehen weltweit zehn Klimaanlagen über die Ladentheken. Rund 1,6 Milliarden Klimaanlagen sind aktuell in Betrieb, die Hälfte davon in den USA und China. Laut der Prognose der IEA (Internationale Energieagentur) wird sich die Zahl bis zum Jahr 2050 sogar auf 5,6 Milliarden Geräte mehr als verdreifachen.

Was viele Bauherren und Modernisierer nicht wissen: Auch mit einer Wärmepumpe lassen sich Wohnräume effizient, kostengünstig und umweltfreundlich kühlen – was bei anderen Heizsystemen nicht möglich ist.

Erneuerbare haben die Nase vorn

Zum ersten Mal seit ihrer Förderung haben die erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung die Braun- und Steinkohle überholt. Laut der aktuellen Zahlen des BDEW lieferten die Erneuerbaren im ersten Halbjahr 2018 fast 118 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom, das ist ein Anstieg um 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (1. Halbjahr 2017: 107 Milliarden kWh). Damit tragen regenerativen Energien mittlerweile zu rund 36 Prozent der Stromerzeugung bei.

Im Vergleich dazu ist die Stromerzeugung aus Braun- und Steinkohle von 127 Milliarden im Vorjahr auf etwa 114 Milliarden kWh gesunken. Kohlekraftwerke zählen zu den größten Verursachern von Umweltschäden in Deutschland. Bei der Umwandlung von Kohle in Energie werden neben großen Mengen des klimaschädlichen Kohlenstoffdioxids auch andere Schadstoffe wie Schwefeldioxid, Stickoxide, Kohlenmonoxid, Quecksilber oder Arsen freigesetzt. Zudem hat der Abbau von Kohle gravierende Konsequenzen für die Umwelt.

Dagegen leisten die regenerativen Energien, die zum Beispiel aus Wind- und Sonnenenergie gewonnen werden, einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz, weil sie aus nachhaltigen Quellen geschöpft werden.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist ein Grundpfeiler der Energiewende. Die Bundesregierung hat sich international dazu verpflichtet, bis 2020 den Ausstoß von Treibhausgasen um 40 Prozent zu reduzieren. Insgesamt sollen die erneuerbaren Energien 40 bis 45 Prozent der Stromerzeugung im Jahr 2025 übernehmen, bis 2050 sogar 80 Prozent. Grundlage für den Ausbau der Erneuerbaren Energien ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz.

E-Mobilität: Ladesäulen-Ausbau zieht an

Die Energiewirtschaft drückt beim Ausbau von Ladesäulen auf die Tube. Rund 6.700  Ladesäulen gibt es in mittlerweile deutschlandweit. Da viele Stationen über zwei oder mehr Ladebuchsen verfügen, ist die Anzahl der Ladepunkte an Ladesäulen seit dem vergangenen Sommer von 10.700 auf rund 13.500 angewachsen. Das ist ein Anstieg um immerhin 25 Prozent.* Allerdings ist damit leider noch immer nicht die Anzahl erreicht, die für ein flächendeckenden Ausbau nötig wäre. Auch die von der Bundesregierung geplanten 100.000 Ladepunkte bis zum Jahr 2020 scheinen noch in weiter Ferne.

Die schlechte Ladeinfrastruktur und auch die langen Ladezeiten sind mitverantwortlich dafür, dass die Deutschen zu wenige Elektroautos kaufen. Von 46 Millionen Pkw, die auf deutschen Straßen unterwegs sind, sind laut Kraftfahrtbundesamt weniger als 54.000 Autos mit elektrischem Antrieb. Damit ist das von der Bundesregierung anvisierte Ziel von einer Millionen E-Autos bis 2020 nicht erreichbar.

„Wenn die Elektromobilität in Deutschland in den nächsten Jahren den Durchbruch schaffen soll, muss die Automobilindustrie endlich Modelle auf den Markt bringen, die in Preis und Leistung mit Verbrennern konkurrieren können“, fordert Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW- Hauptgeschäftsführung. Zudem müsse die Ladeinfrastruktur im privaten Bereich durch Fördermittel und Anpassungen im Wohnungseigentumsrecht erleichtert werden. Denn wer keine Ladebuchse in der eigenen Garage hat, hat kaum Lust, sich Abends erstmal auf die Suche nach einer Ladesäule zu machen.

*Zum Ladesäulenregister: Mit der neuen Plattform www.ladesaeulenregister.de bieten der BDEW und die Energie Codes und Services GmbH ab sofort ein umfassendes Serviceangebot rund um Fragen der Infrastruktur für Elektromobilität.

Umweltfreundlicher Schulstart

Nach dem Sommer geht die Schule wieder los. Auch im Schulalltag lässt sich viel für die Umwelt tun.

  • Einen umweltfreundlichen Schulranzen, der keine Schadstoffe enthält und dazu noch alle Ansprüche an die Sicherheit erfüllt, ist nicht so einfach zu finden. Ökotest untersuchte im Jahr 2017 zahlreiche Ranzen und kann bei der Recherche helfen.
  • Recyclinghefte lassen sich inzwischen genauso gut beschreiben wie jene aus herkömmlichem Papier. Für ihre Herstellung muss allerdings kein Baum gefällt werden, und auch der Wasser- und der Energieverbrauch fallen sehr viel geringer aus.
  • Papierprodukte, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind garantieren zusätzlich, dass bei der Produktion keine giftigen Chemikalien verwendet worden sind.
  • Bei Heftschonern sollte statt auf Plastikeinbände auf umweltfreundliche Alternativen zurückgegriffen werden. Schutzhüllen können aus Recyclingpapier gebastelt oder aus Stoffresten selbst genäht werden.
  • Frühstück, das in einer Brotdose transportiert wird, statt in Papier oder Folie eingewickelt zu sein, vermeidet unnötigen Müll.
  • Auch das Getränk sollte morgens in eine Trinkflasche (ohne Weichmacher) abgefüllt werden, die immer wieder gereinigt und benutzen werden kann.
  • Wie weit ist eigentlich der Schulweg? Viele Eltern bringen ihre Kinder aus Bequemlichkeit mit dem Auto zur Schule, obwohl der Weg gar nicht weit ist. Umweltfreundlicher ist es, zu Fuß zu gehen oder mit dem Fahrrad zu fahren! Ist die Schule zu weit entfernt, kann man den Bus oder die Bahn nehmen.

Weniger Plastikabfall

Kein anderes europäisches Land produziert so viel Verpackungsmüll wie Deutschland. Laut des aktuellen Berichts des Umweltbundesamtes (UBA) liegen wir im Durchschnitt bei 220,5 kg Verpackungsabfall pro Kopf. Im Vergleich dazu liegt der pro-Kopf-Verbrauch in der EU bei 167,3 kg. Hier ein paar Tipps, wie wir es schaffen, weniger Plastikmüll zu produzieren.

  • Verzichte auf Plastikstrohhalme. Weltweit werden jeden Tag vier Milliarden Strohhalme weggeworfen. Die EU will die Umweltsünder gänzlich abschaffen. Mittlerweile gibt es wiederverwertbare Alternativen aus Bambus, Glas und Metall.
  • Jutebeutel statt Plastik. Wir sollten immer mit einer Tasche ausgerüstet einkaufen gehen. Ein kleiner Stoffbeutel passt in jede Jackentasche – und ist auch bei Spontankäufen parat.
  • Eis in der Waffel. Zum Sommer gehört Eis. Wenn du es in der Eisdiele in der Waffel statt im Becher bestellst, tust du was für die Umwelt.
  • Werbung, nein Danke.“ Der Aufkleber auf dem Briefkasten vermeidet nicht nur haufenweise Papiermüll, auch die Plastikverpackung, in die die Werbehefte eingeschweißt sind, wird so gespart.
  • Tupperdose statt eingeschweißte Sandwiches. Unterwegs schnell einen Salat oder das Brötchen in der Plastikverpackung. Leider produziert Essen-to-go Unmengen an Müll. Ab und zu sollten wir das Mittagessen also in einer Tupperdose mitnehmen.
  • Glas statt Plastik. Greife im Supermarkt zu den Glas- statt Plastikvarianten, egal ob bei Wasserflaschen oder dem Joghurtbecher. Aber Achtung, auch das Glasrecycling ist energieaufwendig, daher sollten Nahrungsmittel wenn möglich lose gekauft werden.
  • Auf Coffee-to-go-Becher und Kaffeekapseln verzichten. Kaffeeliebhaber können zuhause einen eigenen Thermobecher füllen, oder ihn einfach ins Café mitnehmen und dort befüllen lassen. Das spart haufenweise Müll.
  • Auf Naturkosmetik setzen: Viele Körperpflegeprodukte und Kosmetika enthalten feste, flüssige und wachsartige Kunststoffe. Achte bei Kauf also darauf, dass die Produkte keine künstliche Polymere, zum Beispiel Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) oder auch Nylon, enthalten. Naturkosmetik kommt ganz ohne Plastik aus.