Archiv für den Monat: April 2018

Frühlingsputz mit natürlichen Reinigern

Der Frühling steht vor der Tür, für viele von uns bedeutet das die Generalreinigung der eigenen vier Wände. Dass der Frühlingsputz gar nicht so ungefährlich ist, zeigt eine neue Studie aus Norwegen. Demnach kann häufiges Putzen mit chemischen Reinigungsmitteln die Lunge langfristig stark schädigen. Laut Studie können Menschen, die 20 Jahre lang als Reinigungskräfte gearbeitet oder intensiv im Haushalt geputzt haben, eine ähnlich stark beanspruchte Lunge aufweisen, wie Raucher, die täglich 20 Zigaretten rauchen. Frauen sind allerdings weitaus mehr gefährdet als Männer, denn letztere leisten wesentlich weniger Hausarbeit.

Allzweckreiniger, Scheuermilch und Co wirken sich aber nicht nur negativ auf unsere Gesundheit aus. Laut Umweltbundesamt landen jedes Jahr mehr als 630.000 Tonnen Chemikalien aus Wasch- und Reinigungsmitteln im Abwasser und belasten die Umwelt. Dabei lassen sich mit wenigen Zutaten ganz einfach biologischen Putzmittel herstellen:

  • Kalkablagerungen und Schmutz in Bad und Küche geht man am besten mit Essig, Essigessenz oder Zitronensäure an den Kragen. Dafür einfach ein paar Spritzer Säure ins Putzwasser geben.
  • Angebranntes, Ablagerungen oder Schmutz lassen sich mit Natron bekämpfen. Das Pulver mit ein wenig Wasser mischen, einwirken lassen und mit einem Schwamm nachbearbeiten.
  • Natron wirkt übrigens auch wahre Wunder bei stinkenden und verstopften Abflüssen. Dafür eine halbe Tasse Natronpulver in den Abfluss geben und eine halbe Tasse Essig-Essenz hinterher kippen. Den Abfluss mit einem feuchten Tuch für etwa 15 Minuten abdecken und anschließend mit heißem Wasser nachspülen.

Modebücherei in Amsterdam: Mehr Nachhaltigkeit, weniger Konsum 

Unser Klamotten-Konsum ist so hoch wie nie. Grund dafür ist die sogenannte Fast Fashion, d.h. große Modeketten bieten preiswerte Kleidung von minderwertiger Qualität an. Entsprechend kaufen wir viel und entsorgen die Kleidung zu schnell. So ist der Kleidungskonsum zwischen 2000 und 2014 um 60 % gestiegen. Das hat negative Auswirkungen auf die Umwelt. Laut Global Footprint Network und World Wildlife Fund benötigt die Erde mittlerweile eineinhalb Jahre um sich von sich von dem einjährigen Konsum der ganzen Menschheit zu erholen.

In Amsterdam hat nun eine Modebücherei eröffnet, die auf Slow Fashion setzt und dadurch die Nachhaltigkeit in der Modeindustrie ankurbeln will. Die Modebücherei funktioniert ähnlich wie eine Bücherei, nur das man Kleidung statt Büchern ausleiht. Die Beiträge fangen bei 20 Euro im Monat an. Dafür kann man sich ein Teil pro Monat ausleihen, das man bis zu zwei Wochen behalten kann. Falls das Kleidungsstück doch nicht gefällt, bringt man es zurück und tauscht es um. Angeboten werden Kleidungsstücke von nachhaltigen Designern.

Die Slow-Fashion-Initiative will einen bewussteren Umgang mit Kleidungsstücken anstoßen und dadurch eine Reduktion bei der CO2-Bilanz und beim Müll erreichen.

eine Kuh so viel CO2-Äquivalent wie ein Auto produziert?

Rülpsende Kühe sind schlecht für die Umwelt. Das Gas, das dabei entweicht, Methan, hat eine 25 Mal stärkere Wirkung als Kohlendioxid. Mit 24 Prozent des weltweiten CO2-Ausstosses trägt die Landwirtschaft erheblich zum Klimawandel bei. Fast 15 Prozent davon gehen auf das Konto der Viehwirtschaft. Bis zum Jahr 2050 wird sich der Anteil am weltweiten CO2-Aufkommen vermutlich auf über 50 Prozent erhöhen, das sind rund 20,2 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalente* jährlich. Die Bundesregierung hat im Rahmen ihres Klimaschutzprogramms beschlossen, dass die deutschen Bauern die Emissionen bis 2030 um 30 Prozent reduzieren sollen.

Laut Greenpeace würde eine Halbierung des weltweiten Fleischkonsums das Problem bereits lösen. Derzeit liegt der weltweite pro-Kopf-Fleischkonsum im Durchschnitt bei 43 Kilogramm jährlich, der in Europa sogar bei 85.

*Um die Klimaschädlichkeit ins Verhältnis setzen zu können, werden bestimmte Gase wie Methan in CO2-Äquivalente umgerechnet.