Archiv für den Monat: Februar 2018

Strom sparen am Herd

  • Gute Töpfe helfen dabei, Energie zu sparen. Sparsame Töpfe haben glatte und nach innen gewölbte Böden. Werden sie erhitzt, dehnt sich der Boden aus und nimmt die gesamte Herdplatte ein.
  • Der Topf sollte der Größe der Kochplatte entsprechen. Ist er zu klein für die Platte, verpufft unnötig Energie. Das sind pro Zentimeter 20 bis 30 Prozent mehr Energiekosten. Bei zu großen Töpfen wird ebenfalls mehr Strom verbraucht, da sich die Garzeit verlängert.
  • Schnellkochtöpfe benötigt bis zu 50 Prozent weniger Strom als herkömmliche Töpfe.
  • Immer mit Deckel kochen. Diese sollten ebenfalls genau auf die Töpfe passen, sonst entweicht unnötig Wärme. Gekippte Deckel verdoppeln den Energieverbrauch, ein fehlender Deckel verdreifacht ihn.
  • Glasdeckel sind ideal, denn sie vermeiden unnötiges Öffnen.
  • Wer zu viel Wasser beim Kochen verwendet, erhöht die Kochzeit und damit den Stromverbrauch. Am besten das Wasser schon mal im Wasserkocher erhitzen, bevor es auf den Herd kommt, das spart Energie.
  • Der Herd kann problemlos einige Minuten vor dem Ende der Garzeit abgeschaltet werden. Die Nachhitze reicht noch eine Weile aus.
  • Der Backofen kann ebenfalls zehn Minuten vor dem Ende der Backzeit ausgeschaltet werden, wenn diese länger als 40 Minuten beträgt. Auch hier gilt, dass die Backofentür immer geschlossen bleiben sollte. Jedes Öffnen bedeutet einen großen Hitzeverlust.
  • Aufs Vorheizen kann in der Regel verzichtet werden.
  • Umlufthitze spart 40 Prozent Strom im Vergleich zum Backen mit Ober- und Unterhitze.

Kfz-Zulassungsstopp: Weniger Abgase in Singapur

In Singapur ist der Besitz eines Automobils eine teure und seltene Angelegenheit. Seit dem 1. Februar muss für jedes neue Auto, das angemeldet wird, ein anderes abgemeldet werden. Die Bewohner der Stadt können also nicht einfach losgehen und sich einen neuen Wagen kaufen, statt dessen müssen sie vorher eine Lizenz ersteigern, die es ihnen erlaubt, ein Auto zu fahren. Das sogenannte „Certificate of Entitlement“ hat einen stolzen Preis von 35.000 Euro und verliert nach zehn Jahren seine Gültigkeit. Trotz der hohen Summe ist die Nachfrage nach der Lizenz, die man nur Zweimal im Monat online ergattern kann, enorm.

Die asiatische Metropole, die über wenige Verkehrswege verfügt, will mit der Kfz-Zulassungsbegrenzung neben Staus auch die Luftverschmutzung eindämmen. Dafür wird der Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes gefördert. Mit Erfolg, seit dem vergangenen Jahr ist die Anzahl an Autos um 60.000 geschrumpft. Zum Vergleich: Während in Deutschland im Durchschnitt jeder Zweite ein Auto besitzt, kommen in Singapur auf 5,6 Millionen Einwohner gerade einmal 575.000 Autos.

Intelligente Straßenbeleuchtung in Norwegen

Norwegen hat in Sachen Energieeffizienz die Nase vorn. In keinem anderen Land der Erde sind so viele Elektroautos zugelassen wie in dem skandinavischen Staat. Nun hat man sich etwas Neues einfallen lassen: Derzeit läuft ein Projekt zur Einsparung von Energie bei der Straßenbeleuchtung. Auf einem 9 km langen Highway-Abschnitt in der Nähe der Stadt Hole wurden Straßenlaternen mit Bewegungsmeldern ausgestattet. Sind keine Autos oder Radfahrer unterwegs, wird die Beleuchtung auf 20 Prozent gesenkt. Bei Verkehr dagegen steigt die Leistung auf 100 Prozent. Pro Woche lassen sich dadurch 2100 kWh Energie einsparen. Selbstverständlich sind die Straßenlaternen mit LED-Lampen ausgestattet. Die Kosten des Projekts sind zwar nicht bekannt, aber sie sollen sich nach etwa vier Jahren amortisieren. Das Projekt ist nicht das erste dieser Art. In Oslo gibt es bereits seit einiger Zeit einen Straßenabschnitt mit automatischer Beleuchtung.