Archiv für den Monat: Januar 2018

EU geht gegen Plastikmüll vor 

Die EU-Kommission hat dem wachsenden Berg an Plastikmüll den Kampf angesagt. Bis zum Jahr 2030 sollen sämtliche Plastikverpackungen wiederverwertbar werden. Plastik ist mittlerweile zu einer enormen Belastung für die Umwelt, die Weltmeere und den Menschen geworden. Allein die EU produziert jedes Jahr rund 26 Millionen Tonnen Plastikmüll. Davon werden etwa 30 Prozent recycelt. Die restlichen 70 Prozent landen auf dem Müll oder in der Umwelt. Vor allem die Weltmeere sind von der Verschmutzung durch Plastik betroffen. Etwa 142 Millionen Tonnen Plastik sollen darin treiben.

Die EU-Kommission hat nun eine Strategie zur Reduzierung von Plastikmüll und zur Förderung von Recycling vorgestellt. Ziel ist es, sämtliche Plastikverpackungen in Europa bis 2030 komplett recycelbar zu machen. Die entsprechende Forschung wurde bereits mit 250 Millionen Euro unterstützt. Um die Meere besser zu schützen, soll es zudem an Häfen künftig Abfallannahmestellen geben, an denen Schiffe kostenfrei ihren Plastikmüll entsorgen können. Außerdem soll die Verwendung von Mikroplastik-Partikeln in Kosmetika und Waschmitteln verboten werden. Auch über eine Plastiksteuer denkt man in Brüssel nach. Für den Verbraucher bedeuten diese Neuerungen vermutlich höhere Müllentsorgungskosten, denn für das komplette Recycling von Plastik müssten neue Anlagen gebaut werden. Wie hoch die Kosten in Deutschland ausfallen werden, ist noch nicht abzuschätzen.

Die Top 10 der Stromverbraucher

Vor 20 Jahren galten Wasch- und Spülmaschinen, Kühlschränke oder Leuchtmittel als größte Stromverbraucher im Haushalt. Heute sind diese Geräte viel effizienter. Die Waschmaschine zum Beispiel ist mittlerweile so sparsam, dass sie gar nicht mehr in unseren Top 10 auftaucht. Problematisch ist allerdings die Tatsache, dass wir immer mehr und immer größere Geräte im Haushalt haben, die teilweise permanent am Netz hängen. Hier die 10 größten Verbraucher:

Platz 1: Elektrische Warmwasserbereitung  Haushalte, die ihr Warmwasser elektrisch aufbereiten, kommen auf einen Anteil am Stromverbrauch von 27,7 Prozent. Daher ist die elektrische Warmwasserbereitung die Nummer 1 in unserem Ranking. Im Durchschnitt über alle Haushalte gesehen liegt der Verbrauch bei 11,9 Prozent. Tipp: Einen vollelektronisch geregelten Durchlauferhitzer statt eines hydraulischen Geräts einsetzen!

Platz 2: Home Office  Mit 12,9 Prozent Anteil am Stromverbrauch verbrauchen PC, Drucker, Netzteile, WLAN-Router etc. vergleichsweise viel Strom. Tipp: Die Geräte müssen nicht permanent eingeschaltet sein. Abhilfe schaffen schaltbare Steckdosenleisten.

Platz 3: TV/Audio  Knapp hinter dem Heimbüro steht die Unterhaltungselektronik, mit einem Anteil am Stromverbrauch von 11,9 Prozent. Auch hier lassen sich Standby-Verbräuche leicht durch den Einsatz schaltbarer Steckdosenleisten vermeiden.

Platz 4: Kühlen und Gefrieren Der Kühlschrank schlägt mit 10,4 Prozent zu Buche. Tipp: Niemals heiße Speisen reinstellen und die Kühlschranktür so selten und kurz wie möglich öffnen.

Platz 5: Beleuchtung  9,7 Prozent des Stromverbrauchs entfallen auf die Beleuchtung im Haushalt. Tipp: LED statt Glühbirne und das Licht abschalten, wenn man nicht im Raum ist.

Platz 6: Kochen Je nach eingesetzter Technologie verursacht das Kochen 9 Prozent des Stromverbrauchs. So benötigt der Induktionsherd weniger Strom als die alte Herdplatte. Tipp: Ein Topf ohne Deckel verbraucht gleich das Dreifache an Energie!

Platz 7: Elektro-Kleingeräte  Alles zusammen machen elektrische Kleingeräte, wie der Staubsauger oder die Kaffeemaschine, etwa 7,7 Prozent des Stromverbrauchs aus. Tipp: Die kleinen Geräte helfen uns aber auch beim Sparen. Wasser für Tee oder zum Nudeln kochen klappt im Wasserkocher schneller und effizienter als auf dem Elektroherd.

Platz 8: Trocknen  6,6 Prozent des Stroms entfallen im Schnitt auf den Trockner. Tipp: Ein Gerät mit Wärmepumpentechnologie ist am ehesten umwelt- und geldbeutelschonend. Noch besser aber ist die Wäscheleine!

Platz 9: Umwälzpumpe  Die elektrisch betriebene Umwälzpumpe der Heizungsanlage landet mit 6 Prozent auf dem neunten Platz. Ihre Aufgabe ist der Transport des erwärmten Wassers zu den Heizkörpern. Tipp: Der Austausch einer alten Pumpe durch eine moderne, energieeffiziente Pumpe kann rund 100 Euro Stromkosten im Jahr einsparen.

Platz 10: Geschirrspülen  Spülen verbraucht 5,1 Prozent des Stroms. Dabei benötigt der Geschirrspüler weniger Wasser und Energie, als das Spülen von Hand. Tipp: Die Maschine immer nur voll beladen einschalten.

Quelle: Energieagentur NRW 2015

der Geschirrspüler auch Essen zubereiten kann?

Foodblogs, Zeitschriften und auch Kochbücher schwören auf eine neue Methode des Kochens: Spülmaschinen sollen nicht mehr nur für sauberes Geschirr sorgen, sondern auch bei der Essenszubereitung helfen. Angeblich funktioniert das Kochen im Geschirrspüler wie bei einem Dampfgarer. Damit kein Spülwasser an die Lebensmittel gelangt, müssen diese vorher luftdicht in Einweckgläsern, Alufolie oder Bratschläuchen verschlossen werden. Dann nur noch die Temperatur einstellen und nach einem Waschgang ist das Essen fertig. Durch diese Methode sollen nicht nur Vitamine und Geschmack erhalten bleiben, sie soll auch noch besonders ökologisch sein, weil sie Wasser und Strom spart – und der Abwasch gleich miterledigt wird.

Bitte nicht nachmachen! Bevor Sie jetzt zum Geschirrspüler stürmen, hier eine Warnung der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein: „Es gibt viele Möglichkeiten, im Haushalt Energie zu sparen und sein Essen nährwertschonend und sicher zuzubereiten. Aber das Garen im Geschirrspüler ist der falsche Weg“, so Gudrun Köster, Expertin für Lebensmittel bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. „Die verwendeten Materialien wie Aluminium oder Bratschläuche und –beutel sind für diesen Zweck nicht geprüft. Deshalb ist diese Methode gesundheitlich bedenklich.“