Archiv für den Monat: Dezember 2017

Zu Weihnachten eine Bio-Gans

Weihnachten ohne die traditionelle Weihnachtsgans ist für viele von uns undenkbar. Immerhin 90 Prozent aller Gänse werden in der Adventszeit gekauft.

Wer mit gutem Gewissen einen Gänsebraten zum Weihnachtsfest zubereiten möchte, sollte ein Tier aus regionaler und artgerechter Freilandhaltung kaufen. Ein Biolabel gibt eine gewisse Sicherheit, dass die Tiere gesund gefüttert werden, genügend Platz haben und nicht unnötig mit Medikamenten behandelt werden. Dagegen stammt das billige Fleisch aus Polen oder Ungarn leider häufig von Gänsen, die auf engstem Raum leben und qualvoll gemästet werden. Zudem schneidet die die CO2-Bilanz solcher Tiere aufgrund des Transports schlechter ab.

Folgende drei Anbieter sind von Öko-Test mit einem „Sehr gut“ bewertet worden:

  • Landwirtschaftsbetrieb Heiko Müller, die Bio-Gans ist erhältlich bei Denn‘s Biomarkt, zertifiziert von Bioland.
  • Hof Kunath, die Bio-Gans ist erhältlich bei Denn‘s Biomarkt, zertifiziert von Demeter.
  • Bühler Bio-Gans, erhältlich bei Basic, zertifiziert von Bioland.

Nachhaltiger Schenken

Auch wenn wir das ganze Jahr versuchen umweltbewusst zu leben, spätestens zu Weihnachten mutieren die meisten von uns zu kleinen Umweltsündern. Damit wir mit gutem Gewissen durch die Feiertage kommen, können wir auch bei den Geschenken auf ein paar Dinge achten:

  • Wer ungern durch überfüllte Kaufhäuser hetzt, bestellt die Geschenke stressfrei übers Internet. Leider wird oft vergessen, dass das Hin- und Herverschicken mit sehr viel Verpackungsmüll verbunden ist. Daher am besten Online-Sammelbestellungen aufgeben und sich nicht jedes Päckchen einzeln schicken lassen.
  • Eine gute Möglichkeit ist zudem, den klimaneutralen Versand von DHL „GOGreen“ zu nutzen, mit dem man einen Beitrag zum Klimaschutz leistet.
  • Insbesondere zu Weihnachten werden gerne Elektrogeräte und Unterhaltungselektronik verschenkt. Beim Gerätekauf sollten wir nicht nur auf die technische Ausstattung, sondern auch auf den Stromverbrauch achten. Das EU-Energieeffizienzlabel gibt Auskunft über den Energieverbrauch der Geräte.
  • So schön hübsch verpackte Geschenke auch sind, nach dem Aufmachen sorgen sie allerdings für einen Müllberg aus Geschenkpapier, Folie und Schleifen. Umweltfreundlicher sind Packpapier, Stoffe und Jutebeutel, die mit Tannenzweigen oder kleinen Zapfen verziert werden.

Effizientes Plätzchenbacken

Damit das vorweihnachtliche Plätzchenbacken nicht zur Belastung für die Stromrechnung und Umwelt wird, hier ein paar Tipps:

  • Das Vorheizen des Ofens kann man sich meistens sparen, nur sehr empfindliche Teige benötigen die Vorhitze. Backen ohne Vorheizen spart bis zu 20 Prozent Energie.
  • Restwärme nutzen: Bei einer Backzeit von über 40 Minuten kann der Ofen locker 10 Minuten vor Ende der angegebenen Backzeit ausgeschaltet werden.
  • Tür zu: Bei offener Backofentür entweicht jedesmal Wärme, die durch Nachheizen erneut erzeugt werden muss. Die Tür sollte deshalb nur geöffnet werden, um zu überprüfen, ob die Kekse fertig sind. Jedes Öffnen kostet 20 Prozent der Energie.
  • Wer verschiedene Plätzchensorten backt, kann vorher eine sinnvolle Reihenfolge festlegen. Am besten mit den Keksen starten, für die der Ofen die niedrigste Temperatur braucht.
  • Wer viele Plätzchen backt, sollte besser an wenigen Tagen größere Mengen als an vielen Tagen kleine Mengen backen. Ist der Backofen erst mal heiß gelaufen,  verbraucht er weniger Strom, als wenn er immer wieder aufgeheizt werden muss.
  • Ungenutzte Bleche und Roste sollten vor dem Backen aus dem Ofen genommen werden. Sonst müssen sie mit aufgeheizt werden, obwohl sie keinen Nutzen haben.

Strom sparen bei der Weihnachtsbeleuchtung

Schätzungsweise 9 Milliarden zusätzliche Lämpchen und Lichter sollen auch in diesem Jahr deutschlandweit für eine festliche Adventszeit sorgen. Insgesamt verbraucht die Leuchtdekoration rund 760 Millionen Kilowattstunden Strom. Das entspricht in etwa dem Jahresstromverbrauch einer Stadt mit 250.000 Einwohnern.

Wer möglichst energieeffizient durch die Weihnachtszeit kommen möchte, sollte bei der Lichterdeko auf LED-Lampen setzten und den alten Lichterschmuck mit herkömmlichen Glühlampen im Keller lassen. Dadurch sparen wir bis zu 90 Prozent Strom bei der Beleuchtung ein. Zudem ist Preis für die Leuchtdioden in den vergangenen Jahren gesunken und mit einer  Lebensdauer von 50.000 Stunden hat man die Anschaffungskosten schnell wieder drin.

Wichtig: Um Stromschläge und Brandrisiken zu vermeiden, beim Kauf von Lichterketten immer auf das Prüfsiegel achten.