Archiv für den Monat: August 2017

Jeden Tag ein bisschen Umweltschutz

Jeder von uns kann und sollte täglich einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Hier ein paar Ideen, wie wir uns umweltbewusster verhalten können:

  • Das Auto öfter stehen lassen und aufs Fahrrad steigen: Legen wir jeden Tag 3 Kilometer mit dem Rad statt dem Auto zurück, ersparen wir der Umwelt ¼ Tonne CO2 im Jahr.
  • Ein schmutzige Auto wird in der Waschanlage umweltfreundlicher sauber als bei der Reinigung mit der Hand. Wir sparen die Hälfte an Wasser.
  • Auch der Abwasch zu Hause sollte professionell erledigt werden: Die Spülmaschine benötigt weniger Wasser und Energie als die Handwäsche. Achtet aber darauf, dass die Spülmaschine ausgelastet ist, bevor ihr sie anmacht.
  • Im Badezimmer können wir jede Menge Energie und Wasser sparen, wenn wir duschen, statt ein Bad zu nehmen. Außerdem gehört der Wasserhahn beim Einseifen oder beim Zähneputzen zugedreht.
  • Viele Kosmetikartikel, Shampoos und Peelings enthalten kleine Plastikteilchen, sogenanntes Mikroplastik, das über das Abwasser die Umwelt verschmutzt. Deshalb Pflegeprodukte sparsam einsetzen oder lieber gleich Naturkosmetik kaufen.
  • Verwendet zu Hause und im Büro Energiesparlampen. Die verbrauchen bis zu Dreiviertel weniger Energie als die herkömmliche Glühbirne.
  • Achtet im Büro auf den Papierverbrauch. Emails und andere Dokumente sollten nur ausgedruckt werden, wenn sie wirklich benötigt werden.
  • Wer den Kaffee-to-go nicht aus dem Pappbecher sondern aus dem Mehrwegbecher trinkt, erspart der Umwelt jede Menge Müll.
  • Nicht-Vegetarier können einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten, wenn sie ihren Fleischkonsum reduzieren. Immerhin muss sich die Tierzucht für 70 Prozent der landwirtschaftlichen Treibhausgasemissionen verantworten.

Trinkflaschen für unterwegs

Gerade im Sommer sollten wir darauf achten ausreichend zu trinken. Unterwegs sind wieder befüllbare Trinkflaschen umweltfreundlicher als Einwegflaschen, deren Produktion und Recycling sehr energieaufwendig ist, und die mehr Müll produzieren.

Wer sich eine gute Trinkflasche für unterwegs zulegen möchte, sollte darauf achten, dass sie auslaufsicher, leicht und spülmaschinenfest ist. Vor allem aber sollte sie keine gesundheitsschädlichen Stoffe enthalten, wie etwa Bisphenol A (BPA). Diese Chemikalie wird häufig bei der Herstellung von Plastikflaschen (z.B. PET-Einwegflaschen) verwendet. Daher sollte man PET-Flaschen aus dem Supermarkt möglichst meiden, denn je länger sich Getränke in der Flasche befinden, desto mehr schädliche Stoffe können abgegeben werden.

BPA-freie Trinkflaschen sind meist aus Edelstahl, Glas oder auch aus gekennzeichnet Bisphenol-A-freien Kunststoffen wie Tritan. Diese Materialien sind geschmacksneutral, wärmebeständig, stabil und spülmaschinenfest. Allerdings haben Glasflaschen ein verhältnismäßig hohes Gewicht und Edelstahl eignet sich nicht für Menschen mit schweren Nickelallergien. Aus ökologischer Sicht schneiden die beide Materialien jedoch besser ab, als der Kunststoff Tritan, da sie besser wiederverwertbar sind.

Plastik in Zahlen

Ein Forscherteam aus den USA hat ausgerechnet, wie viel Plastik weltweit bisher hergestellt wurde: Zwischen den frühen 50er-Jahren bis 2015 sind 8,3 Milliarden Tonnen produziert worden.

Davon sind 6,3 Milliarden Tonnen bereits Müll. 9 Prozent des Plastiks wurden recycelt, 12 Prozent verbrannt und knapp 80 Prozent liegen als Abfall auf Mülldeponien oder in der Natur. Bis zum Jahr 2050 rechnen die Forscher mit 12 Milliarden Tonnen Plastikmüll auf Müllhalden und der Umwelt. Das ist das 35 000-fache Gewicht des Empire State Building.

Quelle: Studie „Production, use, and fate of all plastics ever made“, University of Georgia.