Archiv für den Monat: April 2017

1. Fahrradgesetz für Berlin

Der Radverkehr in Berlin wird ausgebaut, darauf haben sich Rad-Volksentscheid und der Senat kürzlich geeinigt. Für mehr Schutz von Radlern und Umwelt soll der Anteil des Radverkehrs von derzeit 15 Prozent auf landesweit 20 bis 30 Prozent ansteigen. Im Herbst wird ein entsprechendes Fahrradgesetz verabschiedet.

Die Eckpunkte des neuen Gesetzes sehen breitere Radwege an den Hauptverkehrsstraßen, die bauliche Trennung von Autofahrspuren sowie den Ausbau von Radschnellwegen vor. Außerdem sollen gefährliche Kreuzungen entschärft und mehr Abstellplätze für die Räder geschaffen werden. Dafür will der Senat ab 2019 jährlich 51 Millionen Euro in den Ausbau der Berliner Radinfrastruktur stecken.

Die Eckpunkte für das erste Radgesetz Deutschlands sollen noch in diesem Sommer in einen Gesetzentwurf einfließen und im Herbst vom Parlament beschlossen werden.

Smart Home und Wärmepumpen

Mehr Komfort und Einsparung durch intelligente Regelungstechnik

Smart Living betrifft in deutschen Haushalten nicht nur die Vernetzung von Fernseher, Leuchten oder Kühlschrank. Auch Wärmepumpen lassen sich mittels intelligenter Regelungstechnik bequem und einfach regulieren. Über ein Smartphone oder ein Tablet sind Bauherren und Immobilieneigentümer in der Lage, die Wärmepumpe ohne den Gang in den Keller oder auch von unterwegs aus anzusteuern. Für den Hausbesitzer besteht ebenfalls die Möglichkeit, die Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage zu koppeln oder in intelligente Stromnetze einzubinden.

Wärmepumpen verfügen über digitale Schnittstellen

Moderne Wärmepumpen haben sich inzwischen als Bestandteil vernetzter Haustechnik etabliert. Möglich macht dies eine intelligente Kommunikationsschnittstelle, über die sich die Wärmepumpe mit entsprechender Software mit dem Smartphone oder Tablet verbinden lässt. Zudem kann eine smarte Regelung direkt an der Heizung aber auch im Wohnraum, zum Beispiel über ein Smart Display, platziert werden.

Wie kommunizieren Wärmepumpe und PC?

Für die Kommunikation zwischen Wärmepumpe und PC sorgt eine Verknüpfung der Kommunikationseinheit mit dem Internet. Mittels einer WLAN- oder LAN- Verbindung findet eine  Verknüpfung mit dem Server des Herstellers statt. So besteht für den Verbraucher über den Internetbrowser die Möglichkeit, Webseiten des jeweiligen Wärmepumpenherstellers aufzurufen. Über die Eingabe der Login Daten können Heizungsbesitzer Betriebszustände oder auch den Stromverbrauch der Wärmepumpe jederzeit einsehen. Auch Temperaturverläufe werden in Diagrammen angezeigt. Auf diese Weise identifizieren Verbraucher frühzeitig Schwachstellen bei der Einstellung der eigenen Heizung. Eine TLS- oder SSL-Verschlüsselung schützt die Daten vor unbefugtem Zugriff.

Wärmepumpe per App steuern

Wer eine ortsungebundene Heizungssteuerung bevorzugt, sollte eine App des jeweiligen Herstellers nutzen, die im App Store (iOS oder Android) in der Regel kostenfrei herunterladen werden kann. Nach Registrierung ist die Heizungssteuerung per Handy dann schnell betriebsbereit. Ein intuitives Bedienfeld ermöglicht eine unkomplizierte Eingabe der gewünschten Solltemperaturen von jedem beliebigen Standort aus. Dies steigert nicht nur den Komfort, sondern kann auch die Heizkosten senken.

Einbindung der Wärmepumpe in Smart Home Systeme 

Wärmepumpen lassen sich in einem Smart Home auch mit einer zentralen Steuerungseinheit, der Homebase, verbinden. Als koordinierende Zentrale managt die Homebase alle Geräte und Systeme im Haushalt und regelt deren Kommunikation untereinander. Für die nötige Interaktion sorgt beispielsweise eine Modbus- oder LAN-Verbindung. Auch KNX-IP-Schnittstellen kommen häufig zum Einsatz. KNX ist ein internationaler Kommunikationsstandard mit mehr als 7.000 zertifizierten Produkten von über 400 internationalen Herstellern. Alle Produkte sind miteinander kompatibel. Dies bietet Bauherren wie Architekten und Investoren ein Höchstmaß an Zukunftssicherheit.

SG-Ready Wärmepumpe und PV-Anlage im Verbund 

Viele Wärmepumpen verfügen heute über eine Smart-Grid-Ready Schnittstelle. Der SG-Ready-Eingang der Wärmepumpe macht möglich, dass die Wärmepumpe mit dem Wechselrichter der PV-Anlage oder einem intelligenten Energiemanager kommuniziert. Wie dies im Einzelnen funktioniert, zeigen die nachfolgenden Abschnitte:

  • Kommunikation zwischen Energiemanager und Wärmepumpe 

Am Energiemanager werden Schwellenwerte bei der Produktion von Solarstrom eingestellt. Sobald die PV-Anlage große Mengen Strom erzeugt und dieser Wert überschritten wird, sendet der Energiemanager Signale an die Wärmepumpe, damit diese automatisch in den Betriebsmodus schaltet. An- und Abschaltzeitpunkte des eigenen Wärmeerzeugers lassen sich auf diese Weise optimieren.

Der Energiemanager entscheidet zuverlässig, ob  er den Solarstrom der Wärmepumpe oder den Haushaltsgeräten zur Verfügung stellt. Batterien speichern den über den aktuellen Bedarf hinausgehenden Strom und stellen ihn zum Beispiel zum späteren Betrieb der Waschmaschine wieder zur Verfügung. Dies sichert Hausbesitzern eine gewisse Autarkie in der Strom- und Wärmeerzeugung.

  • Verbindung der Wärmepumpe mit dem Wechselrichter einer PV-Anlage 

Wechselrichter verfügen über ein Relais bzw. einen elektrisch betriebenen Schalter. Am Relais stellen Hausbesitzer einen bestimmten Schwellenwert hinsichtlich der produzierten Menge an Solarstrom ein. Wird dieser im Falle starker Sonneneinstrahlung erreicht oder gar überschritten, sendet der Schalter Signale an den SG-Ready-Eingang der Wärmepumpe, sodass diese den solaren Strom für den Antrieb des Wärmepumpenmotors nutzen kann.

Wärmepumpenregelung im smarten Stromnetz 

Der Stand der Technik reicht mittlerweile über die Integration der Wärmepumpe in die eigene Smart Home-Vernetzung hinaus. So könnten smart-grid- geeigneteWärmepumpen künftig in intelligente Stromnetze eingebunden werden. Damit würden Wärmepumpen einen Beitrag zum Ausgleich von angebotenem und nachgefragtem Ökostrom auf dem Strommarkt leisten. Insbesondere an wind- und sonnenreichen Tagen entsteht vielfach ein Überangebot an Ökostrom im Stromnetz. Wärmepumpen, die mit einem Smart-Grid-Ready-Label ausgestattet sind, könnten diesen Überschuss an regenerativem Strom dann entgegennehmen.

Den aufgenommenen Strom nutzt die Wärmepumpe, um Heizenergie zu erzeugen, die ein Brauchwasser- oder Pufferspeicher der Heizungsanlage „einlagert“ und bereitstellt, sobald Wärmebedarf besteht. Heizungsbesitzer haben hierfür lediglich die Temperatur am Brauch- oder Pufferspeicher des Heizungssystems zu erhöhen, damit die Wärmepumpe den Strom nutzen und den Speicher auch dann befüllen kann, wenn aktuell kein oder niedriger Wärmebedarf besteht.

Autorin des Beitrags ist Kerstin Bruns. Sie verantwortet die Online Redaktion der Kesselheld GmbH. Weitere Informationen zum Thema digitale Heizungen und intelligenten Regelungstechniken finden sich auch auf dem Blog von Kesselheld.

Bildquelle: Vaillant

Mehr Durchblick beim Energielabel

Die Europäische Union will das Energielabel reformieren. In Zukunft sollen Elektrogeräte übersichtlicher gekennzeichnet werden. Die Energieklassen werden dann nicht mehr wie bisher von A+++ über A bis D reichen, sondern schlicht von A bis G. Dabei wird A für die beste und G für schlechteste Energieeffizienz stehen. Eigentlich wurde diese einfache Skala bereits 1995 eingeführt. Als jedoch neue Geräte hinzu kamen, wurde die bessere Energieeffizienz mit einem, zwei oder drei zusätzlichen Pluszeichen ausgezeichnet. Geräte der Kategorie A wirken zwar auf den ersten Blick sparsam, sind es aber häufig nicht. Künftig soll die A dauerhaft die beste Klasse bleiben. Immerhin achten 85 Prozent der europäischen Kunden beim Kauf von Elektrogeräten auf die Energieeffizienz. Die Neureglung soll 2020 in Kraft treten.

Umweltfreundliche Ostern

An den Feiertagen klettert der Energieverbrauch für gewöhnlich gerne in die Höhe. Jedes Jahr zu Ostern geht es in der Küche heiß her, Osterkörbchen werden versteckt und Eier bunt bemalt. Wie wir Ostern nachhaltiger verbringen:

  • Wer einen Eierkocher statt den Herd anschaltet, kann beim Eierkochen bis zu 75 Prozent Strom sparen!
  • Damit die Wärme im Topf bleibt, sollte bei der Zubereitung des Ostermenüs der Deckel nicht vergessen werden!
  • Immer Töpfe und Pfannen nutzen, die genau auf die Kochplatte passen und mit so wenig Wasser wie möglich kochen!
  • Auch beim Backen kann Energie eingespart werden, wenn aufs Vorheizen verzichtet wird! Auf das Rezept achten!
  • Bei einer Backzeit von über 40 Minuten kann der Ofen auch schon zehn Minuten vor der angegebenen Zeit ausgeschaltet und die Nachwärme genutzt werden!
  • Die Eier fürs Körbchen sollten aus regionaler, biologisch kontrollierter Freilandhaltung stammen!
  • Bio-Eier lassen sich toll mit natürlichen Utensilien verzieren: Die Schale der roten Beete färbt die Eier rot, blau werden Eier mit Heidelbeere oder Holundersaft, Spinat und Brennnessel sorgen für ein schönes Grün!
  • Ausgepustete und bemalte Eier können aufbewahrt und jedes Jahr wieder genutzt werden!
  • Bei der Osterdekoration sollte auf gekaufte Wegwerfprodukte verzichtet werden und lieber natürliche Bastelmaterialien wie Zweige und Blumen genommen werden!
  • In das Öko-Nest gehört natürlich ein Bio-Schokohase!

Wir wünschen allen ein frohes Osterfest!