Archiv für den Monat: Dezember 2016

Die große Silvester-Sause

Eine klimafreundliche Party ist nur etwas für Öko-Spinner? Falsch! Eine tolle Silvester-Party schmeißen und trotzdem an Energieeffizienz und Umwelt denken, das geht. Hier ein paar Tipps:

  • Die Einladungen erfolgen natürlich papierlos über Facebook, WhatsApp oder das Telefon.
  • Die Gäste sollten mit dem öffentlichen Nahverkehr oder dem Fahrrad anreisen. Hilfreich sind daher schon ein paar Infos vorab, wie man am besten zur Party gelangt.
  • Wenn die Anfahrt per Bus oder Bahn nicht geht, sollten Fahrgemeinschaften gebildet und vermittelt werden.
  • Luftschlangen, Konfetti, Luftballons landen am nächsten Tag sowieso wieder auf dem Müll. Lieber Girlanden aufhängen, die man noch für die nächste Party verwenden kann
  • Für die richtige Dekoration und Stimmung sorgen Solar- oder LED-Lichterketten.
  • Sind alle Gäste da, kann die Heizung während der Party ruhig ein paar Grad heruntergedreht werden – ausgelassenes Tanzen sorgt für die richtige „Temperatur“.
  • Das Buffet sollte nicht aufwendig gekocht sein: Fingerfood spart große Spülaktionen hinterher.
  • Vegetarische Häppchen aus regionalem und biologischem Anbau sind besonders klimafreundlich.
  • Auch die Drinks können gerne regional sein: Vom deutschen Schnaps über das Bier zum Bio-Wein.
  • Im Winter kann man die Getränke sehr gut auf dem Balkon kühlen.
  • Auf Pappbecher und Pappteller sollte wenn möglich verzichtet werden, Freunden stellen bestimmt gerne leihweise Geschirr und Besteck zur Verfügung.
  • Weniger Müll produziert, wer seinen Becher mit dem Namen beschriftet. Das funktioniert auch mit Gläsern. Der Permanentmaker lässt sich hinterher leicht mit Alkohol entfernen.
  • Nach der Party das übriggebliebene Essen nicht in Alufolie wickeln, sondern in Frischhalteboxen aufbewahren oder den Gästen mitgeben.
  • So toll die Party auch war, am nächsten Tag wartet das große Aufräumen. Wenn Freunde dabei helfen, geht es schneller und macht mehr Spaß. Benutzen Sie biologisch abbaubare Reinigungsmittel wie Essigreiniger und denken Sie an die Mülltrennung.

Und nun viel Spaß beim Feiern!

Welcher Tannenbaum?

Rund 29 Millionen Weihnachtsbäume werden in diesem Jahr in deutschen Haushalten aufgestellt. So schön diese Tradition an Weihnachten auch ist, leider vergessen wir häufig die Konsequenzen für die Umwelt: Die Aufzucht von Christbäumen erfordert einen hohen Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden. Zudem wachsen die Tannen über mehrere Jahre heran und werden abgeholzt, um dann etwa zwei Wochen unsere Wohnzimmer zu schmücken. Wer an Weihnachten nicht auf einen Tannenbaum verzichten möchte, sollte ein paar Fakten beachten:

  • Die Nordmanntanne ist der Lieblingsbaum der Deutschen, denn sie verliert auch in beheizten Räumen nicht so schnell Nadeln. Leider ist die Tanne keine heimische Baumart, die in unserer Wäldern wächst, sondern muss durch Sonderkulturen angebaut werden. Heimische Fichten oder Kiefern sind da viel umweltschonender.
  • Bevorzugen Sie Bäume aus Durchforstung. In durchforsteten Waldgebieten werden einzelne Bäume gezielt gefällt, um den Baumbestand aufzulichten und zu verjüngen.
  • Beim Bio-Anbau werden keine chemischen Pflanzenmittel verwendet und das Düngen geschieht auf natürliche Weise. Achten Sie auf das Bio-Logo. Leider ist der ökologische Anbau von Bio-Tannen mit viel Aufwand verbunden, entsprechend sind die Bäume auch teurer.
  • Wem Kunsttannen lieber sind, weil sie sich über mehrere Jahre aufstellen lassen, sollte beim Kauf auf umweltfreundliches Material achten, das zu 100 Prozent recycelbar ist. Plastiktannen lassen sich zwar öfter nutzen, doch irgendwann landen sie auf dem Müll und belasten die Umwelt. Zudem erfordert die Herstellung von Plastikbäumen viele wertvolle Ressourcen und Energie. Insbesondere billige Plastikware ist in der Regel unter sehr umweltschädlichen Bedingungen hergestellt worden.
  • Welcher Baum – ob Kunst oder Natur – letztendlich die bessere Ökobilanz hat, ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Nutzt man beispielsweise eine kleine Kunsttanne mehrere Jahre, ist das besser als ein alljährlich abgeholzter Nadelbaum aus herkömmlicher Zucht.

Noch ein Tipp: Verzichten Sie beim Schmücken auf Schnee- und Glitzerspray sowie auf Lametta. Zum umweltverträglichen Christbaumschmuck passen Nüsse, Stoffbänder und Figuren aus Papier, Holz oder Stroh.

Batterien richtig entsorgen

Ob in der Fernbedienung, dem Telefon oder im Wecker: Batterien und Akkus sind praktisch und in ziemlich jedem Haushalt unverzichtbar. Leider sind die kleinen Stromspeicher weder günstig noch besonders energieeffizient. So benötigen nicht wiederaufladbare Batterien bei ihrer Herstellung 40 bis 500 Mal mehr Energie, als sie später zur Verfügung stellen, und die elektrische Energie z.B. aus AA-Batterien ist mindestens 300 Mal teurer als Energie aus der Steckdose (Quelle: Stiftung Warentest).

Hinzukommt, dass Batterien viele gesundheits- und umweltschädliche Schwermetalle wie Quecksilber enthalten. Aus diesem Grund gehören leere Batterien und Akkus niemals in den Hausmüll, sondern in die dafür vorgesehenen Batterie-Sammelboxen im Handel. Letztere müssen überall aufgestellt sein, wo Batterien verkauft werden. Man findet sie in fast jedem Discounter, Supermarkt, Bau- und Drogeriemarkt.

Die Sammel-Trennung verhindert nicht nur, dass Schadstoffe in den Hausmüll und in die Umwelt gelangen, sondern ermöglicht auch die Rückgewinnung wertvoller Stoffe aus Batterien wie z.B. Stahl, Zink und Nickel.

Zur Info: In Deutschland sind Verbraucher gesetzlich dazu verpflichtet, Batterien in die Sammelstellen zu bringen. Batterien einfach in den Hausmüll zu werfen ist verboten.

Eine Insel für die Sonne

Einige hundert Kilometer östlich von Australien im Südpazifik liegt die kleine Insel Taʻū. Bis vor Kurzem nutzten deren knapp 800 Bewohner noch Dieselgeneratoren zur Erzeugung von Energie. Der Treibstoff wurde regelmäßig mit Schiffen angeliefert.

Aus Gründen des Umweltschutzes und für mehr Energieautarkie der Bewohner hat der kalifornische Photovoltaik-Hersteller SolarCity in Zusammenarbeit mit dem US-Unternehmen Tesla nun eine nachhaltigere Form der Energieversorgung auf der Insel in Amerikanisch-Samoa aufgebaut. Auf einer Fläche von 1,4 Hektar wurden rund 5.300 Solarpanels installiert, die 1,4 MW Leistung liefern sollen. Darüber hinaus sorgen 60 sogenannte Powerpacks dafür, dass überschüssige Sonnenenergie gespeichert wird. Sieben Stunden Sonnenlicht reichen aus, um die Speichermodule aufzuladen und die Energie bei Bedarf wieder abzugeben. Mit den Powerpacks könnten die Einheimischen drei Tage ohne Sonne überstehen. Allerdings muss sich die Pazifikinsel kaum Sorgen über schlechtes Wetter machen.

Rund ein Jahr haben die Arbeiten an dem Solarkraftwerk gedauert. Durch das neue Energiesystem sollen etwa 500.000 Liter Diesel im Jahr eingespart werden – ein Segen für die Umwelt und den Geldbeutel der Taʻū-Bewohner.

Umweltfreundlich durch den Advent

Fast 500 Millionen Kilowattstunden Strom verbrauchen deutsche Haushalte in der Adventszeit zusätzlich. Damit ließen sich rund 140.000 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgen. Für den enormen Anstieg in den Wochen vor Weihnachten sind vor allem die Festtagsbeleuchtung, aber zum Beispiel auch unsere gesteigerte Backlust verantwortlich. Wer auf ein paar Dinge achtet, kann auch die Weihnachtszeit nachhaltig genießen.

  • Nutzen Sie LED-Lichterketten. Die sind in der Anschaffung zwar etwas teurer, sparen jedoch bis zu 80 Prozent Energie im Vergleich zu herkömmlichen Glühbirnen.
  • Zeitschaltuhren sorgen dafür, dass die Weihnachtsdeko nicht permanent leuchtet, also auch dann, wenn niemand was davon hat.
  • Wer einen Garten oder Balkon hat, kann mit solarbetriebenen Lichtern im Außenbereich für festliche Stimmung sorgen.
  • In der Weihnachtsszeit entsteht etwa 10 Prozent mehr Verpackungsmüll. Setzen Sie also auf umweltfreundliche Verpackungen. Tipps finden Sie hier.
  • Nutzen Sie zum Dekorieren von Bäumen statt Lametta und Plastikkugeln natürliche Materialien wie Strohsterne, Tannenzapfen oder getrocknete Früchte.
  • Verschenken Sie zu Weihnachten nur Elektronik mit effizientem Energieverbrauch. Informationen dazu liefert das Energielabel.
  • Ohne Gewissensbisse schlemmen können wir, wenn wir uns beim Kauf des Festtagsbratens über die regionale Herkunft des Fleisches informieren und auf Bio-Qualität achten.
  • Wenn Sie bei der Zubereitung des Weihnachtsbratens und beim Plätzchenbacken unsere Spartipps beachten, können Sie den Energieverbrauch deutlich reduzieren.

In diesem Sinne wünschen wir allen eine frohe Adventszeit.