Archiv für den Monat: August 2016

Eisbärenfelle effizienter sind als Sonnenkollektoren?

Während die Kollektoren bei einer Temperatur um den Gefrierpunkt nur etwa 40 Prozent des Tageslichts umwandeln, nutzen Eisbären sogar 95 Prozent des Lichts, um es in Wärmeenergie  umzuwandeln. Das Pelzhaar funktioniert dabei wie ein Lichtleiter.

Was kaum jemand weiß: Das Eisbärenhaar erscheint uns nur weiß, ist aber in Wirklichkeit durchsichtig und hohl. Ähnlich wie beim Glasfaserkabel leiten diese hohlen Fasern die Lichtstrahlung an die schwarze Haut unter dem Fell. Diese saugt die Wärmestrahlung auf und heizt damit den gesamten Organismus der Bären auf.

Schon seit langem nutzt die Wissenschaft dieses Prinzip der Lichtleitung und Wärmeisolation, beispielsweise im Bereich der Wärmedämmung, für Sonnenkollektoren oder auch in der Textilindustrie.

 

Sommerhitze und Lebensmittel

In der heißen Jahreszeit sind Hygiene und sorgfältige Kühlung von Lebensmittel besonders wichtig, denn Keime können sich jetzt viel schneller vermehren. Worauf wir achten sollten:

Im Supermarkt:

  • Gerade im Sommer ist es sinnvoll, nur kleine Lebensmittelmengen einzukaufen und diese schnell zu verbrauchen. Unser Tipp: Achten Sie auf regionale Gemüse- und Obstsorten, die in der warmen Jahreszeit Saison haben.
  • Damit die Kühlkette nicht zu lange unterbrochen wird, sollte Tiefkühlware oder leicht Verderbliches immer am Ende in den Einkaufswagen gelegt werden.
  • Nach dem Einkauf packen wir die Lebensmittel häufig ins heiße Auto. Denken Sie an die Kühltasche- oder Box, denn im Sommer heizt sich der Kofferraum schnell auf über 50 Grad auf.

Zu Hause:

  • Leichtverderbliches sollte sofort in den Kühl- oder Gefrierschrank sortiert werden. Aber bitte nicht irgendwie rein räumen.
  • Die Kälte im Kühlschrank nimmt nach unten hin zu. Am kühlsten ist der Bereich über der Glasplatte des Gemüsefachs. Hier empfindliche Lebensmittel wie Fleisch und Fisch lagern.
  • Ein aufgeräumter Kühlschrank sorgt nicht nur für längere Haltbarkeit, es spart auch Energie, wenn wir bei weit geöffneter Tür nicht erst lange nach Lebensmitteln suchen müssen.
  • Stellen Sie Essensreste sofort nach dem Abkühlen in den Kühlschrank. Aber niemals heiße Lebensmittel!
  • Anders als im Winter sollten wir in Hitzephasen den Kühlschrank ruhig etwas höher stellen.

Unser Tipp: Verzichten Sie gerade im Sommer mal auf leichtverderbliches Fleisch und greifen Sie stattdessen häufiger zu Salat. Dadurch entlasten Sie ihren Magen und die Umwelt.

Waschmaschine richtig reinigen

Wer Strom sparen will, wäscht seine Wäsche bei niedrigen Temperaturen, denn das Aufheizen des Wassers kostet beim Waschen die meiste Energie. Mit modernen Waschmaschinen und -mitteln ist das auch kein Problem, die Wäsche wird auch bei 40 Grad sauber.

Was gut für die Umwelt und den Geldbeutel ist, kann leider der Waschmaschine schaden. Wegen der niedrigen Temperaturen können Fette und Schmutz nicht ausreichend gelöst und abtransportiert werden. Das begünstigt Schimmelbildung und die Vermehrung von Bakterien. Wenn die Wäsche und die Maschine muffig riechen, hilft nur noch eine sorgfältige Reinigung:

  • Keime und Bakterien lassen sich gerne auf Kalkablagerungen nieder. Deshalb ist es wichtig, die Waschmaschine regelmäßig zu entkalken. Eine verkalkte Maschine erhöht zudem den Energieverbrauch. Geben Sie eine Tasse Essigessenz oder Zitronensäure in die Trommel und starten Sie einen leeren Waschgang bei 90° C. Das entkalkt die Trommel und das Abflusssystem. Reinigen Sie die Maschine je nach Häufigkeit der Waschgänge alle zwei bis drei Monate auf diese Weise. Tipp: Zitronensäure ist weniger agressiv als Essigessenz und duftet angenehmer. Beachten Sie vorher die Gebrauchsempfehlungen der Hersteller!
  • Im Waschmittelfach lagern sich die Rückstände von Waschmitteln und Weichspülern ab. Bei manchen Waschmaschinen lässt sich das Fach entnehmen und leicht reinigen. Andernfalls können Sie das Fach mit Essig oder Zitronensäure und warmem Wasser reinigen. Lassen Sie das Putzmittel 10 bis 20 Minuten einwirken, bevor Sie es mit einem Schwamm entfernen. An Ecken und Kanten gelangen Sie mit einer alten Zahnbürste.
  • Gerne wird das Flusensieb am Sockel der Waschmaschine vergessen. Schrauben Sie es heraus und reinigen Sie es wie das Waschmittelfach mindestens einmal im Monat.
  • Auch in dem Gummiring an der Tür sammeln sich gerne Flusen und Schmutz. Reinigen Sie den Ring am besten nach jedem Waschgang mit einem Lappen. Damit sich keine Pilze oder Bakterien in der feuchtwarmen Umgebung bilden können, ist es wichtig, die Tür der Maschine nach jedem Waschgang zu öffnen. Das gilt auch für das Waschmittelfach.

 

Sparsame Schriftart

Arial, Times New Roman oder lieber Comic Sans? Die meisten von uns haben eine Lieblingsschrift beim Tippen. Doch kaum einer weiß, dass sich mit der Wahl der richtigen Schriftart Geld und Energie einsparen lassen. So benötigt die Schrift „Century Gothic“ 31 Prozent weniger Toner beim Drucken als „Arial“, wie ein niederländisches Unternehmen herausfand. Das liegt daran, dass „Century Gothic“ etwas kleinere und schmalere Buchstaben nutzt als „Arial“. Mit der richtigen Schrift muss also die Druckerpatrone seltener ausgewechselt werden und wir benötigen weniger Papier. Davon profitiert neben der Umwelt auch der Geldbeutel.

Die Kostenersparnis hängt selbstverständlich von der Anzahl der Blätter ab, die man täglich druckt und könnte insbesondere für Firmen interessant sein. Bei 25 gedruckten Seiten pro Tag  macht das etwa 18 Euro im Jahr. Dieses Potenzial erkannte auch die amerikanische Uni von Wisconsin-Green Bay und stellte ihre  gesamte Korrespondenz auf die sparsame Schrift um.

Tipp: Der einfachste und umweltfreundlichste Weg Kosten zu sparen ist natürlich, weitestgehend aufs Drucken zu verzichten.

Heiße Sommertage

Endlich Sommer! Doch die Hitze kann uns manchmal ganz schön zu schaffen machen. Dennoch:  Wenn es in der  Wohnung wärmer ist als draußen, müssen wir nicht gleich die Klimaanlage anwerfen. Viel umweltschonender und kostengünstiger sind folgende Mittel:

Wohnung tagsüber abdunkeln: Wer Rollläden oder Fensterläden hat, sollte diese unten bzw.  geschlossen lassen. Das mindert die Sonneneinstrahlung um bis 75 Prozent. Blickdichte Vorhänge, Jalousien und Innenrollos haben einen ähnlichen Effekt. Rollos mit einer hellen Außenseite reflektieren die Sonnenstrahlen und halten so einen großen Teil die Wärme draußen.

Richtig lüften: Im Sommer sollten Sie nur morgens und abends ordentlich lüften, dann nämlich, wenn die Temperaturen abgesunken sind. Wer tagsüber das Fenster offen hat, lässt unnötig heiße Luft in die Wohnung.

Elektrogeräte aus: Fernseher, Computer, Lampen und Co erzeugen Wärme, die den Raum zusätzlich aufheizen. Elektrische Geräte sollten gerade im Sommer nur angeschaltet werden, wenn sie tatsächlich genutzt werden. Das spart natürlich auch Strom.

Kühlende Bettwäsche: Verzichten Sie bei heißen Temperaturen auf Biber-Bettwäsche. Wer sich leichte und kühlende Stoffe ins Bett holt, schläft auch in heißen Sommernächten gut. Achten Sie auf hochwertige Baumwollstoffe, die atmungsaktiv und kühl auf der Haut liegen. Auch Bettwäsche aus Baumwoll-Satin oder aus Seide wirkt temperaturausgleichend.

Richtig Duschen: Vor dem Schlafengehen erfrischt eine lauwarme Dusche am besten, denn wer zu kalt duscht, wirft seine innere Heizung an. Auch auf zu heißes Duschen sollten wir verzichten.

 

eine Kuh am Tag bis zu 300 Liter Methan produziert?

Kühe gelten als große Klimasünder, denn sie produzieren bei der Verdauung jede Menge umweltschädliches Methan. Allein die Milchkühe in Deutschland sind verantwortlich für einen Ausstoß von 14 Millionen Tonnen Methan im Jahr. Dieses Treibhausgas trägt bis zu 25 Mal stärker zur Erwärmung der Atmosphäre bei als Kohlendioxid.

Dabei könnte das ausgestoßene Methangas in der Biogasanlage zur Gewinnung von Strom und Wärme genutzt werden. Wissenschaftler suchen schon lange nach einer Methode, um die Abgase, die die Kühe produzieren, einzufangen und sie in kostbares Biogas umzuwandeln. Mit den 300 Litern Methan, das eine Kuh am Tag produziert, ließe sich zum Beispiel ein Kühlschrank 24 Stunden betreiben.

Bisher haben die Agrarforscher allerdings noch keine effiziente Zapfmethode gefunden, um die Kuhabgase in unsere Stromversorgung zu integrieren.