Archiv für den Monat: Juni 2016

aus Kuhfladen grüner Strom erzeugt werden kann?

Eine Kuh produziert täglich etwa 80 Liter Gülle. Landwirte haben dafür unterschiedliche Verwendungsmöglichkeiten: Es wird als Düngemittel genutzt, kann als Baustoff eingesetzt werden oder auch zur Erzeugung von grünem Strom dienen. So hat das Bundeslandschaftsmininsterium ausgerechnet, dass sich aus dem Mist einer einzigen Kuh bis zu 1.000 Kilowattstunden Strom gewinnen lassen können. Damit kann eine Waschmaschine tausend Waschgänge durchlaufen. Laut Ministerium reichen 25 Rinder aus, um sieben Haushalte ein Jahr lang mit Strom zu versorgen.
Zusätzlich ließen sich bei der Produktion von 1.000 kWh Strom aus Kuhfladen auch über 600 Kilogramm Treibhausgase vermeiden.

Um die Vorteile von Kuh- und anderem Tiermist in vollem Umfang nutzen zu können, braucht man entsprechende Biogasanlagen. Die Biogaserzeugung auf Gülle-Basis ist für die meisten Landwirte bisher aber keine attraktive Investition. Sie halten einfach zu wenig Vieh, um die notwendige Güllemenge bereitzustellen.
Zur Info: Aktuell werden etwa 10 bis 20 Prozent der Gülle aus der Landwirtschaft in Biogasanlagen verarbeitet.
(Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien)

Wie der Körper Energie spart

Bisher haben wir geglaubt, dass der Energieverbrauch linear mit der körperlichen Bewegung steigt. Also: Viel Sport, viel Gewichtsverlust. Das ist leider ein Irrtum. Amerikanische Forscher wollen jetzt herausgefunden haben, dass bei besonders aktiven Menschen der Energieverbrauch irgendwann sein Limit erreicht. Oder anders ausgedrückt: Umso mehr Sport ein Mensch treibt, desto weniger Energie verbraucht er zum Ausgleich in den Ruhephasen.
Der Spareffekt scheint eine evolutionäre Anpassung des Körpers, um den Energiebedarf möglichst gering zu halten. Ausgelöst wird dieser Effekt möglicherweise durch bestimmte Botenstoffe, die von aktiven Muskeln abgegeben werden. Bei körperlicher Anstrengung senden sie das Signal zum Energiesparen. Nach dem Sport fahren die Körperzellen daher die Aktivitäten herunter und der Grundumsatz sinkt.
Sportmuffel sollten diese Erkenntnis allerdings nicht als Einladung betrachten, um auf der Couch zu bleiben. Auch wenn Sport nicht immer zum gewünschten Gewichtsverlust führt, ist Bewegung wichtig für ein kräftiges Herz und die Gesundheit. Und wer abnehmen will, braucht beides: Gesunde Ernährung und Bewegung.

Sonnenbad fürs Handy

Smartphones haben sich in den vergangenen Jahren in ihrer Leistungsfähigkeit, Displaygröße und Auflösung stark entwickelt. Leider können die Fortschritte in der Akkutechnologie da kaum mithalten. Wer sein Handy oft und viel nutzt, dem geht der Saft schnell aus. Größere Akkus wären denkbar, lassen sich aber schwer in die immer flacher und leichter werdenden Handys integrieren.
Hersteller haben das Problem schon lange erkannt und tüfteln an verschiedenen umweltverträglichen Lösungen. Seit den 2010er Jahren gibt es beispielsweise Solar-Handys, also Handys, bei denen auf der Rückseite Solarzellen montiert sind. Die sollen den Energieverbrauch begrenzen und dafür sorgen, dass die Akkus auch unterwegs immer aufgeladen sind.
Produzenten wie Samsung und LG setzten damals große Hoffnungen auf Märkte in sonnenreichen Regionen. Der Trend hielt sich aber nicht lange, denn auch Solar-Handys kommen nicht ohne Steckdose und Ladegerät aus. Ein Dauerbetrieb nur mithilfe der Solarzellen ist insbesondere bei den stromhungrigen Smartphones bisher unmöglich. Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass der Energieaufwand zur Herstellung der Handys den Nutzen bei Weitem übertrifft. Ja, sogar der Umwelt eher schadet.
Es ist also unwahrscheinlich, dass sich der Trend so bald wiederbelebt.

Grünes Grillen

Endlich ist es wieder soweit: Mit der Grillsaison beginnt für viele von uns die beste Saison des Jahres. Damit das Grillen nicht nur gesund, sondern auch klimafreundlich gelingt, hier ein paar Tipps:

• Achten Sie bei Fleisch und Gemüse auf Bio-Ware aus der Region. Das ist zwar etwas teurer, aber meistens besser im Geschmack und für die Umwelt.
• Gemüse auf dem Grill ist klimafreundlicher als Fleisch. Beachten Sie: Auch beim Fleisch gibt es große Unterschiede. Rindfleisch belastet das Klima über viermal so stark wie Schweinefleisch.
• Verzichten Sie auf Einweggeschirr und Pappbecher, das verursacht unnötigen Müll. Benutzen sie lieber wiederverwendbares Kunststoffgeschirr und transportieren Sie das Grillgut in Kunststoffdosen statt in Alufolie
• Umweltfreundliche Alternativen zur Alufolie oder –schale auf dem Grill sind dünne Steinplatten aus Speckstein oder Schiefer. Auch große Rhabarber- oder Kohlblätter eignen sich als Unterlage.
• Setzen Sie clevere Brennstoffe ein: Briketts aus Olivenkernen brennen hervorragend, minimieren den Funkenflug und sind CO2 –neutral.
• Grillkohle gibt es auch mit „FSC“-Siegel. Das Siegel kennzeichnet Holzprodukte, bei deren Herstellung soziale und ökologische Kriterien beachtet wurden. Ein DIN-Prüfzeichen auf Kohle garantiert, dass der Brennstoff kein Pech, Erdöl, Koks oder Kunststoffe enthält.
• Wer einen Gas- und Elektrogrill einsetzt, grillt für sich und die Nachbarn gesünder und umweltschonender als mit Holzkohle wobei natürlich der für viele unverzichtbare Rauchgeschmack fehlt. Hier gibt es aber genug gute Grillsaucen mit Raucharoma!