Archiv für den Monat: November 2015

Elektrogeräte, die man sich sparen kann

Wir bekommen sie von Freunden und Verwandten geschenkt, oder kaufen sie selbst: Elektrische Geräte, die eigentlich niemand braucht. In den meisten Fällen landen sie nach kurzfristiger Nutzung in der hintersten Schrankecke oder fristen ihr Dasein als Staubfänger auf irgendeinem Küchenregal.

Zu beachten gilt: Diese Geräte wurden unter Einsatz von Energie produziert! Daher sollte man sich genau überlegen, was im eigenen Haushalt notwendig ist!
Hier eine Liste von Geräten, auf die man aus unserer Sicht getrost verzichten kann:

1. Elektrischer Dosenöffner: Es ist kein Kraftakt, eine Dose mit einem herkömmlichen Öffner aufzubekommen
2. Elektrische Salatschleuder: Wer braucht schon einen Motor, um Salat zu machen?
3. Elektrische Fliegenklatsche: Nur was für Tierquäler. Die Insekten bekommen einen  elektrischen Schlag versetzt, der nicht immer tödlich ist.
4. Elektrischer Messerschleifer: Zum Schärfen kann auch ein Wetzstahl benutzt
werden.
5. Popcornmaschine: Nur für ausgesprochene Popcorn-Liebhaber. Ansonsten reicht ein großer Topf mit Deckel. Außerdem gibt’s im Supermarkt viele Sorten Mikrowellen-Popcorn.
6. Elektrische Obst- und Gemüseschäler: Äpfel sollte man zum Beispiel nicht schälen! Vitamine und Ballaststoffe befinden sich in der Schale. Alles andere geht gut mit dem mechanischen Sparschäler!
7. Elektrische Pfeffer- und Salzmühle: Benötigen bis zu acht Batterien und man versteht am Esstisch sein eigenes Wort nicht mehr!
8. Elektrische Parmesanreibe: Siehe Elektrische Pfeffermühle

Sparen beim Adventsbacken

Der Winter ist die Jahreszeit, in der wir am meisten Energie verbrauchen. Kein Wunder, wir müssen heizen und das Licht früher anschalten. Und was wäre die Adventszeit ohne leckere Plätzchen? Mit den folgenden Tricks lässt sich beim Backen locker eine Menge Strom sparen:

Vorheizen kann man sich häufig sparen. Nur sehr empfindliche Teige wie Biskuit müssen in den vorgeheizten Ofen. Wer auf das Vorheizen verzichtet, verbraucht bis zu 20 Prozent weniger Energie beim Backvorgang.

Backofentür geschlossen halten spart bis zu 25 Prozent Energie ein, denn bei offener Backofentür entweicht sofort Wärme, die der Ofen nachheizen muss. Schauen Sie also durch die Glastür und öffnen Sie diese nur, wenn Sie wirklich überprüfen müssen, ob die Kekse fertig sind.

Umluft ist effizienter als Ober- und Unterhitze: Ein Ventilator verteilt die warme Luft gleichmäßig, so dass eine um 20 bis 30° C niedrigere Temperatur eingestellt werden kann.
Energieeinsparung: bis zu 40 Prozent!

Backzeit spart, wer zwei Bleche mit Keksen oder zwei Kuchen gleichzeitig backt. Braucht der Kuchen länger als 40 Minuten, kann der Ofen zudem problemlos zehn Minuten vor Ende der Backzeit ausgeschaltet werden. Die Restwärme reicht aus, um den Kuchen fertig zu backen.

Reihenfolge festlegen: Bei unterschiedlichen Plätzchensorten sollten Sie mit den Keksen beginnen, die die niedrigste Temperatur brauchen.

Clever beim PC sparen

PCs können sehr viel Strom verbrauchen. Daher sollte man sich bereits vor der Anschaffung eines neuen Computers überlegen, wofür man den PC hauptsächlich nutzen wird. Denn je höher die Leistung eines Computers, desto mehr Strom verbraucht er.

So ist eine leistungsstarke Grafikkarte oder ein Prozessor mit hoher Taktfrequenz für Menschen, die ihren Rechner vor allem für Schreibarbeiten nutzen, unnötig. Hier reicht die Standardausstattung eines energiesparenden Computers völlig aus.

Zuhause oder im Büro lässt sich Strom sparen, wenn man den Rechner bei längeren Pausen in den Ruhezustand bzw. Sleep-Modus versetzt. Nicht benötigte Systemkomponenten, wie Bildschirm oder Festplatte, werden dann abgeschaltet. Den Computer aus dem Schlaf- oder Ruhemodus zu wecken, verbraucht außerdem weniger Strom, als ihn komplett hochzufahren. Über Nacht oder bei längeren Pausen sollte der PC allerdings heruntergefahren werden.

Auch das WLAN-Gerät sollte man überprüfen. Ältere Modelle funken sogar nachts, wenn der Computer ausgeschaltet ist. Neuere Router besitzen dagenen eine Nachschaltung. Damit lassen sich Zeiträume festlegen, in denen der Router das WLAN abschaltet. Tipp: Die Nachtschaltung kann man auch tagsüber aktivieren, wenn man nicht zuhause ist und kein WLAN benötigt.

Spar dir den Aufzug!

Etwa 700.000 Fahrstühle gibt es schätzungsweise in Deutschlands Wohnhäusern, Büros, Einkaufszentren, U- und S-Bahnen etc. Wie viel Strom ein Aufzug benötigt, ist von vielen Faktoren abhängig: der Art des Fahrstuhls, seiner Nutzung, seines Alters und so weiter.

Beispielsweise hatten Aufzüge vor 30 Jahren aufgrund von geringeren Sicherheitsanforderungen sowie einfacher Ausstattung und Steuerung einen recht niedrigen Standby-Verbrauch. Bei den heutigen Aufzügen ist dieser zwar vergleichsweise hoch, dafür ist der Stromverbrauch für die Fahrten dank moderner und effizienter Technik mittlerweile gesunken.
Durchschnittlich verursachen Aufzüge etwa 3 bis 8 Prozent des Stromverbrauchs eines Gebäudes. Für alle Aufzugsanlagen in Deutschland kommt man damit auf einen Stromverbrauch von etwa 1.300 GWh im Jahr. Dafür müsste ein durchschnittliches Kohlekraftwerk rund drei Monate Strom erzeugen.

Unser Tipp: Wer nicht wirklich auf einen Fahrstuhl angewiesen ist, sollte häufiger
die Treppe nehmen. Damit tut man nicht nur was für die Umwelt, sondern auch
für seine Gesundheit. Fünf Minuten Treppensteigen verbrauchen etwa 50
Kalorien, und wir trainieren unsere Bein- und Pomuskulatur!

Quellen: Öko-Institut, Fraunhofer-Institut