Archiv für den Monat: August 2015

Käffchen? Ja, bitte!

Mittlerweile haben wir viele Möglichkeiten unseren Kaffee zu kochen. Aber welche ist die effizienteste?
Am wenigsten Energie verbraucht man, wenn man für die Kaffeezubereitung einen modernen Wasserkocher und eine Durchdrückkanne oder einem Handfilter benutzt. Vorausgesetzt natürlich, dass man nur so viel Wasser kocht, wie man tatsächlich benötigt. Die Filterkaffeemaschine verbraucht ein wenig mehr Energie.

Portionskaffeemaschinen, die mit Pads oder Kapseln funktionieren, sind günstig in der Anschaffung und haben den Vorteil, dass sie den Kaffee immer frisch zubereiten. Allerdings wird es sehr umständlich und zeitaufwendig, wenn man für mehrere Personen Kaffee braucht. Zudem verursachen Kapselmaschinen sehr viel mehr Verpackungsmüll als herkömmliche Geräte.

Wer regelmäßig und in großen Mengen Kaffee trinkt, sollte über den Kauf eines Vollautomaten nachdenken. Die Geräte sind zwar in der Anschaffung etwas teurer, der Tassenpreis des frisch gemahlenen Bohnenkaffees ist im Vergleich zu Portionsmaschinen aber bis zu vier Mal billiger ist. Ein Vollautomat rentiert sich bereits bei einem täglichen Kaffeekonsum von zwei bis drei Tassen.

Zum Vergleich: Pro Tasse zahlt man im Schnitt etwa 8 Cent, während ein Kapselkaffee bei durchschnittlich 30 Cent liegt. Bei drei Tassen Kaffee am Tag – das macht im Jahr 1092 Tassen – summieren sich die Kosten auf rund 328 Euro für Kaffee aus der Kapsel, wogegen der gute alte Bohnenkaffee bei etwa 88 Euro liegt.

Im Stromverbrauch gibt es keine grundsätzlichen Unterschiede zwischen Voll- und Kapselautomaten. Achten Sie aber auf einen automatischen Wechsel in den Standby-Betrieb: Vollautomaten sollten den Bereit-Zustand nach maximal einer Stunde, Kapselautomaten nach 30 Minuten automatisch verlassen, damit keine wertvolle Energie verbraucht wird.

Quelle: ecotopten

Essen nicht für die Tonne

Weltweit werden jährlich ein Drittel aller Lebensmittel weggeworfen. So landen allein in Deutschland jedes Jahr etwa 20 Millionen Tonnen Nahrungsmittel auf dem Weg von den Feldern auf unsere Teller im Müll. Das entspricht rund 500.000 Lastwagenladungen voller Nahrung. Auf diese Weise werden nicht nur kostbare Lebensmittel vergeudet, sondern auch wertvolle und knappe Ressourcen wie Energie, Wasser und Ackerland.

Wir alle können dazu beitragen das Klima zu schonen und Lebensmittel einzusparen, wenn wir nur die Produkte kaufen, die wir tatsächlich verwerten. Bleibt etwas übrig, freuen sich Freunde oder Nachbarn bestimmt über eine Einladung zum Resteessen.
Darüber hinaus sollten wir auf das Verfallsdatum der Speisen achten. Nur sehr empfindliche Lebensmittel wie Fleisch müssen vor Ablauf verzehrt werden. Die meisten anderen Nahrungsmittel haben dagegen ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Hier gilt: Wenn es gut aussieht, gut riecht und schmeckt, kann es bedenkenlos auch noch nach Ablauf gegessen werden.

Bildquelle: Siemens

Energiekick durch Powernap

Ein Powernap ist ein Kurzschlaf, der uns dabei helfen kann, unseren Arbeitstag möglichst frisch zu überstehen. Allerdings geht es beim „Powernapping“ nicht wirklich ums Schlafen, sondern wir gönnen uns eine Ruhepause, bei der wir wieder neue Energie tanken können. Daher sollte das Nickerchen nicht länger als 20 bis maximal 30 Minuten dauern, denn ab 35 bis 45 Minuten landen wir in der Tiefschlafphase. Die macht uns aber nur schlaftrunken und wir brauchen viel länger, um wieder fit zu werden.

In der Regel hat der typische Büromensch sein erstes Leistungstief gegen Mittag. Ein Powernap bietet sich daher in der Zeit zwischen 13 und 15 Uhr an. Aber auch zwischen 18 und 20 Uhr kann es Sinn machen ein Nickerchen einzulegen, um frisch und munter in den Feierabend zu starten.

Studien in Schlaflaboren haben gezeigt, wie positiv sich ein kurzes Schläfchen tagsüber auf unsere Konzentrationsfähigkeit und Kreativität auswirkt. Darüber hinaus steigert es unsere Leistungsfähigkeit um bis zu 35 Prozent. Menschen, die sich regelmäßig in der Mittagspause aufs Ohr legen, haben ein geringeres Risiko für Herzerkrankungen und sind weniger stressanfällig.

Wer kann, sollte das Powernapping in seine tägliche Routine einbauen. Eine Schlafmaske und Ohrstöpsel helfen dabei, zur Ruhe zu kommen. Auf jeden Fall sollte der Wecker gestellt werden, damit es kein böses Erwachen gibt. Natürlich braucht man einen geeigneten Ort für sein Nickerchen. Gibt es im Büro keine ruhige Ecke, kann man sich vielleicht in sein Auto zurückziehen oder im Sommer in den Park legen.

In Berlin gibt es bereits das erste Studio für Powernapping. Im „Nickerchen“ in Berlin-Mitte können müde Berliner und Touristen in angenehmer Atmosphäre alle Viere von sich strecken und ihre Akkus aufladen. Wem das nicht reicht, der gönnt sich danach noch eine Massage.

Übrigens, viele Überflieger und große Denker der Geschichte waren bzw. sind bekennende Powernapper, die ihren Erfolg unter anderem auch auf ihr tägliches Nickerchen zurückführten bzw. zurückführen, darunter:  Albert Einstein, Leonardo da Vinci, Konrad Adenauer, Winston Churchill, Johann Wolfgang von Goethe, Isaak Newton, Konrad Adenauer, Margret Thatcher oder Angela Merkel.

Strom aus menschlichen Abwässern

Über fünf Millionen Menschen leben im Ruhrgebiet. Und die produzieren fäkalienhaltige Abwässer, die beispielsweise im Emscherkanal, einem unterirdischen, parallel zum Fluss Emscher verlaufenden Abwasserkanal, enden. Dessen Abwasser wird von vier modernen Kläranlagen gereinigt. Diese bereiten das Wasser aber nicht nur auf, sondern sind auch Energielieferanten. Allein in den Bottroper Kläranlagen fließt das Abwasser von knapp 1,5 Mio. Menschen zusammen. Darin ist Bioabfall, der große Mengen an Energie enthält.
Was früher auf der Deponie landete, wird heute zur Energiegewinnung genutzt. In über 50 Meter hohen Faultürmen zersetzen Bakterien den menschlichen Bioabfall zu Klärgas. Das besteht zu 70 Prozent aus energiereichem Methan. Die Mikroben brauchen bis zu 25 Tage, um den Klärschlamm in Biogas umzuwandeln. Mit diesem Gas werden Blockheizkraftwerke betrieben. Ungefähr 7.000 durchschnittliche Haushalte können damit ein Jahr lang mit Strom versorgt werden.
Der „ausgefaulte“ Klärschlamm kann auch noch weiter genutzt werden. Zuerst wird feingemahlene Kohle beigemischt. Das erhöht den Brennwert und vereinfacht die Entwässerung. Mit speziellen Pressen wird der Klärschlamm dann zwei Stunden lang entwässert. Das so präparierte Produkt verfügt dann über einen hohen Energiegehalt und wird in zwei Heizöfen verbrannt. Der dabei entstehende Wasserdampf treibt eine Turbine an, die über drei Megawatt erzeugt.
Die „Energiequelle Mensch“ wird unsere globalen Versorgungsprobleme bestimmt nicht lösen. Wir verbrauchen viel mehr Energie, als wir durch noch so cleveres Energie-Ernten jemals gewinnen können. Am Ausbau von großen alternativen Energiekonzepten und am Energiesparen führt kein Weg vorbei. Doch punktuell und lokal können solche Projekte viel bewirken. Durch neue Technologien nutzen sie bislang kaum gebrauchte Ressourcen und schaffen ein Bewusstsein für die Energieproblematik der Welt.